Terra Human - Magazin und Portal
Home
Umwelt & Natur
Kunst & Kultur
Soziales
Wissenschaft
Photographie
Navigation
Impressum

Wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Brasilien


DFG baut wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Brasilien aus

Vertrauenswissenschaftler unterstützen bei Beratung
und Kooperationsinitiativen

22. November 2006 - Brasilien hat in den vergangenen Jahren durch systematische Förderung in vielen Forschungsbereichen Höchstleistungen erzielt und sich zu einem interessanten Kooperationspartner für die deutsche Wissenschaft entwickelt. Mit der Etablierung von Vertrauenswissenschaftlern und der Ausweitung von Kooperationsabkommen stellt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) jetzt die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Brasilien auf eine breitere Basis.

Die beiden Anfang November 2006 ernannten DFG-Vertrauenswissenschaftler - Dr. Helmut Galle (Universität São Paulo) und Dr. Carlos de Aurajo (Universität Fortaleza) - vertreten die DFG an zwei wichtigen Wissenschafts- und Wirtschaftszentren Brasiliens und sind Ansprechpartner für brasilianische und deutsche Partner der DFG. Ihre Aufgabe ist es, in Brasilien Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Universitäten und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen über die DFG und ihre Förderprogramme sowie über die deutsche Forschungslandschaft zu informieren, Kooperationskontakte zwischen Wissenschaftlern und Forschungsorganisationen aus beiden Ländern zu initiieren und den Austausch von Wissenschaftlern in beide Richtungen zu unterstützen. Darüber hinaus werden sie die DFG über kooperationsrelevante forschungspolitische Entwicklungen in Brasilien unterrichten. Die DFG folgt mit der Ernennung der beiden Vertrauenswissenschaftler ihrem Ziel, die internationale Zusammenarbeit gerade mit solchen Ländern zu intensivieren, die eine besonders gute Substanz für die Entwicklung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zeigen.

Die Kooperationen zwischen deutschen und brasilianischen Universitäten verstärken sich in jüngster Zeit besonders im Bereich der Ingenieurwissenschaften. Vom 26. bis 30. November 2006 tagt in Florianopolis ein gemeinsam von der DFG, der brasilianischen Forschungs- und Projektfinanzierungsgesellschaft FINEP sowie der Koordinierungsstelle für die Fortbildung des Hochschulnachwuchses in Brasilien (CAPES) unterstützter "Workshop zur strategischen Planung der kooperativen Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Produktionstechnik zwischen Brasilien und Deutschland".

Die langjährige Zusammenarbeit der DFG mit brasilianischen Partnerorganisationen hat bereits etliche gemeinsame Forschungsprojekte ermöglicht. So etwa die seit 2004 bestehende deutsch-brasilianische Forschergruppe "Effektivität des Rechtsschutzes". Sie wird in den kommenden Jahren unter der Beteiligung von Wissenschaftlern weiterer lateinamerikanischer und europäischer Länder einen Musterkodex für den gerichtlichen Verwaltungsrechtsschutz erarbeiten. Dem Wissenstransfer in die Praxis und der Beförderung einer Reformdiskussion dient auch die wissenschaftliche Begleitung eines Fachprogramms für etwa 30 brasilianische Bundesrichter in Deutschland. Ein anderes Projekt, an dem gemeinsam Forscherinnen und Forscher der Technischen Universität München und der Universität in Porto Alegre arbeiten, rekonstruiert die Vegetationsgeschichte der Araukarienwald-Grasland-Regionen Südbrasiliens. Eine Forschungsfrage ist, ob alle mosaikartig in die Wälder eingestreuten Grasländer durch Rodung entstanden sind oder ob einige von ihnen als natürliche Relikte aus einer früheren Zeit überlebt haben.

