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Das ÖKO-Filmgespräch und die 10. Birdwatch


Festival des Umwelt- und Naturfilms

Veranstaltungsreihe im Potsdamer Haus der Natur: "Das ÖKO-Filmgespräch"

Das Haus der Natur in der Potsdamer Lindenstraße 34 verfügt seit Juni nicht nur über eines der schönsten Umweltbildungs- und Konferenzzentren, sondern auch über ein kleines Kino, das am 12. September eröffnet wird.

5. September 2006 - Wenn es um Umweltbildung und Naturkunde geht, winken viele ab, das sei Sache für die Schüler oder Studenten. Umwelt- und Naturschützer trifft oftmals das Vorurteil der Besserwisserei, an dem sie nicht ganz schuldlos sind. Schließlich geht es ihnen ja um die Sorge für nachfolgende Generationen und um die Besserung der Menschheit, damit sie überhaupt eine Zukunft habe.

Schluss mit der Zeigefinger-Didaktik! Es handelt sich hier um weit mehr als nur die altbekannte Umweltbildung, die sich mitunter zu eindimensional auf die Ökologie beschränkte. Schon einmal erlebten die Brandenburger beim 1. Festival des Umwelt und Naturfilms ökofilmtour 2006 wie unmerklich und spannend in den Filmen und Publikumsgesprächen Bildung sein kann. Am Dienstag, dem 12. September 2006, 19 Uhr, wird nun dafür ein eigenes kleines Kino eröffnet - im Haus der Natur, Lindenstraße 34, Waisenhausstiftung, Potsdamer Stadtzentrum.

Im Jahr der Naturparke 2006 heißt der Eröffnungsfilm auch richtig "Landschaften für die Enkel". Stargast des Abends ist Prof. Michael Succow, alternativer Nobelpreisträger und "Gründer" der meisten Großschutzgebiete Deutschlands, von denen es heute immerhin schon 93 Naturparke, 15 Nationalparke und 14 Biosphärenreservate gibt. Wer denkt da nicht sofort an die Märkische Schweiz, die Schorfheide oder das Untere Odertal. In Brandenburg und Berlin weiß man diese Landschaften zu schätzen, in denen noch so viel "heile Welt" zu erleben ist.

Die Filmemacher Siegfried Bergmann und Hartmut Sommerschuh begleiteten Prof. Succow im Jahre 2003 mit nachhaltigen Fragen während einer Fahrt auf der Oder z. B. nach dem Sinn und den bereits sichtbaren Folgen dieser Naturschutzprojekte.
Nicht von ungefähr wurde dieser Film ausgewählt, der auch an diesem Abend in ein Publikumsgespräch mit Prof. Succow überleiten soll. Denn die Diskussion zum neuen Brandenburger Nationalpark-Gesetz hat jetzt vor allem in den Verbänden ihren Höhepunkt erreicht. Noch bis zum 8. September 2006 liegen in den Ämtern Gartz, Oderberg, Oder-Welse, den Städten Angermünde und Schwedt sowie in der Criewener Nationalparkverwaltung die Unterlagen öffentlich aus.

Am 4. September findet im Gartzer Kanonenschuppen eine öffentliche Anhörung des Landtagsausschusses für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz statt. Auch davon wird im Potsdamer Haus der Natur zu hören sein, denn nicht jeder Interessierte kann nach Gartz fahren. Der Förderverein für Öffentlichkeitsarbeit - FÖN e.V. und der NABU Brandenburg als Veranstalter tragen dafür Sorge. Die Moderation hat der Fernsehjournalist Ernst-Alfred Müller.

Michael Succow, der neben seiner Professur für Geobotanik und Landschaftsökologie auch Direktor des Botanischen Institutes und Botanischen Gartens der Universität Greifswald ist, hat sich in den zurückliegenden Jahren verdienstvoll um internationale Nationalpark-Projekte in der Mongolei und China, auf Kamtschatka, im Lena-Delta und in Karelien, um Biosphärenreservate der UNESCO in Kirgistan, Ka-sachstan und Usbekistan sowie Nationalparke in Georgien, Russland, Weißrußland und Aserbaidschan bemüht. Sie können ihn selbst danach fragen, aber ob ein einziger Abend für die Antworten ausreicht?

Deshalb wird mit diesem Abend eine neue Veranstaltungsreihe gestartet: "Das ÖKO-Filmgespräch". Da FÖN e.V. auch der Koordinator des neuen Festivals des Umwelt- und Naturfilms ökofilmtour 2006 war, sollen hier immer am zweiten Dienstag jedes Monats die besten Filme nachgespielt, Preisträger und andere Natur- und Umweltfilmer vorgestellt und mit ihnen und weiteren Experten diskutiert werden. Von Januar bis zum Earthday 2007, dem internationalen Umwelttag am 22. April, findet die ökofilmtour 2007 statt. Das Haus der Natur wird beim Potsdamer Finale Hauptveranstaltungsort sein.

