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Von Wespen, Wespenspinnen, Zecken und Fuchsbandwurm


Heißer Sommer begünstigt Wespenspinnen

Wimmer: "Trotz des gefährlichen Aussehens sind die Tiere harmlos"

Hannover, 31.07.2006 - Während wir zunehmend unter der Hitze leiden, fühlen sich manche Tiere erst richtig wohl. Zu ihnen gehört die knapp zwei Zentimeter große Wespenspinne. Diese ursprünglich mediterran verbreitete Art hat ihr Verbreitungsgebiet in den vergangenen Jahrzehnten weit nach Norden ausgedehnt und kommt auch schon seit Jahren vielerorts in Norddeutschland vor. Zurzeit erreichen den NABU Niedersachsen viele Anrufe von Menschen, die Wespenspinnen auch in ihrem Garten feststellen. Manche sorgen sich um das Wohl ihrer Kinder oder Haustiere, was jedoch völlig unbegründet ist.

"Trotz ihrer Warnfarbe sind die Tiere völlig harmlos", beruhigte Walter Wimmer, NABU-Naturschutzreferent. "Ihre Hauptbeute sind Grashüpfer, die ihr ins Netz gehen", erklärte der Biologe. Größere Tiere oder erst recht Menschen brauchen sich also keine Sorgen zu machen. Im Gegenteil: "Wer zur Ferienzeit etwas Muße hat, sollte die faszinierenden Tiere einmal aus der Nähe beobachten", rät Wimmer. Das böte nicht nur spannende Verhaltensweisen, sondern auch echte Entspannung.

Für alle, die noch mehr über Spinnen erfahren möchten, hält der NABU eine informative Broschüre bereit, die auf 24 Seiten viel Wissenswertes über diese oft verkannte Tiergruppe verrät. Zu beziehen ist die Broschüre gegen Einsendung von sechs Briefmarken zu 55 Cent beim NABU Niedersachsen, Calenberger Str. 24, 30169 Hannover.

Quelle: niedersachsen.nabu.de

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Unbeschwert Natur genießen

NABU gibt Tipps zu Zecken, Wespen und Fuchsbandwurm

Magdeburg, 21.06.2006 - Der NABU Sachsen-Anhalt gibt jetzt zu Beginn der Ferienzeit Tipps, wie man trotz Zecken, Wespen und Fuchsbandwurm den Sommer und die Natur genießen kann. Sommerzeit ist Urlaubszeit und Hochzeit für alle Freiluftaktivitäten. Wandern, Radeln, Schwimmen, Natur erleben. Doch ständig neue Horrormeldungen über gefährliche Naturbegegnungen vermiesen so manch einem die Freiluftsaison. Dafür gibt es aber keinen Anlass, so der NABU.

"Statistisch gesehen ist die Gefahr, die von Zecken, Wespen und Fuchsbandwurm ausgeht, im Vergleich zu den Risiken im Straßenverkehr oder bei vielen Freizeitsportarten relativ gering", so Annette Leipelt vom NABU Sachsen-Anhalt. "Wenn man dann noch ein paar Regeln berücksichtigt, kann man diese Gefahr sogar noch einmal verringern." So rät der NABU zum Beispiel in Sachen "Fuchsbandwurm", Beeren oder Früchte aus Fuchsgebieten nur gewaschen, besser noch gekocht, zu sich zu nehmen, freilaufende Hunde und Katzen regelmäßig mit Wurmmitteln zu behandeln und nach direkten Fuchskontakten vorsorglich den Arzt aufzusuchen.

"Zecken, die nicht an die Haut kommen, können auch nicht gefährlich werden", rät Leipelt. "Deshalb ist es zu empfehlen, dicht schließende Kleidung bei einer Tour ins Unterholz oder in hochgewachsene Wiesen zu tragen." Entgegen der üblichen Meinung lassen sich Zecken nämlich nur sehr selten von Bäumen fallen. Sie "lauern" auf Pflanzen, die bis zu 1,50 m hoch werden, und lassen sich von vorbeiziehenden Tieren und Menschen abstreifen. Auf heller Kleidung sind die ungebetenen Gäste gut sichtbar. Doch selbst wenn man sich eine Zecke "eingefangen" hat, gibt es keinen Grund zur Panik. "Ziehen sie das Tier ohne es zu quetschen mit einer spitzen Pinzette aus der Haut. Je schneller man dies tut bzw. den Zeckenbefall kontrolliert, desto geringer ist die Gefahr einer Infektion mit den Erregern von Borreliose oder Hirnhautentzündung", erklärt NABU-Sprecherin Annette Leipelt. Bleibt der Kopf der Zecke in der Wunde stecken, sollte er vom Hausarzt entfernt werden. Je nach Gebiet sind 10 bis 40 Prozent der Zecken mit dem Borreliose-Erreger, und in Süddeutschland gebietsweise bis 5 % der Zecken mit dem Erreger der Hirnhautentzündung (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis, kurz FSME) befallen.

Bei Hornissen, Wespen oder Bienen gilt die bekannte Faustregel: ruhig bleiben, nicht um sich schlagen, denn die Brummer stechen nur, wenn sie sich angegriffen fühlen.

Auch bei anderen "gefährlichen" Naturelementen, wie Giftpflanzen, Schlangen oder Pilzen sei Wissen der beste Schutz. "Unsere heimische Natur ist ganz sicher kein gefährlicher Ort, und man sollte sich nicht durch Schlagzeilen verrückt machen lassen," hofft Annette Leipelt darauf, dass sich die Menschen nicht davon abhalten lassen, Natur zu erleben und viel über ihre Umwelt zu lernen. Denn in der Natur finden gerade gestresste Stadtmenschen oftmals die ideale Erholung.

Gegen Einsendung von 2,20 Euro in Briefmarken an den NABU Sachsen-Anhalt, Schleinufer 18a, 39104 Magdeburg ist die Broschüre "Trotz Zecken, Wespen, Fuchsbandwurm unbeschwert Natur genießen" erhältlich oder kann dort auch in der Geschäftstelle zu den Öffnungszeiten ohne Versandkosten abgeholt werden.

Quelle: sachsen-anhalt.nabu.de


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Weitere Themen: 68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75

Sie haben eine Frage zum Thema "Wespen, Wespenspinnen, Zecken und Fuchsbandwurm" oder Sie möchten wissen, was bedeutet das Wort Metamorphose, oder was ist ein Habitat? Einige Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie unter dem Stichpunkt Glossar und einige weiterführende Erläuterungen unter Brennpunkte I und II.