Quelle im Internet: Deutsche Forschungsgemeinschaft - www.dfg.de

------- Eine weitere Mitteilung zum Thema Kooperationen 2006 -------
 

Kooperationsvereinbarung zwischen TUD und ifo Institut

TUD und ifo Institut für Wirtschaftsforschung unterzeichnen
Kooperationsvertrag

29.11.2006 - Mit dem Ziel, die empirische Wirtschaftsforschung zu stärken und weiterzuentwickeln, haben am 29. November 2006 in Anwesenheit des Sächsischen Ministerpräsidenten, Professor Georg Milbradt, der Rektor der TUD, Professor Hermann Kokenge, und der Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung e.V., Professor Hans-Werner Sinn, einen Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Mit diesem Kooperationsvertrag, der die Zusammenarbeit für die kommenden Jahre besiegelt, zeigt die TUD einmal mehr ihr Streben nach praxisnaher Forschung und Lehre.
Ministerpräsident Professor Georg Milbradt betonte in seinem Grußwort: "Ich freue mich, dass wir die erprobte Zusammenarbeit der TU Dresden mit dem ifo Institut für Wirtschaftsforschung auf eine feste vertragliche Grundlage stellen können. Mit dem Institut gewinnt die Hochschule einen kompetenten und bundesweit anerkannten Forschungspartner. Die Vernetzung unseres wissenschaftlichen Nachwuchses an der Universität mit dem reichen Erfahrungsschatz des ifo Instituts wird neue geistige Freiräume im Bereich der empirischen Wirtschaftsforschung eröffnen. Das hier generierte Wissen ist der Treibstoff für die weitere Entwicklung Sachsens. Davon profitieren unser Land wie auch unsere Partner aus der Wirtschaft, die sich hier niederlassen. Sachsen sichert sich seinen Spitzenplatz im Bereich der Spitzenforschung."

Geplant sind im Rahmen der Kooperation gemeinsame Forschungsprojekte sowie eine enge Zusammenarbeit zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Unter anderem werden die TUD und das ifo Institut gemeinsame Studien zum demographischen Wandel und zur Entwicklung des Arbeitsmarktes erstellen.

Milbradt erklärte, er erwarte von der Kooperation weitere wichtige Impulse für den Umgang mit dem demographischen Wandel. Der Leiter des ifo Instituts, Professor Marcel Thum, war Vorsitzender der vom Ministerpräsidenten einberufenen Expertenkommission Demographischer Wandel, deren Bericht beim 2. Sächsischen Demographiegipfel am 8. November in Dresden vorgestellt worden war.

Der Rektor der TUD, Professor Hermann Kokenge, verwies darauf, dass mit diesem Kooperationsvertrag der Grundstein für die weitere, hoffentlich noch engere Zusammenarbeit der beiden Einrichtungen gelegt wird: "Wir wollen die Zusammenarbeit im Bereich der Forschung und Politikberatung auch deshalb intensivieren, um das gesamte Spektrum des am Standort Dresden vorhandenen Know-hows bestmöglich zu nutzen."

Gerade auch für Studenten und Nachwuchswissenschaftler ergeben sich aus dieser Kooperation hervorragende Chancen, an praxisrelevanten Themen zu arbeiten. Beispielsweise sollen Promotionen an der TUD mit der Mitarbeit an Projekten des ifo Instituts zur empirischen Wirtschaftsforschung verknüpft werden. Damit unterstützt diese Zusammenarbeit nach Worten von Professor Alexander Karmann, Dekan der Fakultät Wirtschaftswissenschaften der TUD, das Anliegen, in Forschung und Lehre Brücken zwischen Theorie und Praxis zu schlagen: "Die Kooperation mit dem ifo Institut bietet hervorragende Chancen, Theorie und Praxis in den Wirtschaftswissenschaften zu verknüpfen. Dies wird gerade bei der Ausbildung in den Masterstudiengängen von erheblicher Bedeutung sein. Einige unserer Studenten lernen als Praktikanten am ifo Institut frühzeitig die Praxis der Wirtschaftsforschung kennen. In der Politikberatung ergänzen sich die Kompetenzen am ifo Institut und an der Fakultät Wirtschaftswissenschaften."

Die enge Zusammenarbeit des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung e.V. mit der TUD geht wesentlich auf das Engagement des Wirtschaftswissenschaftlers Professor Marcel Thum zurück, der sowohl Inhaber der Professur für Volkswirtschaftslehre, insb. Finanzwissenschaft an der TUD als auch Geschäftsführer der Dresdner Niederlassung des ifo Instituts ist.

Quelle im Internet: TU Dresden - tu-dresden.de


--------------------------------------------------------

Weitere Themen: 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91

Sie haben eine Frage zum Thema "Wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Brasilien"? Sie würden gern mehr über die Araukarienwald-Grasland-Regionen Südbrasiliens erfahren? Über einige Themen können wir auch nur berichten, doch einige Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie unter dem Stichpunkt Glossar und einige weiterführende Erläuterungen unter Brennpunkte I und II. An der Erweiterung dieser Stichpunkte und Rubriken arbeiten wir.