Die Reihe "Das ÖKO-Filmgespräch" wird schon am 19. September 2006, 19 Uhr, mit "Sturm über Berlin", einem Film der Umwelt- und Wissenschaftsredaktion OZON des RBB-Fernsehens, fortgesetzt. Der Autor Johannes Mayer schildert Geschichten von Menschen an einem ganz normalen Sommertag im Jahr 2002 mit dramatischem Ausgang. Meteorologen, Katastrophenschützer und Angehörige von Opfern kommen zu Wort. Zum Thema "Klimakapriolen - was davon ist selbst gemacht?" wird mit dem Autor und Klima-Experten diskutiert.

Im Oktober ist der bekannte Naturfilmer Karlheinz Baumann aus dem schwäbischen Gomaringen eingeladen, der 2006 den Hauptpreis der ökofilmtour für den besten Naturfilm "Die wunderbare Welt der Pilze" erhielt.

Das kleine Kino im Haus der Natur will sich künftig auch für Kinder und Jugendliche öffnen: "ÖKO-Kinderkino", heißt das Zukunftsprojekt. Dafür sucht FÖN e.V. noch interessierte Pädagogen und andere für Umweltbildung engagierte Partner. Keine Besserwisser oder Zeigefinger-Didaktiker, aber solche, die jungen Menschen zu mehr Sensibilität und besserem Wissen über Umwelt und Natur verhelfen. Was ist übrigens dafür besser geeignet als Filme?!

Ernst-Alfred Müller

Förderverein für Öffentlichkeitsarbeit
im Natur- und Umweltschutz - FÖN e.V.

Quelle im Internet: www.nabubrandenburg.de

------- Weitere Mitteilungen aus dem Bereich Umwelt und Natur -------
 

Vogelzug live erleben

Naturschutzbund (NABU) Thüringen ruft zum mitmachen am Birdwatch 2006 auf

28.09.2006 - Wer in den Herbstmonaten aufmerksam in den Himmel sieht, kann sie sehen, Scharen von Zugvögel überqueren die Bundesrepublik und den Feistaat Thüringen. Mehr als 50 Millionen Vögel, die in Deutschland gebrütet haben, treten ihre Heimreise in wärme Gebiete an.
Weitaus größer ist jedoch die Zahl der Vögel, die ihre Brutgebiete in anderen Ländern haben und Deutschland nur als Durchzugsgebiet nutzen. Viele von ihnen machen hier an geeigneten Rastplätzen, wie z.B. dem Wattenmeer halt, um Energie aufzutanken, bevor sie weiterziehen oder den gesamten Winter hier verbringen. Bekannte Rastgebiete in Thüringen sind zum Beispiel die Plothener Teiche, der Stausee Kelbra, die Herbstlebener Teiche und die Haselbacher Teiche.

Unter dem Motto "ImportantBird Areas" nimmt der NABU Thüringen zum 10. Mal am sogenannten Birdwatch, einer weltweiten Zugvögelbeobachtung, vom 7. bis 8. Oktober teil. Ins Leben gerufen wurde die Aktion von "BirdLife International". Ziel dieser Aktion soll es sein, die spektakulären Formationsflüge und Wanderzüge am ersten Oktoberwochenende jeden Jahres zu beobachten und zu dokumentieren. Bundesweit werden die Daten vom NABU gesammelt und "BirdLife International" zur Verfügung gestellt. Interessant wird es sein, wie viel Beobachtungen es in Thüringen gegeben hat.
Wer sich an der Aktion beteiligen möchte, kann sich einer Gruppe des NABU Thüringens anschließen. Veranstaltungen laufen am Speicher Dachwig in Großfahner oder an den Ilmenauer Teichen. Informationen und genaue Termine erhält man unter www.NABU-Thueringen.de oder bei der Landesgeschäftsstelle des NABU Thüringen e.V. in Leutra Tel.: 03641/60 57 04. Es besteht allerdings auch die Möglichkeit seine eigenen Beobachtungen zu machen und die Daten selbständig weiterzugeben. Genaue Anleitung hierzu bietet die Internetseite www.birdwatch.de.

Quelle im Internet: thueringen.nabu.de


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Weitere Themen: 97, 98, 99, 200, 01, 02, 03, 04

Hinweise zur Ausstellung:

» Kartographie und Kunst als bunte Klimazeugen (nur noch bis 6. Oktober 2006)

Sie haben eine Frage zum Thema "Umwelt, Natur und Vogelzug" oder Sie möchten wissen, was bedeutet das Wort Ökologie, was ist ein Biosphärenreservat, was bedeutet das Wort Birdwatch, oder welche Bedeutung hat die Geobotanik und Landschaftsökologie? Einige Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie unter dem Stichpunkt Glossar und einige weiterführende Erläuterungen unter Brennpunkte I und II. Auf interessierende Fragen aus dem großen Bereich der Fotografie finden Sie einige Antworten in der Rubrik "Foto Spezial", an deren Erweiterung und Ausbau wir stetig arbeiten.