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Erweiterung des Naturschutzparks Lüneburger Heide


Naturpark Lüneburger Heide

Sander: Gebiet des Naturparks Lüneburger Heide wird mehr als vervierfacht

Amelinghausen, 14.02.2007 - Das Gebiet des bisherigen Naturparks "Naturschutzpark Lüneburger Heide" wird mit Wirkung von heute (Mittwoch) erweitert. "Dem neu gegründetem Verein Naturparkregion Lüneburger Heide e.V. wird die Trägerschaft für den Naturpark Lüneburger Heide übertragen", dies erklärte Umweltminister Hans-Heinrich Sander bei der Festveranstaltung anlässlich der Erweiterung in Schenck`s Gasthaus in Amelinghausen.
"Naturparks repräsentieren großräumige Ausschnitte unserer Landschaft, die aufgrund ihrer Eigenart und Schönheit besonders reizvoll sind. Ihr Ziel ist es, den notwendigen Schutz der Natur und die Landschaftspflege mit den Bedürfnissen der Menschen nach Erholung zu verbinden. Mit der Naturparkerweiterung wird eine sehr gute Grundlage für die weitere Entwicklung des Naturparks Lüneburger Heide gelegt. Die Erweiterung bietet die Chance, noch besser für die Region Lüneburger Heide zu werben und eine naturverträgliche und nachhaltige Regionalentwicklung voranzutreiben", so Umweltminister Sander.

Der bisherige Naturpark "Naturschutzpark Lüneburger Heide" hatte eine Größe von rund 23.000 Hektar. Er wurde bereits 1921 vom Verein Naturschutzpark e.V. gegründet. Sein Gebiet war nahezu deckungsgleich mit dem Naturschutzgebiet Lüneburger Heide.

Durch die Erweiterung wird eine Fläche von gut 84.000 Hektar ergänzt. Damit umfasst die neue Naturparkfläche insgesamt 107.769 Hektar, mehr als das vierfache des bisherigen Gebietes. Die Fläche des erweiterten Naturparks umfasst Gebiete von vier Städten sowie neun Samt- und Einheitsgemeinden aus den drei Landkreisen Harburg, Lüneburg und Soltau-Fallingbostel. Herzstück des Naturparks bleibt der Bereich des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide.

Der Naturpark Lüneburger Heide ist der älteste von Niedersachsens derzeit dreizehn Naturparken. Er bietet eine der größten zusammenhängenden Heidelandschaften Westeuropas. Charakteristisch sind die bizarr geformten Wacholderbüsche und vereinzelten Birkengruppen, die zwischen den ausgedehnten Heideflächen stehen. Sieben Herden mit Heidschnucken sorgen dafür, dass die Heideflächen frei bleiben und nicht verbuschen.
Künftig wird das Naturparkgebiet durch weitere wertvolle und vielfältig strukturierte Landschaften ergänzt, die den Reiz und einen wichtigen Teil des Erlebniswertes der Region ausmachen.

"Der Naturpark Lüneburger Heide bietet durch die Erweiterung noch mehr Möglichkeiten, den Menschen die schöne Natur und die kontrastreiche Landschaft sowie deren Kultur und Geschichte näher zu bringen", sagte Umweltminister Sander.

Weitere Informationen beim Träger des Naturparks:

Naturparkregion Lüneburger Heide e.V.
Internet: www.naturpark-lueneburger-heide.de

Quelle im Internet: www.umwelt.niedersachsen.de


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Weitere Themen: 06, 07, 08, 09, 10, 11, 12, 13

Hinweis: Die Lüneburger Heide war bereits vor dieser Erweiterung das größte Heide-Naturschutzgebiet in Mitteleuropa. Sie ist eine durch bäuerliche Bewirtschaftung über Jahrhunderte gewachsene Kulturlandschaft. Die Lüneburger Heide ist in ihrer Ausdehnung und von ihren Lebensräumen her betrachtet, einmalig und einzigartig in ganz Mitteleuropa.

Viele Vogelarten, darunter auch bedrohte Arten, sind in der Lüneburger Heide beheimatet. Zu den in der Heide anzutreffenden Vogelarten zählt der Raubwürger ebenso wie der Schwarzstorch, der Ziegenmelker wie das Schwarzkehlchen oder wie der seltene Wendehals. Sicherlich sollte bei dieser Aufzählung auch die Heidelerche nicht vergessen werden. An seltenen Reptilien sind hier die Kreuzotter und die Schlingnatter zu nennen, um nur zwei Beispiele hier zu erwähnen. Diese einmalige Fauna wäre hier nicht anzutreffen, wenn nicht auch die Landschaft einmalig wäre. So sind neben Heidefläche auch andere Lebensräume hier anzutreffen. Zu diesen Lebensräumen zählen Sandmagerrasen und Heidebäche, typische Moore und naturnahe Eichenwälder, Birken und Buchenwälder.

Damit die Lüneburger Heide ihre naturnahe Ursprünglichkeit behält, sind Pflegemaßnahmen erforderlich. Eine der wichtigsten Pflegemaßnahmen ist dabei die Beweidung mit Schafen. Bei diesen Schafen, die zur Beweidung genutzt werden, handelt es sich vorzugsweise um die sogenannten Heidschnucken.

Sie haben eine Frage zum Thema "Erweiterung des Naturschutzparks Lüneburger Heide"? Sie würden gern mehr über den Naturpark Lüneburger Heide erfahren? Über einige Themen können wir auch nur berichten, doch einige Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie unter dem Stichpunkt Glossar und einige weiterführende Erläuterungen unter Brennpunkte I und II. An der Erweiterung dieser Stichpunkte und Rubriken arbeiten wir.