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Auswirkungen des Klimawandels auf Flora und Fauna


Naturwunder sterben den Hitzetod

WWF zeigt die Auswirkungen des Klimawandels in zehn bedrohten Ökoregionen

Berlin, Brüssel, 05.04.2007 - Vom Amazonas zum Himalaya, von Afrika zur Antarktis - unter anderem sind zehn der weltweit größten Naturwunder vom Klimawandel bedroht. Eine Bedrohung, die zur völligen Zerstörung führen kann, wenn sich das Klima weiterhin erwärmt.

Im zweiten Teil des diesjährigen Berichts des Weltklimarates (IPCC), der morgen veröffentlicht wird, stehen die möglichen Auswirkungen der Klimaerwärmung im Mittelpunkt. Welche Veränderungen durch den globalen Temperaturanstieg Wissenschaftler bereits jetzt in zehn ausgewählten Naturwundern der Welt beobachten, schildert der WWF in seiner jüngsten Studie "Saving the world?s natural wonders from climate change". "Um die Bedrohung von den Naturwundern abzuwenden müssen die CO2-Emissionen drastisch verringert werden", alarmiert Regine Günther, WWF-Klimaexpertin.

Schildkröten und Tiger werden von der steigenden Temperatur genauso bedroht wie die Chihuahua Wüste in Mexiko und die Küstengewässer von Ostafrika. Am Great Barrier Riff in Australien verursachen zu warme Meerestemperaturen ein Ausbleichen der Korallen. Im Jangtse-Fluss in China wird der Wasserspiegel sinken, weil die Gletscher sich immer weiter zurückziehen.

Daher wird auch die Arbeit des WWF vor Ort immer wichtiger. Dort, wo die Auswirkungen bereits nicht mehr abzuwenden sind, hilft die weltweit größte Umweltorganisation den Tieren und Menschen, sich an die Veränderungen ihrer Umwelt anzupassen. Ein neues Wasserkonzept etwa soll durch alternative Bewässerungstechniken und sparsamere Anlagen die letzten grünen Ökosysteme im Chihuahua Wüste retten. Oft gehört zur Arbeit des WWF in den gefährdeten Ökoregionen in erster Linie die Aufklärung der Bevölkerung über die Auswirkungen des Klimawandels und die Ausbildung von einheimischen Spezialisten.

"Die Anpassung an die Klimaerwärmung kann die Zerstörung der Naturwunder nicht verhindern. Nur eine weltweite Reduktion der Treibhausgase kann die Folgen noch eindämmen", sagt Regine Günther.

Quelle im Internet und weitere Informationen unter: www.wwf.de

------- Mehr zum Thema Auswirkungen des Klimawandels 2007 -------
 

Zweiter UN-Klimabericht bestätigt alarmierende
Verluste in Flora und Fauna

Tschimpke: Weltweite Gefahr eines dramatischen Artensterbens nicht verschlafen

Berlin, 05.04.2007 - Angesichts der Präsentation des zweiten Teils des UN-Klimareports hat der NABU Politik und Wirtschaft davor gewarnt, nach dem weltweiten Klimawandel das galoppierende Artensterben zu verschlafen. Die 400 Experten des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) wollen an diesem Freitag den zweiten Teil ihrer Klimastudie in Brüssel vorstellen. Daraus geht hervor, dass bei einem ungebremsten Klimawandel mindestens ein Fünftel der Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht ist.

"Den alarmierenden Studien müssen endlich Tagen folgen. Wir dürfen die Augen nicht länger davor verschließen, dass unsere Welt tagtäglich verarmt und wir uns damit um einen Großteil der Anpassungsfähigkeit bringen, die uns die Natur im Klimawandel leistet. Instabile Ökosysteme, verarmte Böden, zusammenbrechende Wälder und Gewässer verschärfen den Klimawandel unnötig. Kein Investitionsprogramm kann den Verlust an Arten und ihren Leistungen im Erdsystem kompensieren", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Die G8-Staaten sollten auf ihrem Gipfeltreffen im Juni in Heiligendamm ein Biodiversitätsprogramm initiieren, das der Rolle des Naturschutzes im Klimaschutz gerecht werde und den dramatischen Rückgang der Artenvielfalt stoppt. Zentrale Forderungen hierbei seien der Schutz der natürlichen und naturnahen Wälder, die Einrichtung von Meeresschutzgebieten, der Aufbau eines weltweiten Schutzgebietsverbundes ähnlich dem "Natura 2000"-Gebietsnetz sowie strengere Handelskontrollen bei illegalem Holzeinschlag und der illegalen Aus- oder Einfuhr geschützter Tier- und Pflanzenarten, so der NABU-Präsident weiter.

Der Schutz und Erhalt kohlenstoffreicher Ökosysteme wie Moore oder Wälder ist ein strategisch wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Werden solche Lebensräume zerstört, setzen sie große Mengen Kohlendioxid frei und verschärfen den Klimawandel sogar. Wenn die globale Mitteltemperatur um weitere 1,5 bis 2,5 Grad steigt, bedeutet dies ein hohes Risiko für ein weitreichendes Artensterben. Korallenriffe sind genauso bedroht wie Salzmarschen oder Mangrovenwälder; tropische Regenwälder könnten durch Wassermangel zu Steppen werden; Zugvögel und Säugetiere haben mit der Verschiebung von Vegetationszonen und Vegetationsperioden zu kämpfen.

Quelle im Internet und weitere Informationen unter: www.nabu.de


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