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Die Erhaltung Reetdächern und Reetdachhäusern


Pilz lässt Reetdächer verrotten

Kulturministerium unterstützt Qualitätssicherung bei Reetdächern

13.02.2007 - Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur unterstützt die jüngst erhobene Forderung nach einem Engagement der Denkmalschutzbehörden für die Erhaltung von Reetdachhäusern. Eigentümer von Reetdachhäusern im Alten Land hatten darauf hingewiesen, dass die Reetdächer immer schneller anfangen zu zerfallen, und die Erforschung der Schadensursachen daher dringend notwendig ist. Unter dem Titel "Qualitätssicherung bei Reet als Dachmaterial" wurde bereits ein entsprechendes Vorhaben vom Berufsbildungsverein des Dachdeckerhandwerks Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein e.V. initiiert. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur unterstützt dieses Projekt mit 20.000 Euro. Ziel ist, wissenschaftlich fundierte Kenntnisse über die Ursachen der vorzeitigen Reetdachzerstörung zu gewinnen, um so zu qualitätssichernde Produkte entwickeln zu können. "Reetgedeckte Gebäude prägen seit Jahrhunderten unser Landschaftsbild. Die Erhaltung dieses Kulturguts muss uns ein wichtiges Ziel sein, daher begrüße ich die jetzt unternommenen Schritte sehr", so Kulturminister Lutz Stratmann.

Als Projektlaufzeit sind sieben Monate vorgesehen. Die Gesamtkosten des Projekts betragen 290.000 Euro. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt übernimmt 125.000 Euro. Weitere Institutionen wie das Dachdeckerhandwerk und der Reethandel beteiligen sich an der Finanzierung. Gleichzeitig wird die Landesförderung von Reetdächern auf Baudenkmalen, soweit möglich, aufgeschoben, bis weiterführende Ergebnisse vorliegen.

Federführend bei dem Projekt ist der Berufsbildungsverein des Dachdeckerhandwerks Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein e.V., der in ständiger Absprache mit dem Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein, der Staatskanzlei in Kiel, dem Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Niedersachsen/Bremen, dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, dem Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege agiert. Auch die Interessengemeinschaft Bauernhaus IGB e.V. als Verband, der sich für die Erhaltung ländlicher Bausubstanz engagiert, wurde vom Kulturministerium einbezogen.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter www.reetdachdeckung.de, der offiziellen Informationsseite der Reetdachdeckerinnungen.

Quelle im Internet:www.mwk.niedersachsen.de

------- Eine weitere Mitteilung aus Niedersachsen 2007 -------
 

Freiwilliges Ökologisches Jahr

Sander: 2007/2008 stehen wieder 175 Plätze für junge Menschen bereit

Hannover, 09.02.2007 - Junge Leute im Alter zwischen 16 und 26 Jahren mit Interesse an Natur und Umwelt können sich ab sofort für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) in einer der 160 Einsatzstellen in Niedersachsen bewerben. Die erste Bewerbungsphase läuft bis zum 15. März 2007. Koordinierungsstelle für die Bewerbung und die Abwicklung des FÖJ 2006/ 2007 ist die Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz in Schneverdingen mit ihrer Außenstelle in Hildesheim.

"Seit 20 Jahren engagieren sich junge Menschen im Freiwilligen Ökologischen Jahr, das ist eine Freude zu sehen", erklärte Umweltminister Hans-Heinrich Sander heute (Freitag) in Hannover. "Auch jetzt haben wieder 175 Jugendliche die Chance, etwas zum Nutzen der Umwelt zu tun." Sander hob hervor, dass das FÖJ inzwischen nicht nur für naturinteressierte Jugendliche ein erlebnisreiches Jahr mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten bietet.

Das Spektrum der Einsatzmöglichkeiten beim FÖJ ist breit, denn die 175 Plätze werden von der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz in insgesamt 160 Einsatzstellen in ganz Niedersachsen vermittelt. Ob handwerkliche oder pädagogische Arbeit, Tätigkeiten in der freien Natur oder im Büro: Es steht eine Vielzahl von Einsatzstellen wie Werkstätten, Vereine, Umweltzentren oder Jugendwaldheime zur Auswahl. Die Liste der Einsatzstellen und viele weitere Informationen zum FÖJ sind auf der Website der Akademie unter www.nna.niedersachsen.de als Download verfügbar.

Finanziell getragen wird das Freiwillige Ökologische Jahr in Niedersachsen maßgeblich vom Land sowie von drei Umweltstiftungen: Neben den 80 Stellen aus Mitteln des Landes werden 30 Stellen von der Niedersächsischen Wattenmeer-Stiftung, 30 Einsatzplätze von der Niedersächsischen Umweltstiftung und 35 Stellen von der Niedersächsischen Lottostiftung (Bingo-Lotto) finanziert.

Das Freiwillige Ökologische Jahr beginnt am 1. September 2007. Bewerbungsschluss der ersten Bewerbungsphase ist der 15. März diesen Jahres. Spätere Bewerbungen können nur dann berücksichtigt werden, wenn noch Plätze unbesetzt sind. Teilnehmen können junge Leute zwischen 16 und 26 Jahren.

Während des FÖJ erhalten die Teilnehmenden ein monatliches Taschengeld von 155 Euro. Außerdem werden Beiträge für die Kranken-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung gezahlt. Viele der Einsatzstellen stellen auch Unterkunft und Verpflegung kostenfrei zur Verfügung.

Informationen und Bewerbungsunterlagen gibt es bei der NNA, Außenstelle Hildesheim, Am Flugplatz 16, 31137 Hildesheim, Telefon: 05121/ 509-763 oder auf der Website der Akademie unter www.nna.niedersachsen.de.

Quelle im Internet: www.umwelt.niedersachsen.de


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Weitere Themen: 05, 06, 07, 08, 09, 10, 11, 12

Sie haben eine Frage zum Thema "Erhaltung Reetdächern und Reetdachhäusern"? Sie würden gern mehr über eine Bewerbung für Freiwilliges Ökologisches Jahr erfahren? Über einige Themen können wir auch nur berichten, doch einige Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie unter dem Stichpunkt Glossar und einige weiterführende Erläuterungen unter Brennpunkte I und II. An der Erweiterung dieser Stichpunkte und Rubriken arbeiten wir.