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AIDS - Bekämpfungsstrategien


HIV/AIDS-Betroffene gestalten die Konferenz mit

Deutschland stellt HIV/AIDS-Bekämpfungsstrategie auf der internationalen AIDS-Konferenz vor

(BMG) 11.08.2006 - Vom 13. bis 18. August 2006 ist Toronto Gastgeber der XVI. Internationalen AIDS-Konferenz. Ausgerichtet wird die Konferenz von der Internationalen AIDS-Gesellschaft (International AIDS Society, AIS), der Forscher und Gesundheitsfachleute angehören. Sie ist die führende Veranstaltung zu HIV/AIDS mit weltweiten Verbindungen zu Wissenschaft und Praxis. Große internationale Organisationen wie UNAIDS und internationale Netzwerke von HIV/AIDS-betroffener Menschen gestalten die Konferenz mit. Experten vom Bundesministerium für Gesundheit und Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung nehmen an der Konferenz teil.

Die Konferenz findet alle zwei Jahre statt und hat einen wichtigen Stellenwert, da im Rahmen der Veranstaltung entscheidende Durchbrüche bei Therapie und Prävention kommuniziert werden. Neueste Erkenntnisse und Erfahrungen werden auf vielfältigen Wissenschaftsfeldern geboten. Es werden bis zu 20.000 Teilnehmer erwartet; sie versprechen sich Austausch auf den Gebieten der Biologie und Pathogenese des Virus, der klinischen Forschung und der Therapie, der Epidemiologie, der Prävention sowie der Psychologie und Sozioökonomie. Großes Interesse ist auf die Forschung zu Impfstoffen und Mikrobiziden gerichtet. Ein gesonderter Schwerpunkt ist den Problemen der Umsetzung von Strategien durch Politik und Gesellschaft gewidmet. Die Toronto-Konferenz bietet einen breiten Rahmen und Anlass für die staatliche Seite zu prüfen, was sich von den weltweit neuesten Forschungsergebnissen zur Umsetzung der auf der Konferenz der Vereinten Nationen am 2. Juni 2006 eingegangenen Verpflichtungen im Kampf gegen AIDS aufgreifen lässt.

Alle Teilnehmer sind aufgerufen, ihren Beitrag zur Geltung zu bringen und sich dafür einzusetzen, dass vorhandenes Wissen überall in der Welt umgesetzt wird. Diesem Anliegen entspricht das Motto der Konferenz: "Zeit zu handeln" (Time to Deliver). Denn noch immer steigen die Zahlen der Neuinfektionen schneller als die Zahl der Menschen, die medizinische Behandlung finden. UNAIDS spricht von fast 5 Millionen HIV-Neuinfektionen jährlich. Diese Zahlen machen deutlich, wie weit entfernt die Welt von einer Lösung der Probleme noch ist.

Zur Präsentation der deutschen HIV/AIDS-Bekämpfungsstrategien und -maßnahmen auf nationaler und internationaler Ebene findet sich ein Informationsstand in Halle F, Stand 409. Gemeinsam von den beiden Bundesministerien, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, dem Robert Koch-Institut, Paul-Ehrlich-Institut, der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit und der Kreditanstalt für Wiederaufbau sowie der Gesellschaft für Internationale Weiterbildung und Entwicklung getragen, dient er als Anlaufstelle für umfassende Fachgespräche und Informationen.

Weitere Informationen finden Sie auf folgenden Internetseiten:

www.bmg.bund.de
www.rki.de
www.bzga.de

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit, www.die-gesundheitsreform.de

------- Weitere Mitteilung zum Thema Aids und HIV -------

 

Gemeinsam gegen HIV und Aids


Foto-Shooting zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember

Gemeinsame Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, der Deutschen AIDS-Hilfe e.V. und der Deutschen AIDS-Stiftung

07.08.2006 - In dieser Besetzung trifft man sie selten an: Rapper Samy Deluxe, Comedian Thomas Hermanns, Schauspieler Benno Fürmann und Moderatorin und Designerin Verona Pooth standen zum ersten Mal zusammen vor der Kamera. Als prominente Botschafter der Welt-Aids-Tags-Kampagne 2006 trafen sie sich in Berlin zum Fotoshooting für das Kampagnenmotiv. Die gemeinsame Aktion der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH) und der Deutschen AIDS-Stiftung (DAS) zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember 2006 steht erneut unter dem Motto "Gemeinsam gegen Aids: Wir übernehmen Verantwortung - für uns selbst und andere".

