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Umwelt- und Naturschutz bei Schnee und Frost im Winter


Schnee und Frost

NABU gibt Tipps zur Winterhilfe für Vögel

25.01.2007 - Anlässlich des Schneefalls und der Frosttemperaturen gibt der Naturschutzbund NABU jetzt Tipps, wie man den heimischen Vögel helfen kann: Für die Vogelfütterung empfiehlt der NABU Futtersilos. Außerdem bittet der NABU die Bevölkerung, schon jetzt Nistkästen aufzuhängen. Diese dienen Vögeln nicht nur im Frühjahr als Bruthilfe, sondern auch als schützender Unterschlupf im Winter.

"Schnee und Frost erschweren die Nahrungssuche für die Vögel", sagt Bernd Quellmalz, Sprecher des NABU Hamburg. "Mit einem Futtersilo auf dem Balkon oder im Garten kann jetzt jeder den Vögeln zusätzlich Nahrung zur Verfügung stellen." Im Futtersilo sei das Futter vor Nässe und Witterungseinflüssen geschützt. Außerdem wird im Silo im Gegensatz zu den offenen Futterhäuschen die Verunreinigung durch Vogelkot verhindert. Mit speziellem Vogelfutter für wildlebende, Körner fressende Gartenvögel können gezielt Buchfink, Dompfaff und Spatz an das Silo gelockt werden. Weichfutterfressern, wie Amsel, Rotkehlchen oder Heckenbraunelle kann man eine Zeit lang mit Obststücken, Rosinen oder getrockneten Wildbeeren die harte Zeit erleichtern. Für Meisen schließlich sind die bekannten Meisenknödel oder -ringe sowie Drahtbehälter mit Erdnüssen das richtige Angebot. "Übrigens begeistern Vögel an der Futterstelle Kinder und Erwachsene gleichermaßen", betont der Naturschützer. Das Füttern der Vögel sollte sich allerdings unbedingt auf die kalte Jahreszeit beschränken, da die Vögel im Frühjahr statt Körner, Weichfutter usw. unbedingt Insekten und Würmer für die Jungenaufzucht benötigen."Ganz wichtig ist, dass sich die Vogelfütterung auf unsere Singvögel beschränkt", betont Quellmalz. "Auf keinen Fall sollten Wasservögel wie Enten und Gänse gefüttert werden. Futter wie beispielsweise altes, zum Teil verschimmeltes Brot macht die Tiere krank und führt zu Unterernährung. Einmal ins Wasser geworfen, sinkt darüber hinaus überschüssiges Brot auf den Gewässergrund und verunreinigt das Gewässer."

Ferner appelliert der NABU an die Bevölkerung, schon jetzt Nistkästen aufzuhängen. Denn nicht nur Vögel, sondern auch Insekten und kleine Säugetiere nutzen sie in eiskalten Nächten als wärmende Schlafplätze. "Manchem Vogel kann die Nisthilfe im Winter sogar das Leben retten. Vögel verlieren im Winter viel Gewicht und sind daher oft geschwächt. Eine kalte Nacht kann ihnen da zum Verhängnis werden?, erklärt der gelernte Biologe. Ob Meisen, Rotschwänze und Stare oder auch Eichhörnchen und Schmetterlinge - manchmal schätzen selbst die wetterbeständigsten Outdoor-Profis eine warme Schlafstube. Vögel könnten sich darüber hinaus bereits jetzt mit ihrem möglichen Nistplatz für die Brutzeit vertraut machen.

Weitergehende Tipps und Informationen sind im NABU-Infozentrum, Osterstraße 58, 20259 Hamburg-Eimsbüttel (Öffnungszeiten: Mo bis Do 14 bis 17 Uhr) erhältlich. Dort ist auch die Broschüre "Bauplansammlung für Nistkästen und Wohnhöhlen für Vögel, Insekten und Kleinsäuger" erhältlich. Sie kann aber auch gegen Einsendung von acht Briefmarken à 55 Cent an den NABU Hamburg (selbe Adresse) angefordert werden.

