Drei Wettbewerbssieger in Osnabrück ausgezeichnet
Sozialministerin Ross-Luttmann: Familienfreundlichkeit soll Markenzeichen niedersächsischer Unternehmen sein
Osnabrück, 09.01.2007 - Familienfreundlichkeit entwickelt sich immer mehr zu einem Markenzeichen
niedersächsischer Unternehmen. Darauf hat Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann am Dienstag bei der Preisverleihung des
Wettbewerbs "Familienfreundlicher Betrieb" in Osnabrück hingewiesen.
"Die Betriebe haben inzwischen erkannt, dass eine familienbewusste Personalpolitik zunehmend zu einem Wettbewerbsvorteil
für Unternehmen wird. Sie macht sich betriebswirtschaftlich bezahlt, weil sie aufgrund größerer Arbeitszufriedenheit,
geringerer Fluktuation und Fehlzeiten mehr einspart als sie kostet", sagte Ross-Luttmann. Unternehmen, die dem Wunsch von
Frauen und auch immer mehr Männern Rechnung tragen, Beruf und Familie besser in Einklang zu bringen, seien für qualifizierte
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer attraktive Arbeitgeber. Vor dem Hintergrund eines prognostizierten Rückgangs der
Erwerbstätigen um 33 Prozent bis zum Jahr 2040 und des heute schon spürbaren Fachkräftemangels werde es für Unternehmen
immer wichtiger, das Know-how und die Erfahrung insbesondere der großen Zahl gut ausgebildeter Frauen im Betrieb zu halten,
betonte Ross-Luttmann.
Die Sozialministerin appellierte an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Betriebe, sich für eine familienfreundliche
Unternehmenskultur mit verantwortlich zu fühlen. "Familienfreundlichkeit muss im Alltag gelebt werden. Ein junger Vater,
der Elternzeit nehmen will, sollte deshalb nicht schräg angeguckt, sondern dazu ermuntert werden. Ebenso wie die kurzfristige
Vertretung der Kollegin oder des Kollegen wegen Erkrankung eines Kindes nicht als notwendiges Übel angesehen werden darf",
unterstrich die Sozialministerin.
An dem vom Landkreis Osnabrück gemeinsam mit der Neuen Osnabrücker Zeitung im Jahr 2006 ausgerufenen Wettbewerb
"Familienfreundlicher Betrieb" beteiligten sich insgesamt elf Betriebe aus dem Kreisgebiet. In der Kategorie bis 10
Beschäftigte wurde von der Jury, der auch Sozialministerin Ross-Luttmann angehörte, die Firma Landhandel Brune aus
Bohmte-Hunteburg, in der Kategorie bis 100 Beschäftigte das Aktivita Gesundheitszentrum aus Bad Essen und in der Kategorie
über 100 Beschäftigte das Gesundheitszentrum Sanicare aus Bad Laer als Sieger ausgewählt und ausgezeichnet.
"Die eingereichten Wettbewerbsbeiträge und die zu Siegern bestimmten Betriebe zeigen, dass es zum Beispiel bei der
betrieblichen Kinderbetreuung oft gar nicht auf teure Einzelprojekte, sondern vielmehr auf gute Ideen und Kreativität der
Verantwortlichen ankommt", erklärte Ministerin Ross-Luttmann.
Die Landesregierung unterstützt mit einem Bündel von Fördermaßnahmen die Anstrengungen niedersächsischer Betriebe und der
Kommunen, Lösungen für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu entwickeln und anzubieten. "Dazu gehört
insbesondere das mit insgesamt 100 Millionen Euro ausgestatte Programm "Familie mit Zukunft", mit dem wir in den
Kommunen im Bereich der Kindertagespflege neue und verbesserte Angebote für die unter Dreijährigen fördern", erläuterte
Ross-Luttmann. Außerdem unterstützen 15 vom Land geförderte Koordinierungsstellen zur beruflichen und betrieblichen
Förderung von Frauen über 750 kleine und mittlere Unternehmen in Niedersachsen bei der Umsetzung familienorientierter
Maßnahmen, helfen Frauen bei der Wiedereingliederung in den Beruf und organisieren gemeinsam mit Betrieben Qualifizierungen und
Weiterbildungsmaßnahmen für Frauen.
Auch im frauenspezifischen Programm FIFA steht "Familienfreundlichkeit" im Vordergrund. Mit dem Projekt Audit
berufundfamilie wird die professionelle Beratung und Begleitung von Unternehmen, die ihren Betrieb familienfreundlich
umstrukturieren wollen, mit dem Ziel der Auditierung mit dem europaweit anerkannten Zertifikat der gemeinnützigen
Hertie-Stiftung gefördert. Ein weiterer Baustein der Aktivitäten des Landes ist die Initiative Balance-Familie-Beruf, die in
Zusammenarbeit mit den kommunalen Gleichstellungsbeauftragten für familienfreundliche Rahmenbedingungen und Entscheidungen in
den Kommunen wirbt. Daneben werden 47 in Niedersachsen aufgrund einer Bundesinitiative gegründeten lokalen Bündnisse für
Familien unterstützt.
Quelle im Internet und weitere Informationen: www.ms.niedersachsen.de
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