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Umweltbildungskonzept für Kinder und Jugendliche


Solaranlage für Warmwasser

Beherzter Kopfsprung in Öko-Vision: Flussbad in Rostock bald naturnah

Solaranlage für Warmwasser - Umweltbildungskonzept für Kinder und Jugendliche - DBU hilft mit 41.000 Euro

04.08.2006 - Rostock. Den kommunalen Bädern in Deutschland stehen die Finanznöte bis zum Hals! Die Freibäder in Niedersachsen etwa decken nach einer Studie des Bundes der Steuerzahler ihre Kosten durchschnittlich nur zu einem Drittel durch eigene Einnahmen. Statistisch subventioniert der Steuerzahler jeden Badegast mit 3,52 Euro pro Jahr. Ideen sind gefragt! Die werden für das Fluss- und Sonnenbad in Rostock jetzt entwickelt. Mit 41.000 Euro hilft die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), das Anfang der 20er Jahre gebaute Bad naturnah umzugestalten und durch eine aktive Umweltbildungsarbeit neue Akzente zu setzen. Eine Solaranlage für die Warmwassergewinnung soll Kindern und Jugendlichen zeigen, welche Möglichkeiten erneuerbare Energien bieten. DBU-Pressesprecher Franz-Georg Elpers: "Hier werden geeignete Maßnahmen ergriffen, einer zunehmenden Naturentfremdung entgegen zu wirken."

Bad soll zukünftig ehrenamtlich betrieben werden

Das Gelände des von der Warnow gespeisten Flussbades umfasst rund 12.000, die dazugehörige Wasserfläche rund 3.500 Quadratmeter, knapp die Hälfte eines Fußballfeldes also. Nach dem Bau des ersten Hallenschwimmbades in den 50er Jahren hatte das Bad an Bedeutung verloren und war 2003 zum Verkauf ausgeschrieben worden. Im April 2005 schloss der gemeinnützige Sportverein Lederhexen einen Erbbaurechtsvertrag für 50 Jahre mit der Stadt ab. Das Bad soll zukünftig ehrenamtlich betrieben werden. Neben dem öffentlichen Badebetrieb sollen auch weitere Sportarten wie Kanupolo, Wasserball, Beach-Volleyball, Schwimmen, Tauchen und Triathlon angeboten werden. 8.000 Besucher und zwölf Sportvereine mit verschiedenen Sportarten nutzen regelmäßig das Bad.

Lebensräume für Tiere und Pflanzen optimieren

Die Umgestaltung des Geländes erfolgt in zwei Schritten. Zunächst wurden bereits die nicht mehr standsicheren Uferbefestigungen abgerissen, wurde das Ufer renaturiert. Danach ist eine naturnahe Umgestaltung des gesamten Geländes vorgesehen. Dadurch sollen Lebensräume für Tiere und Pflanzen optimiert, die Wasserqualität durch die reinigende Wirkung der Pflanzen verbessert werden. Außerdem sollen auf dem Gelände Ruhezonen, naturnahe Spielmöglichkeiten zum Klettern, Hangeln, Schwingen, Balancieren, Spielhecken als Erlebnisraum, Spielhügel sowie ein Wasser-Matsch-Bereich errichtet werden.

Hauptzielgruppe der Umweltbildungsarbeit sind Kinder von sechs bis zwölf Jahren

Die naturnahe Umgestaltung soll durch Umweltbildungsarbeit begleitet werden. An geeigneten Teilprojekten sollen Kinder und Jugendliche direkt mitwirken. Die Hauptzielgruppe der Umweltbildungsarbeit sind Kinder von sechs bis zwölf Jahren. Elpers: "Der Kontakt mit der Natur ist Stadt-Kindern zum Teil vollkommen abhanden gekommen. Außerdem kann hier dem typischen Bewegungsmangel junger Stadt-Menschen entgegen gewirkt werden. Auch die lebenswichtige Bedeutung des Mediums Wasser wird vermittelt."

