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Zum internationalen Frauentag am 8. März 2007


Mit Ausbildung gegen Ausbeutung

"Brot für die Welt" fordert mehr Bildungschancen für Frauen

Stuttgart, 07.03.2007 - Zum Internationalen Frauentag am 8. März weist "Brot für die Welt" auf die Bedeutung von Bildung für Frauen und Mädchen in den ärmeren Ländern hin. "Bildung und Ausbildung sind für benachteiligte Frauen der Schlüssel zur Verbesserung ihrer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Situation", betont Cornelia Füllkrug-Weitzel, Direktorin von "Brot für die Welt". Immer noch seien fast zwei Drittel der rund 800 Millionen Analphabeten Frauen und damit von einer beruflichen Qualifikation und der Teilhabe am gesellschaftlichen Geschehen ausgeschlossen.

"Frauen und Mädchen haben weltweit definitiv schlechtere Bildungschancen als Männer", so Füllkrug-Weitzel weiter. Als Folge davon hätten sie keine oder nur wenig Chancen auf Arbeit und Einkommen, obwohl viele dieser Frauen später alleine eine Familie ernähren müssten. In vielen Ländern des Südens würden noch immer weniger Mädchen als Jungen in die Schule geschickt. "Auf diese Weise werden wir das Millenniums-Entwicklungsziel einer Grundschulbildung für alle Mädchen und Jungen bis 2015 nicht erreichen."
"Brot für die Welt" unterstützt weltweit zahlreiche Fraueninitiativen, das Recht auf Bildung einzufordern. Partnerorganisationen wie zum Beispiel "Najdeh" im Libanon und "Ser Mulher" in Brasilien bilden die Frauen qualifiziert aus und informieren sie zu Themen wie Familienplanung, Hygiene und HIV/Aids.

Im Mittelpunkt der Arbeit des "Brot für die Welt"- Partners "Najdeh" steht die berufliche Qualifikation von palästinensischen Flüchtlingsfrauen im Libanon. In Berufsschulen erhalten mehr als 1.000 Frauen und Mädchen eine Ausbildung in EDV, Buchhaltung, Friseurhandwerk, Tischlerei, Elektronik oder Photographie. Außerdem bekommen die Frauen nach ihrem Abschluss eine Starthilfe in Form von Kleinkrediten.

Die brasilianische Frauenorganisation "Ser Mulher" ("Frau Sein"), die seit 1997 von "Brot für die Welt" gefördert wird, führt Ausbildungsprogramme für Frauen in Armenvierteln der Stadt Nova Friburgo durch. Motiviert durch die Beratung haben sich die Frauen zu einer eigenen Interessenvertretung zusammengeschlossen, mit deren Hilfe sie sich etwa gegen Misshandlung durch Ehemänner und Diskriminierung bei der Gesundheitsvorsorge zur Wehr setzen. Neben der Hilfe in persönlichen Fällen, wirken die Frauen inzwischen auch aktiv in der Gestaltung der Lokalpolitik mit, erst dadurch können sie ihre Interessen wirkungsvoll vertreten.

Mehr zu diesen und anderen Projekten unter www.brot-fuer-die-welt.de/frauen

Quelle im Internet: www.brot-fuer-die-welt.de

------- Mehr zum internationalen Frauentag am 8. März 2007 -------
 

Die Geschichte des Internationalen Frauentags

Demonstration von New Yorker Textilarbeiterinnen im Jahr 1857

MOSKAU, 08. März 2007 (RIA Novosti). Der Internationale Frauentag wird in diesem Jahr zum 150. Mal begangen, berichtete die russische Regierungszeitung "Rossijskaja Gaseta" am Dienstag.

Die Geschichte des Feiertags geht auf eine Demonstration von New Yorker Textilarbeiterinnen im Jahr 1857 zurück, die eine Lohnerhöhung, bessere Arbeitsbedingungen und die Gleichberechtigung der Frauen forderten. Als Feiertag wurde der 8. März 1910 auf der Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen ins Leben gerufen.


Der Frauentag in Russland

In Russland wurde der Frauentag erstmals am 2. März 1913 in Sankt Petersburg gefeiert. An diesem Tag fand in der Stadt an der Newa eine Vorlesung mit 1500 Teilnehmern statt, die den Rechten der Frauen gewidmet war. Am 23. Februar 1917 gingen Frauen in Sankt Petersburg (damals Petrograd) auf die Straße. Sie protestierten gegen Krieg und mangelnde Nahrungsmittelversorgung. Die Zusammenstöße mit der Polizei mündeten in Unruhen und endeten am 27. Februar mit der Februarrevolution, die zum Zusammenbruch der Monarchie und des Russischen Reiches führte.

In der fünf Jahre später gegründeten Sowjetunion wurde der Internationale Frauentag zunehmend weniger als politische Aktion gesehen. An Stelle von Demonstrationen traten Festlichkeiten im Kreise der Familie, die sich nicht so den Frauenrechten wie den Frauen selbst widmen. Deshalb blieb der 8. März als Familienfest von der politischen Wende in Russland verschont.


Glückwünsche aus dem All

Unter Leonid Breschnew (1906 - 1982) wurde der 8. März zum arbeitsfreien Tag erklärt. Eine recht originelle Gratulation erhielten die sowjetischen Frauen im Jahr 1971. Die Glückwünsche wurden nämlich vom sowjetischen Mondmobil übermittelt. Im Vorfeld des 8. März kam Mondprogramm-Chef Konstantin Dawidowski auf die Idee, das Mondmobil Lunochod-1 so zu steuern, dass seine Räder auf dem Mondgrund die Aufschrift "8. März" hinterlassen. Als die "8" bereits fertig war, ging jedoch die Energie zuneige.

Quelle im Internet: RIA Novosti - de.rian.ru


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Weitere Themen: 27, 28, 29, 30, 31, 32, 33, 34

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