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Farbige Collagen von Experimenten und Skizzen


fraunhofer-zyklus 2006

Kunst im Fraunhofer-Haus - »Farbspiele«

13.11.2006 - Antje Siebrecht nutzt Material aus dem Nachlass von Joseph von Fraunhofer. Von den Experimenten und Versuchen, Berechnungen, Skizzen und Aufzeichnungen inspiriert, entstand eine Serie von farbigen Collagen, der »fraunhofer-zyklus 2006«. Am 20. November 2006 eröffnet Prof. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, die Ausstellung.

Die Spurensuche führte Antje Siebrecht unter anderem in das Archiv des Deutschen Museums in München. Eine Zeichnung Fraunhofers, das Sonnenspektrum, war erste Inspiration für die farbigen Collagen. Briefe, Berechnungen und Skizzen sowie Versuche Fraunhofers bilden eine weitere Basis für die Arbeiten. Wie zum Beispiel ein Experiment von Fraunhofer, bei dem ein Lichtstrahl zunächst durch einen schmalen Spalt und dann durch ein Prisma geschickt wird, das ihn in seine Spektralfarben zerlegt. Ein Farbband, das hunderte feiner dunkler Linien aufweist, entsteht. Diese Beobachtungen verarbeitet Antje Siebrecht in ihren Collagen. Sie wollte alte Spuren wieder durch ihre und die dazugehörigen Spektralfarben lebendig werden lassen. »Die Spektralfarben von Fraunhofer haben mir meinen Schaffensweg gezeigt. Mit Hilfe meiner Nachforschungen in der Natur hat sich die Farbigkeit in meinen Bildern erweitert und bereichert«, kommentiert Antje Siebrecht.

Antje Siebert, geboren 1958, studierte in Hamburg und London, wo sie mehrere Jahre als freischaffende Künstlerin arbeitete. Seit 1996 lebt und arbeitet sie in Kassel. Sie erhielt mehrere Auszeichnungen und Stipendien von internationalen Einrichtungen. Ihre Papierarbeiten und Reisebilder präsentierte sie im Goethe-Institut in Damaskus sowie in verschiedenen Ausstellungen und Galerien in Deutschland. Für die Reihe Kunst im Fraunhofer-Haus entwickelte sie den »fraunhofer-zyklus 2006«, der ein Teil der Ausstellung »Farbspiele« ist.
Sie sind herzlich eingeladen zur Vernissage im Fraunhofer-Haus am 20. November 2006 um 18.00 Uhr.
Dauer der Ausstellung: 20. November 2006 bis 3. Februar 2007
Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. 9.00 - 18.00 Uhr

Quelle im Internet und weitere Informationen unter: www.fraunhofer.de

------- Weitere Meldungen aus dem Bereich Kunst und Kultur 2006 -------
 

Kooperationsvereinbarung zwischen Dresden und St. Petersburg

Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und der Staatlichen Eremitage St. Petersburg am 11. Oktober 2006

09. Oktober 2006 - Russische Sammlungen sind traditionsgemäß ein wichtiger Partner der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, wobei die Kontakte in den letzten Jahren deutlich intensiviert werden konnten: Bereits 2004 fand in Kooperation mit der Staatlichen Eremitage die Ausstellung "Meißen für die Zaren - Porzellan als Mittel sächsisch-russischer Politik im 18. Jahrhundert" statt. Im Sommer dieses Jahres waren im Moskauer Kreml ausgewählte Juwelen des Grünen Gewölbes zu Gast. Ebenfalls in Moskau eröffnet in wenigen Tagen eine Studioausstellung im Puschkin-Museum, in deren Mittelpunkt der unlängst restaurierte Heilige Sebastian Antonello da Messinas aus der Dresdener Gemäldegalerie Alte Meister steht. Die 2005 vereinbarte gemeinsame Herausgabe des Briefwechsels zwischen dem Gründer des Puschkin-Museums, Iwan Zwetajew, und dem damaligen Direktor der Dresdner Skulpturensammlung, Georg Treu, steht kurz vor ihrem Abschluss.

Als weiterer wichtiger Schritt zur Vertiefung des wissenschaftlichen Austauschs zwischen Dresden und Russland unterzeichnen am 11. Oktober 2006 der Direktor der Staatlichen Eremitage, Prof. Dr. Michail Piotrowskij, und der Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Prof. Dr. Martin Roth, eine Kooperationsvereinbarung, die die gemeinsame Erforschung von vier kunst- und kulturhistorisch bedeutsamen Themen zum Ziel hat. Im Mittelpunkt des Interesses stehen:

 
Die vier Themen werden gemeinsam von deutschen und russischen Wissenschaftlern der Staatlichen Eremitage und der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden im Rahmen des Forschungskollegs "Kunsttransfer - Die deutsch-russischen Kulturbeziehungen seit dem 17. Jahrhundert" bearbeitet, das von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden initiiert und vom J. Paul Getty Trust finanziell ermöglicht wurde.

Es ist ein schönes Zeichen, dass die Kooperationsvereinbarung unmittelbar im Anschluss an den diesjährigen Petersburger Dialog unterzeichnet wird, der am 9. und 10. Oktober in Dresden tagt. Die hochkarätigen Teilnehmer dieses deutsch-russischen Gesprächsforums werden der Frage nachgehen, wie sich die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern auf den verschiedensten gesellschaftlichen Gebieten weiter vertiefen lässt. Zumindest auf kulturellem Gebiet versuchen die Staatliche Eremitage und die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ihren Teil dazu beizutragen.

Quelle im Internet und weitere Informationen unter: www.skd-dresden.de


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Weitere Themen: 60, 61, 62, 63, 64, 65, 66, 67

Hinweise zu weiteren Ausstellungen:

» Seitenlicht - Brauchtum in Fotografien (bis 5. Januar 2007)
» en face (2) Erich Hauser (bis 17. Dezember 2006)
» Ausstellung von Rebecca Horn (bis 15. Januar 2007)
» Peintures / Malerei (bis 12. November 2006)
» Walter Benjamins Archive - Bilder, Texte und Zeichen (bis 19. November 2006)
» Ausstellung zu Sensationsfunden (06. Juli 2007 - 01. Oktober 2007 )

Sie haben eine Frage zum Thema "Farbige Collagen von Skizzen und Aufzeichnungen" oder zum Thema "Kooperationsvereinbarung zwischen den Kunstsammlungen Dresden und der Eremitage St. Petersburg"? Sie möchten mehr über Spektralfarben erfahren? Über einige Themen können wir auch nur berichten, doch einige Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie unter dem Stichpunkt Glossar und einige weiterführende Erläuterungen unter Brennpunkte I und II. An der Erweiterung dieser Stichpunkte und Rubriken arbeiten wir.