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Bildungs- und Forschungsstandort Deutschland


BMBF fördert Physik-Grundlagenforschung mit 75 Millionen Euro

Deutsche Physiker sind den kleinsten Bausteinen der Welt auf der Spur

18.08.2006 - Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Grundlagenforschung in der Teilchenphysik in den kommenden drei Jahren mit 75 Millionen Euro. Die ersten Mittel in Höhe von über 32 Millionen Euro seien jetzt für drei BMBF-Forschungsschwerpunkte (BMBF-FSP) am Teilchenbeschleuniger CERN in Genf vergeben worden, teilte das Ministerium am Freitag in Berlin mit. Bis zum Jahr 2009 würden noch weitere Arbeiten in den Bereichen "Struktur und Wechselwirkung fundamentaler Teilchen" und "Hadronen- und Kernphysik" unterstützt.

Die Physikerinnen und Physiker suchen dabei nach den kleinsten Bausteinen, aus denen sich alles zusammensetzt. Sie beobachten ihr Verhalten und verfolgen etwa die Frage, wie die Teilchen ihre Masse erlangen und ob es im Mikrokosmos mehr als drei räumliche Dimensionen gibt.

Mit den BMBF-FSP hat das BMBF ein neues Förderinstrument aufgelegt. Gefördert wird die Zusammenarbeit der jeweils besten Gruppen in überregionalen Forschungsnetzwerken. Die ersten BMBF-FSP beteiligen sich mit Unterstützung des BMBF an internationalen Experimenten am Large Hadron Collider des CERN. Bei den Projekten ATLAS und CMS werden Protonen mit sehr hoher Geschwindigkeit aufeinander geschossen, ALICE verwendet dafür schwere Ionen. Beim Aufprall entstehen für sehr kurze Zeit viele andere Teilchen, die mit Detektoren sichtbar gemacht werden können. Mit den Ergebnissen wollen die Forscher neue Grundlagen für die Physik schaffen.


An der ersten Runde der BMBF-Forschungsschwerpunkte sind Physikerinnen und Physiker aus folgenden Hochschulen beteiligt:

ATLAS (insgesamt 16,7 Millionen Euro)

Humboldt-Universität Berlin
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Universität Dortmund
Technische Universität Dresden
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Johannes Gutenberg Universität Mainz
Universität Mannheim
Ludwig-Maximilians-Universität München
Universität Siegen
Bergische Universität Wuppertal
MPI München

CMS (insgesamt 9,5 Millionen Euro)

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Universität Hamburg
Universität Karlsruhe(TH)

ALICE (insgesamt 6,0 Millionen Euro)

Technische Universität Darmstadt
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Quelle und weitere Informationen: www.bmbf.de

------- Weitere PM zum Thema Forschungsstandort Deutschland -------

 

Rückblick auf Bildungs- und Forschungsstandort Deutschland

Rückblick auf ein Jahr Konzertierte Aktion "Internationales Marketing für den Bildungs- und Forschungsstandort Deutschland": Eine beeindruckende Bilanz!

08.03.2002 - Bund, Länder, Wirtschaft und Wissenschaft werben in einer Konzertierten Aktion für die deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen international um die besten Wissenschaftler und Studierenden. Anlässlich der heutigen Sitzung in Berlin zieht der Staatssekretär im BMBF, Dr.-Ing. Uwe Thomas, eine erste positive Bilanz:

"Deutschland ist jetzt auf dem internationalen Bildungsmarkt präsent und wirbt gemeinsam mit den Marktführern USA und Australien um die besten Köpfe. In knapp einem Jahr sind viele Projekte zur Steigerung der internationalen Attraktivität des Studienstandorts Deutschland auf den Weg gebracht. Wenn alle Partner der Konzertierten Aktion weiter an einem Strang ziehen, kann es Deutschland gelingen, auf dem internationalen Bildungsmarkt eine Spitzenposition zu erreichen.

Der Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern Prof. Dr. Peter Kauffold, unterstrich, dass das internationale Marketing eine längerfristige Aktion werden müsse. Er betonte: "Der Start der Aktion ist gelungen - aber wir dürfen auf der Startlinie nicht stehen bleiben!" Es sei wünschenswert, so der Minister weiter, dass die dafür benötigten Mittel auch in Zukunft zur Verfügung ständen.

Mit der Konzertierten Aktion (KA) wird in einer großen Marketingkampagne erfolgreich für Deutschland als Studien- und Forschungsstandort geworben.