Infos auch unter www.NABU-Hamburg.de

------- Mehr zum Thema Umwelt und Natur im Winter 2007 -------
 

Streusalz wieder salonfähig?

Kein Tausalz für den Privatgebrauch - der Umwelt zuliebe

25.01.2007 - Mit dem Wintereinbruch werden wieder die Hausbesitzer in die Pflicht genommen, denn sie sind für die Verkehrssicherheit auf ihrem Gelände und den dazugehörenden Gehwegen verantwortlich. Der einfache Einsatz von Streusalz ist verlockend, vor allem da es zu Schnäppchenpreisen angeboten wird. Doch die Anwendung des Taumittels ist auf Berlinern Straßen wegen der schädigenden Auswirkungen auf die Straßenbäume verboten.


Kein Streusalz auf Berliner Straßen

Deshalb appelliert der NABU Berlin an alle Bürgerinnen und Bürger, generell auf den Einsatz von Streusalz zu verzichten. Stattdessen sollte man auf Sand oder Granulat zurückgreifen. Fragen Sie im Handel gezielt nach Streumittel mit dem "Blauen Engel". Denn dieses Umweltzeichen darf nur Artikeln verliehen werden, die frei von umweltschädlichen Stoffen sind. In Berlin ist die Anwendung von Tausalzen auf öffentlichen Flächen auf wenige Abschnitte bzw. wichtige Fahrbahnen beschränkt, um die negativen Auswirkungen auf Pflanzen, Boden und Grundwasser so gering wie möglich zu halten.


Auswirkungen auf Straßenbäume

Gerade Stadtbäume sind ohnehin vielen Stressfaktoren ausgesetzt. Hundehinterlassenschaften, Abgase, Bodenverdichtungen und -verschmutzungen, Baumaßnahmen und nicht zuletzt Streusalze erschweren den Bäumen das Leben. Besonders empfindlich reagieren Eiche, Ahorn, Linde oder Kastanie auf das Salz, das über die Wurzeln aufgenommen wird. Gleichzeitig wird durch die Salze der Boden verschlämmt und verdichtet, was eine Verringerung seiner Durchlüftbarkeit und Wasseraufnahmekapazität zur Folge hat. Sichtbare Schäden finden wir dann erst im darauffolgenden Sommer: Braune Blatträndern, verspäteter Laubaustrieb, kleinere Blätter oder sogar kahle Äste zeigen deutlich die Salzschädigung. Außerdem wird der Baum anfällig für Pilz- und Bakterienkrankheiten und kann sogar völlig absterben.


Schädlich für Mensch und Tier

Aber auch für den Menschen ist der sorglose Umgang mit Streusalz nicht unbedenklich. Mit dem Schmelzwasser gelangen die Salze ins Grundwasser, was wiederum zu einem Problem für die Trinkwasseraufbereitung wird. Auch Haustiere wie Hunde und Katzen werden von Streusalz geschädigt, indem es an empfindlichen Stellen der Pfoten Entzündungen hervorruft. Nicht zuletzt verursachen die Auftausalze Korrosionsschäden an den Kraftfahrzeugen. Übrigens: Selbst im schneereichen Finnland oder Österreich kommt der Winterdienst ohne Streusalz aus. Man hat festgestellt, dass dort viel witterungsangepasster und umsichtiger gefahren wird.

Quelle und weitere Informationen unter: berlin.nabu.de


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Weitere Themen: 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82

Sie haben eine Frage zum Thema "Umweltschutz und Naturschutz im Winter bei Schnee und Frost" oder zum Thema "Einsatz von Streusalz"? Sie würden gern mehr über die schädlichen Auswirkungen von Streusalz im Winter bei Schnnee und Eis erfahren? Über einige Themen können wir auch nur berichten, doch einige Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie unter dem Stichpunkt Glossar und einige weiterführende Erläuterungen unter Brennpunkte I und II. An der Erweiterung dieser Stichpunkte und Rubriken arbeiten wir.