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Ausstellung - Königsgräber der Skythen


Im Zeichen des Goldenen Greifen

Ausstellung zu den Sensationsfunden: Im Zeichen des Goldenen Greifen, die Königsgräber der Skythen

Berlin, Ausstellung im Martin-Gropius-Bau: 6. Juli 2007 - 1. Oktober 2007

München, Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung: 26. Oktober 2007 - 27. Januar 2008
Hamburg, Museum für Kunst und Gewerbe: 15.Februar 2008 - 25. Mai 2008

Eine Ausstellung des Deutschen Archäologischen Instituts und des
Museums für Vor- und Frühgeschichte,
Staatliche Museen zu Berlin,
Stiftung Preußischer Kulturbesitz
in Zusammenarbeit mit dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg und der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung München


04.10.2006 - Die Skythen und die mit ihnen verwandten nomadischen Völker prägten vom 8. bis 3. vorchristlichen Jahrhundert die Geschichte des eurasischen Steppenraums.
In der Ausstellung "Im Zeichen des Goldenen Greifen. Königsgräber der Skythen" wird weltweit erstmals in derartig umfassender Weise die Geschichte und Kultur dieser Reitervölker präsentiert, von ihren Ursprungsgebieten entlang des Jenissei bis an die Tore Mitteleuropas. Damit werden die bereits lange vor der Nutzung der Seidenstraße bestehenden Fernbeziehungen zwischen Asien und Europa deutlich.
Im Mittelpunkt der Schau stehen die bedeutendsten Fürstengräber der einzelnen Regionen mit ihren prachtvollen Ausstattungen sowie die großartigen Neuentdeckungen der letzten Jahre.

Archäologischer Sensationsfund

Der griechische Geschichtsschreiber Herodot berichtet in seinen Historien über das im Süden Sibiriens zu lokalisierende Land der "goldhütenden Greifen". In dieser Region führten in den Jahren 2000-2003 das Deutsche Archäologische Institut Berlin und die Staatliche Eremitage St. Petersburg gemeinsam Ausgrabungen durch. In Arzan, nahe der russisch-mongolischen Grenze, wurde im "Tal der Könige" ein Grabhügel untersucht, dessen Inhalt mit Tausenden Goldgegenständen eine der größten archäologischen Sensationen der letzten Jahre ist - In seiner Bedeutung kommt er durchaus dem Grab des Tutenchamun nahe.

Mumien aus dem Eis

In den Höhen des Altaigebirges gab der Dauerfrostboden weitere spektakuläre Funde frei: Allem voran sind es die tätowierten Mumien, die ihre Faszination auf den Besucher ausüben. Weltweites Aufsehen erregten auch die hervorragend erhaltene Kleidung, der prachtvoll verzierte Pferdeschmuck und andere Gegenstände aus Holz, Textil und Leder. Noch nie vorher war es möglich, diese Gegenstände aus vergänglichen Materialien so umfassend öffentlich zu zeigen.

Königsgräber der Skythen

Mächtige Grabhügel - Kurgane - prägen die eurasische Steppenlandschaft. In ihnen wurden Könige und Fürsten mit einem beeindruckenden Zeremoniell und prunkvollen Gegenständen aus Gold bestattet. Die wichtigsten dieser Grabkomplexe können in der Ausstellung präsentiert werden, vom "Goldenen Mann von Issyk" in Kasachstan, einem Angehörigen der sakischen Kultur, über die sauromatischen Funde am südlichen Ural bis zu den prachtvollen Objekten aus den Kurganen östlich und nördlich des Schwarzen Meeres. Am Schluss der Ausstellung stehen Gegenstände aus Mittel- und Südosteuropa. Sie zeigen eindrücklich die Vielfalt der Verbindungen zwischen Europa und Asien, die bereits um die Mitte des 1. Jahrtausends v. Chr. im Rahmen eines ausgedehnten eurasischen Kulturkomplexes bestanden.

Im Brennpunkt der Wissenschaft

In den Fokus der Ausstellung rücken neben den archäologischen Hinterlassenschaften der Skythen auch die Ergebnisse der modernen Ausgrabungstechnik, der naturwissenschaftlichen und anthropologischen Untersuchungen. Sie liefern zunehmend sensationelle Erkenntnisse über die faszinierende Grabarchitektur, die Umweltbedingungen in den Steppenregionen, die Ernährung, Verwandtschafts- beziehungen oder Krankheiten der Skythen.

Katalog

Zur Ausstellung erscheint ein reich bebildertes Begleitbuch. Auf ca. 320 Seiten werden die Beiträge namhafter Wissenschaftler aus allen beteiligten Ländern und hochwertige Fotos und Illustrationen das Thema der Ausstellung vertiefen. Damit wird der Katalog auf Jahre hinaus ein unerlässliches Standardwerk für Fachwelt und Öffentlichkeit.

Quelle im Internet: Deutsches Archäologisches Institut - www.dainst.org


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Verwandtes Thema: Sensationsfund - 2500 Jahre alte Skythenmumie

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Weitere Themen: 05, 06, 07, 08, 09, 10, 11, 12

Hinweise zu weiteren Ausstellungen im Martin-Gropius-Bau:

» Ausstellung von Rebecca Horn (05. Oktober 2006 bis 15. Januar 2007)
» Peintures / Malerei (23. September 2006 bis 12. November 2006)

Sie haben einige Fragen zum Thema "Königsgräber der Skythen"? Nun, tiefgreifende Informationen kann Ihnen sicherlich nur eine fachkundige Stelle, wie das Deutsche Archäologische Institut bzw. dessen Mitarbeiter liefern. Einige Antworten auf häufig gestellte Fragen aus dem großen Bereich Wissenschaft und Forschung finden Sie jedoch auch unter dem Stichpunkt Glossar, welches stetig erweitert wird.