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Denkmalpflege und Hausforschung


Denkmalpfleger mit Verdienstorden geehrt

Denkmalpfleger Griep für langjähriges Engagement geehrt

Ordensaushändigung

Hannover/Goslar, 06.10.2006 - Der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Lutz Stratmann hat am (heutigen) Donnerstag das Verdienstkreuz 1. Klasse des Niedersächsischen Verdienstordens an Hans-Günther Griep ausgehändigt. "In einer beeindruckenden Lebensleistung von ungewöhnlicher Kontinuität hat Hans-Günther Griep bis heute unzählige Verdienste in der Heimatkunde und der Denkmalpflege in Niedersachsen erworben", so Kulturminister Stratmann.

Im Mittelpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit steht die Hausforschung in der Stadt und auf dem Land. Mit fast 350 Veröffentlichungen hat Griep einen maßgeblichen Beitrag zur denkmalpflegerischen Forschung geleistet.

Herausragend sind hierbei die Darstellungen über 'Das Bürgerhaus in Goslar?, eine gültige Monographie für die Hausforschung der Stadt Goslar, sowie über 'Das Bauernhaus im ostfälischen Sprachgebiet?. Der 83-jährige wurde bereits 1968 mit dem Verdienstkreuz am Bande des Landes Niedersachsen geehrt.

Unter anderem setzte sich Griep auch erfolgreich für die Erhaltung historischer Bausubstanz in seiner Heimatstadt Goslar ein.

Zudem wirkte er seit 1950 auch weit über Goslar hinaus im Arbeitskreis für Hausforschung mit und war bis vor wenigen Jahren als aktives Mitglied in der Fachgruppe Denkmalpflege und im Ältestenrat des Niedersächsischen Heimatbundes sowie als stellvertretender Vorsitzender in der Arbeitsgruppe Bautechnik der Arbeitsgemeinschaft Historische Fachwerkstädte tätig.

Darüber hinaus hat sich der Denkmalpfleger durch die Ausbildung von Stadtführern in Goslar verdient gemacht. "Mit seinem Engagement weckte Hans-Günther Griep bei vielen Menschen das Bewusstsein für die kulturelle Vielfalt des Landes und für die gegenwärtige Bedeutung kulturhistorischer Gegebenheiten", so Stratmann.

Quelle im Internet und weitere Informationen unter: www.mwk.niedersachsen.de

--- Mehr zum Thema Denkmalpflege, Hausforschung und Bauwerkserhaltung ---
 

Sanierungskalender 2006

Europäischen Sanierungskalenders 2006 - für Holz- und Bautenschutz in Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege

20.09.06 - Das Dahlberg-Institut e.V. und die Hochschule Wismar richten das jährlich stattfindende Dahlberg-Kolloquium für einen breiten Teilnehmerkreis aus Bauwirtschaft, Baustoffindustrie und Denkmalpflege aus. So spannten die Referenten den Bogen ihrer Diskussionsbeiträge von der Betrachtung der Grenzen des technischen Einflusses durch Injektionsmittel-, mechanische und andere Verfahren gegen aufsteigende Feuchte in Mauerwerken, über die Prüfung von Injektionsmittelabdichtungen unter Laborbedingungen bis zur Präsentation der Ergebnisse des mit Erfolg beendeten EU-Projektes "Erosion und Feuchtigkeit". Im Rahmen des Projektes wurde die ganze Reihe Untersuchungen am Thormann Speicher Wismar durchgeführt. Die Ergebnisse der Untersuchungen weisen die Reduzierungen des gesamten Durchfeuchtungsgrades im Mauerwerk oberhalb der hergestellten Injektionsmittel-Horizontalabdichtung an allen Testflächen auf.

Zum Thema Injektionsmittel trugen 16 Referenten aus dem gesamten Bundesgebiet sowie aus Österreich vor. Die Vorträge von Wissenschaftlern (Prof. Großkurth/Braunschweig, Prof. Schlötzer/Höxter, Prof. Venzmer/Wismar und Dr.Hoffmann/Bundesanstalt für Materialprüfung Berlin), Sachverständigen (Dr. Pohlplatz/Wien, Lindner/Wuppertal) und Herstellern von Injektionsmitteln (Dr.Wirringa/Aurich, Appel/Berlin, Hölzen/Löningen, Gollwitzer/München, Spirgatis/Telgte) sowie Verarbeitungstechnik (Desoi/Karbach) haben gezeigt, wie breit und komplex die Thematik der Injektionsmittelanwendung ist.

In einer das Kolloquium flankierenden Ausstellung präsentierten eine ganze Reihe von Bauproduktherstellern sowie -verarbeitern und ein Verlag ihre Leistungsfähigkeit. Am Stand des Huss-Verlages Berlin-München war als Neuerscheinung der erste Jahrgang des "Europäischen Sanierungskalenders 2006 - für Holz- und Bautenschutz in Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege" zu finden. Der Herausgeber Prof. Helmuth Venzmer, der am Fachbereich Bauingenieurwesen Bauphysik lehrt, freut sich besonders, dass ihn die Bürgermeister die Hansestädte Wismar und Stralsund, Frau Dr. Wilcken und Herr Dr. Lastovka, durch die Förderung von Beiträgen unterstützt haben. In beiden Städten wird durch viele Sanierungsvorhaben dafür gesorgt, dass die auf der UNESCO-Welterbeliste stehenden Stadtkerne wieder in alter Schönheit erstehen, um sie für die nächsten Generationen durch sinnvolle Nutzungen zu erhalten. So findet man im reich bebilderten Werk auch zahlreiche Darstellungen der Kirche St. Georgen, des Zeughauses und der Runden Grube 4 in Wismar. Sie dienten den Verfassern des Wismarer Beitrages, C. Berns, G. Faust und L. Kuhlow, als Beispiele, an denen sie die Denkmalpflege zwischen Konservierung, Restaurierung und Rekonstruktion im UNESCO-Weltkulturerbe Altstadt Wismar dargestellt haben.

Gleich der erste Beitrag des Buches stammt aus der Feder der Forschergruppe um Prof. Venzmer, Prof. Mainka und Prof. Diederichs (letztere beide von der Universität Rostock) zum Thema "Ausgewählte baustoffliche und bauphysikalische Untersuchungen im Vorfeld von Sanierungen". Der interessierte Leser erhält im Anhang ebenfalls Informationen zum Masterstudiengang "Pflege des Bauerbes", der an der Hochschule Wismar seit dem Wintersemester 2004/2005 angeboten wird.

Der erste Absolvent dieses Masterstudienganges, Benjamin Brüser, hatte erst vor kurzem, Ende September 2006, während der Verteidigung seiner Abschlussarbeit ein virtuell begehbares Modell der Hansestadt Wismar präsentiert und somit die hohe Qualität des Studienganges demonstriert.

Quelle im Internet: Hochschule Wismar - www.hs-wismar.de


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Weitere Themen: 02, 03, 04, 05, 06, 07, 08, 09

Hinweise zur Ausstellung:

» "Lichtschächte" in Zollerns Maschinenhalle (bis 4. März 2007)

Sie haben eine Frage zum Thema "Denkmalpflege und Hausforschung - Erhaltung historischer Bausubstanz" oder Sie möchten wissen, was bedeutet UNESCO-Welterbeliste, oder was ist ein Injektionsmittel? Einige Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie unter dem Stichpunkt Glossar und einige weiterführende Erläuterungen unter Brennpunkte I und II.