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Fairer Handel und Clever kaufen


Fünfte bundesweite Aktionswoche zum Fairen Handel

Fairness verbindet Menschen bundesweit - Erneut Teilnahmerekord bei Fairer Woche 2006

Mainz, 30. September 2006 - Das Forum Fairer Handel, Veranstalter der fünften bundesweiten Aktionswoche zum Fairen Handel, zieht eine positive Bilanz der diesjährigen Fairen Woche, die unter dem Motto "Fairness verbindet" stand. In den vergangenen Tagen fanden mehr als 1.100 Veranstaltungen rund um den Fairen Handel in Deutschland statt - angefangen bei der Rekordzahl von 265 Verkostungsaktionen in Supermärkten, zahlreichen Festakten, Messeauftritten, Pressekonferenzen, fairen Frühstücken und Mango-Partys. "Mich freut besonders, dass es uns in diesem Jahr gelungen ist, viele Jugendliche anzusprechen und zum Mitmachen zu gewinnen", so Christoph Albuschkat, Koordinator der Fairen Woche.

Höhepunkte der Fairen Woche 2006

Eine gelungene Veranstaltung im Amos Comenius Gymnasium in Bonn mit Dr. Volker Kregel, (Beigeordneter der Stadt Bonn) und Reginaldo Vicentim (Orangenkooperative COAGROSOL, Brasilien) läutete am 18.09.2005 offiziell die Faire Woche ein. Passend zum diesjährigen Aufruf "Werde Botschafter des Fairen Handels", der sich vor allem an Jugendliche richtete, wurden hier die Schüler für den Fairen Handel aktiv. Auf dem Dach des Reichstages empfing die Schirmherrin der Fairen Woche Heidemarie Wieczorek-Zeul vier Kleinbauern aus Lateinamerika und informierte sich aus erster Hand über die positiven Effekte des Fairen Handels. Darüber hinaus unterstützten auch in diesem Jahr zahlreiche Prominente Faire Woche-Aktionen, so zum Beispiel die Tatort Kommissare Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär, die Popband Juli, der Fernsehkoch Johann Lafer und der Fußballprofi Detev Dammeier von Arminia Bielefeld. Messebesucher der Photokina konnten sich eine Woche lang bei fair gehandeltem Kaffee und Orangensaft über den Fairen Handel informieren, es gab Ausstellungen, eine Multi-Visionsshow, Theaterstücke, FairRad-Touren und vieles mehr zu erleben.

Sieben Produzentenvertreter aus Brasilien, Ecuador, Guatemala, Peru und den Philippinen besuchten zur Fairen Woche Deutschland. In bundesweit über 100 Veranstaltungen berichteten sie von der Herstellung ihrer Produkte, lernten die deutschen Verbraucher kennen und informierten dabei über die positiven Leistungen des Fairen Handels.
Auch 2007 soll die Faire Woche bundesweit wieder zahlreiche Aktionen rund um den Fairen Handel hervorbringen - dann mit dem viel versprechenden Schwerpunktthema Afrika.

Positiver Trend im Fairen Handel

2005 betrug der Umsatz mit fair gehandelten Produkten in Deutschland insgesamt knapp 121 Mio. Euro und damit etwa 22 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz mit Produkten, die das TransFair-Siegel tragen, erfuhr eine Steigerung von 25 Prozent zum Vorjahr und auch die großen Importeure des Fairen Handels konnten deutliche Umsatzzuwächse von durchschnittlich 17 Prozent verzeichnen. Alle Fair Handels-Importorganisationen zusammen verkauften 2005 Waren im Wert von schätzungsweise 85 Mio. EUR. Die meisten fair gehandelten Produkte werden über die ca. 800 Weltläden in Deutschland vertrieben, aber auch in 27.000 Supermärkten sowie in der Gastronomie nimmt die Bandbreite fair gehandelter Produkte stetig zu.

Die Faire Woche wurde finanziert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie Brot für die Welt, dem Evangelischen Entwicklungsdienst (eed) und dem bischöflichen Hilfswerk MISEREOR. Weitere Informationen zum Fairen Handel erhalten Sie auf der Homepage des Forum Fairer Handel unter www.forum-fairer-handel.de. Bilder von Veranstaltungen und Informationen zur Fairen Woche gibt es unter www.fairewoche.de.

Quelle im Internet und weitere Infos zum Thema
Fairer Handel unter: www.transfair.org

------- Mehr zum Thema Clever kaufen und Faier Handel -------
 

Clever kaufen ist die Devise

Paziorek: Clever kaufen ist die Devise
Bundesverbraucherministerium informiert über ECHT GERECHT

27.09.2006 - "Clever kaufen ist die Devise. Nachhaltig kaufen kann der, der gut informiert ist", so Dr. Peter Paziorek, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz heute in Berlin.

Zweistellige Umsatzsteigerungen bei Bioprodukten und der anhaltende Aufwärtstrend bei fair gehandelten Produkten belegten eindrucksvoll, dass viele Verbraucher bei ihrem täglichen Einkauf auch Wert auf soziale und ökologische Kriterien legen, so der Staatssekretär.

Damit noch mehr Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Konsumentscheidungen an den Kriterien der Nachhaltigkeit ausrichten können, benötigen sie Informationen und Orientierungshilfen. Hier setzt die Informationskampagne ECHT GERECHT. Clever kaufen an. Informierte Verbraucher kön­nen eher mit entscheiden, ob nachhaltig produzierte Erzeugnisse oder nachhaltig erbrachte Dienstleistungen am Markt eine Chance haben.

Heute dreht sich von 11:00 bis 18:00 Uhr auf dem Berliner Breitscheidplatz unter dem Motto "Gesund genießen - Fair einkaufen" alles um die Themen Ernährung und Le­bensmittel. Das Bundesverbraucherministerium bietet gemeinsam mit über 20 Organisationen und Initiativen ein abwechslungsreiches Informationsprogramm. Besucherinnen und Besucher können sich über Siegel und Kennzeichen im Lebensmittelbereich informieren, die Vielfalt regionaler und saisonaler Produkte kennen lernen, mehr über nachhaltige Erzeugung in der Landwirtschaft und den Fairen Handel erfahren oder Tipps zur gesunden Ernährung erhalten. Der ECHT GERECHT-Infobus präsentiert darüber hinaus eine interaktive Ausstellung zu allen Bereichen des nachhaltigen Konsums.

Die Informationskam­pagne ECHT GERECHT. Clever kaufen? knüpft an das Projekt "Nach­haltiger Warenkorb" des Rates für Nachhaltige Entwicklung an. Sie ist im Kontext der Nach­haltigkeitsstrategie der Bundesregierung zu sehen. Diese Strategie wurde vor vier Jahren an­lässlich des Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung 2002 in Johannesburg vorgelegt. Dessen Ergebnis war die Verabschiedung eines Zehnjahres-Rahmenprogramms, in dem die 108 teil­nehmenden Staaten aufgefordert wurden, konkrete Maßnahmen zur Förderung nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster zu entwickeln.

Weitere Informationen unter: www.echtgerecht.de

Quelle im Internet: www.bmelv.de


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Weitere Themen: 03, 04, 05, 06, 07, 08, 09, 10

Sie haben eine Frage zum Thema "Fairer Handel und clever kaufen" oder Sie möchten wissen, was bedeutet Handelsorganisationen und Handels-Importorganisationen, oder was ist ein Fairness? Einige Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie unter dem Stichpunkt Glossar und einige weiterführende Erläuterungen unter Brennpunkte I und II.