» Die Kampagne "Hi Potentials! International Careers Made in Germany" sorgt bereits für einen erheblichen Gewinn an ausländischen Studierenden und Wissenschaftlern für unser Land. So ist die Zahl der ausländischen Studierenden nach ersten Schätzungen im vergangenen Jahr um rund 15 % gegenüber dem Jahr 2000 auf jetzt ca. 140.000 gestiegen.

» Das neu eingerichtete Portal "campus-germany.de" ist als virtuelles Fenster für die internationale Hochschul- und Wissenschaftslandschaft ein attraktives und viel besuchtes Angebot.


Die Inhalte des gemeinsamen Maßnahmenpakets:

» Maßnahmen zur Erhöhung der internationalen Attraktivität des Studienstandortes Deutschland im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms (ZIP) der Bundesregierung (Gesamtvolumen 108 Mio. EUR) und viele Aktivitäten der Länder fördern die Internationalisierung unserer Hochschulen

» Die erstmalig ausgelobten Wolfgang-Paul- und Sofja-Kovalevskaja-Preise der AvH (2,3 Mio. EUR und 1,15 Mio EUR) bringen junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt nach Deutschland

» Deutsche Hochschulen kooperieren über internationale Studiengänge mit ausländischen Partneruniversitäten; auslandsorientierte Studiengänge werden verstärkt nachgefragt

» Weit über 1000 neue Bachelor- und Masterstudiengänge schaffen internationale Vergleichbarkeit

» Stipendienprogramme des DAAD zur gezielten Betreuung von In- und Ausländern wurden ausgebaut; die Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz und die Stiftung der Deutschen Wirtschaft vergeben im Rahmen der KA Stipendien und Praktika für ausländische Studierende

» MPG und Universitäten haben International Research Schools eingerichtet

» Das Programm "Promotion an Hochschulen in Deutschland" (PHD) bietet strukturierte Promotionsstudiengänge für Ausländer und Deutsche

» Mit dem Pilotprojekt "Weiterbildung world wide" werden durch best practise Beispiele Weiterbildungsunternehmen zur Internationalisierung angeregt

» Die Carl-Duisberg-Gesellschaft (CDG) hat mit amerikanischen Partnern ein Qualifizierungsseminar in den USA entwickelt. Dabei geht es um die Vermittlung von Know-how zur Anpassung bestehender und der Entwicklung neuer international marktfähiger Angebote der beruflichen Weiterbildung


Die Konzertierte Aktion arbeitet an der Verbesserung der Rahmenbedingungen, um Deutschland als Studienstandort für Ausländerinnen und Ausländer attraktiver zu machen; DSt, CDG und DSW haben eine Studie zur "Verbesserung der Situation der Studierenden in den Städten" vorgelegt. Zur Versorgung der Studierenden aus dem Ausland mit bezahlbarem Wohnraum werden neue Modelle entwickelt, da die Aufnahmekapazität der Studentenwohnheime, vor allem in großen Hochschulstädten zumeist erschöpft ist.
Die KA wird ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen. Angesichts der demographischen Entwicklung fordert die KA, das Aufenthalts- und Arbeitserlaubnisrecht für die weltweite Gewinnung der Besten anzupassen. Die Partner werden gemeinsam kontinuierlich daran arbeiten, in ihren jeweiligen Verantwortungsbereichen dem Wissenschaftsstandort Deutschland weiter Strahlkraft zu geben:

» Promotionsprogramme sind fortzuentwickeln

» Die Einrichtung einer Jobbörse durch die Bundesanstalt für Arbeit verspricht ausländischen und rückkehrwilligen Wissenschaftlern den reibungslosen Wechsel für einen Neustart der wissenschaftlichen Tätigkeit

» Die deutschen Schulen im Ausland sind verstärkt in die Strategie zur Gewinnung hochqualifizierter ausländischer Studienbewerber einzubeziehen; zugleich ist die Alumnibetreuung weiter zu intensivieren

Weitere Informationen:www.blk-bonn.de

Quelle: www.bmbf.de


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Weitere PM zum Thema: Forschungsstandort Deutschland

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Weitere Themen: 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90

Sie haben einige Fragen zum Thema "Forschungsstandort Deutschland" oder Sie möchten wissen, was bedeutet das Wort Photovoltaik, was sind Gene oder was versteht man unter Grundlagenforschung? Einige Antworten auf häufig gestellte Fragen aus dem großen Bereich Wissenschaft und Forschung finden Sie unter dem Stichpunkt Glossar, welches stetig erweitert wird.