Kontakt zu Kindergärten und Grundschulen in der Umgebung

Schon 2005 hatte der Verein Kontakt zu Kindergärten und Grundschulen in der Umgebung aufgenommen. Für die kommenden Jahre wurde eine intensive Zusammenarbeit vereinbart. So soll z.B. bei Ausflügen, Wandertagen und anderen Aktivitäten der Lebensraum Warnow von Kindergartenkindern und Schülern untersucht werden. Ein mobiles Labor soll die Möglichkeit bieten, Wasser-, Boden- und Luftproben zu untersuchen. Auch der Einsatz von modernen wasser- und energiesparenden Installationen bei den Sanitäranlagen soll demonstriert werden. Die Universität Rostock wird das Projekt durch Umfragen bei den Nutzern wissenschaftlich begleiten.

Ansprechpartner für Fragen zum Projekt (AZ 20417): Uwe Richter, Verein "Lederhexen", Telefon: 0381/1289920 oder: 0163/1313712, Fax: 0381/1289921, uwe[@]lederhexen-ev.de, www.lederhexen-ev.de

Quelle: www.dbu.de

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Sprachförderung für Kinder im Rheinland


Landesjugendamt des LVR bewilligt alle Projekte für Deutsch im Kindergarten

» 24.000 Kinder im Rheinland verbessern im Kindergarten ihre Deutschkenntnisse
» LVR bewilligt erstmals alle beantragten Projekte zur Sprachförderung
» Land NRW stellt fünf Millionen Euro zur Verfügung

Rheinland, 04.08.2006 - Immer mehr Kinder sprechen nicht richtig deutsch. Das gilt nicht nur, aber auch für Kinder mit Migrationshintergrund. Im vergangenen Schuljahr empfahl das Land NRW jedem zehnten Erstklässler den Besuch eines Sprachförderkurses.
Das Land Nordrhein-Westfalen stellt für das Rheinland im neuen Kindergartenjahr (seit 1. August) mehr als fünf Millionen Euro zur Verfügung, um die Sprachentwicklung von Kindern bereits im Vorschulalter zu fördern. Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Verdopplung der Fördermittel.

Das Landesjugendamt des Landschaftsverbands Rheinland (LVR), das für die Verteilung dieser Förderung zuständig ist, konnte dadurch erstmalig alle beantragten 2.451 Projekte zur Sprachförderung bewilligen. Nun erhalten rund 24.000 Kinder in 69 Kommunen des Rheinlands noch vor ihrer Einschulung eine gezielte Förderung zum Erwerb der deutschen Sprache, damit sie in die Lage sind, dem anschließenden Schulunterricht zu folgen. Durch die Aufstockung der Landesmittel konnten zum ersten Mal auch rund 400 Projekte für Kinder bewilligt werden, die erst 2008 schulpflichtig werden.

Die Sprachprojekte finden überwiegend in Kindertageseinrichtungen statt. Mit dem Fördergeld bezuschusst das Land NRW die zusätzlichen Personalkosten. In 200 Stunden, die auf zehn Monate verteilt sind, konzentrieren sich die Mitarbeiterinnen in den Kitas darauf, die Kinder mit Freude und Spaß zum Sprechen anzuregen. Kinder sind hoch motiviert, sich den anderen mitzuteilen, und erweitern ihren Wortschatz sehr schnell, wenn sie erfahren, dass der andere sie versteht.

Quelle und weitere Informationen: www.lvr.de

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Weitere Themen: 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59, 60

Sie eine Frage zum Thema "Umweltbildungskonzept" oder Sie möchten wissen, was bedeutet das Wort Ökologie oder was ist ein Biotop (Lebensraum), oder was ist eine Photosynthese? Einige Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie im Glossar und einige weiterführende Erklärungen unter dem Stichpunkt Brennpunkte I und II.