Ab Herbst ist das ungewöhnliche Quartett bundesweit auf zehntausenden Plakaten, Postkarten und Anzeigen zu sehen. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt freut sich über die prominenten Mitstreiter gegen Aids: "Wenn es um Gesundheitsfragen geht, vertraut man besonders den Menschen, die persönliches Engagement zeigen. Ich danke den Aids-Botschaftern, dass sie ihre Einstellungen öffentlich und nachahmenswert machen."

Jeder einzelne Botschafter hat eine andere, ganz persönliche Motivation, sich für die Aktion zu engagieren. "Leider wissen viele Jugendliche beim Thema Aids überhaupt nicht Bescheid und denken, dass sie das nicht betrifft", sagt der Hamburger Rapper Samy Deluxe. "Ihnen will ich sagen: Es ist cool, Verantwortung zu zeigen." Entertainer Thomas Hermanns stimmen die gestiegenen Zahlen von HIV-Neuinfektionen, vor allem bei schwulen Männern, traurig: "Ich weiß, es ist nicht immer leicht, im Rausch des Verliebtseins oder einem anderen Rausch einen klaren Kopf zu behalten und an den Schutz vor HIV zu denken. Aber nach all den Erfahrungen der letzten fünfundzwanzig Jahre ist Safer Sex für mich nicht Kür, sondern Pflicht." Als Schauspieler zählt Benno Fürmann zu den besten seines Fachs. Doch er möchte die nicht vergessen, die nicht so viele Chancen hatten wie er selbst: "Ich möchte dazu beitragen, dass das Thema HIV und die Menschen, die davon bedroht und betroffen sind, nicht an den Rand gedrängt werden." Moderatorin und Designerin Verona Pooth hat in ihrem Leben schon viele Trends gesetzt. Doch nun sagt sie: "Aids ist kein Modetrend, von dem man heute spricht und in der nächsten Saison nichts mehr wissen will. Aids ist jederzeit gegenwärtig und das dürfen wir alle nicht vergessen. Gerade ich als Mutter, Frau und Person des öffentlichen Lebens trage da auch große Verantwortung."

Die Kräfte bündeln und zusammen ankämpfen gegen HIV und Aids, das ist seit vielen Jahren das erklärte Ziel staatlicher und nichtstaatlicher Akteure sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene. Es ist auch das Ziel der drei großen bundesweit tätigen Organisationen BZgA, DAH und DAS. In diesem Jahr organisieren sie zum dritten Mal gemeinsam die Aktion zum Welt-Aids-Tag, die wie im vergangenen Jahr wieder das Motto "Gemeinsam gegen Aids: Wir übernehmen Verantwortung - für uns selbst und andere" trägt. Mit ihrem Engagement haben die prominenten Botschafter einen großen Anteil am Gelingen der Kampagne.

Der deutsche Beitrag ist Teil der internationalen Kampagne der Vereinten Nationen zum Welt-Aids-Tag unter dem Motto "Stop AIDS. Keep the Promise!". Damit sollen weltweit Politiker an ihr Versprechen erinnert werden, das sie auf der Sondersitzung der Vereinten Nationen im Juni 2001 gegeben haben: sich national wie international stärker im Kampf gegen die weltweite HIV-/Aids-Epidemie zu engagieren. Der deutsche Slogan appelliert nicht nur an Politiker, sondern zusätzlich an jeden Einzelnen, Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen. Jeder kann etwas tun, aber nur zusammen sind wir erfolgreich im Kampf gegen HIV und Aids und für das Leben und die Gesundheit der Menschen, die davon besonders betroffen und bedroht sind.

Quelle und weitere Informationen im Internet unter: www.bzga.de



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Übersicht Aids und HIV

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» AIDS - Bekämpfungsstrategien
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» Internationale Aids-Konferenz in Toronto
» Rumänien - Diskriminierung von HIV-positiven Kindern
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