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Ausstellungen in Berlin und Bonn, Streit ums Urheberrecht


Ausstellung von Rebecca Horn

Rebecca Horn. Zeichnungen, Skulpturen, Installationen, Filme 1964-2006

Veranstalter: Eine Ausstellung der Berliner Festspiele im Martin-Gropius-Bau
Ermöglicht durch den Hauptstadtkulturfonds

Martin-Gropius-Bau, 29.09.2006 - Im Herbst des Jahres 2006 zeigt der Martin-Gropius-Bau eine große Ausstellung von Rebecca Horn. Damit wird dieser international bekannten Künstlerin zum ersten Mal seit 1994 wieder eine umfassende Werkschau in Berlin gewidmet. Zeichnungen, Skulpturen, Installationen und Filme von 1964 bis heute werden in 20 Räumen im Erdgeschoss des Martin-Gropius-Bau von der Künstlerin in einem sehr persönlichen Parcours präsentiert. Für den Lichthof, das Zentrum des Martin-Gropius-Bau, entwickelt Rebecca Horn eine Installation mit dem Titel Das Universum in einer Perle.
Rebecca Horn ist die bedeutende Protagonistin einer Entwicklung, die diesseits und jenseits des Atlantiks in den 1960er Jahren einsetzte und die traditionelle Vorstellungen vom Wesen der bildenden Kunst ad absurdum führte.

Was sich damals in New York, London, Paris, Amsterdam, Mailand oder Düsseldorf in teilweise konträren Formen und Konzeptionen niederschlug und das System von Ausdrucks- und Gestaltungsstrategien revolutionierte, beflügelte auch Rebecca Horn, als sie Ende der 1960er Jahre in einer langwierigen Phase der Rekonvaleszenz begann, neue künstlerische Möglichkeiten auszuloten und für ihre existentiell grundierten Vorstellungen eine genuine Formensprache zu entwickeln. Wie grandios sich ihr ?uvre entfalten würde, war anfangs noch nicht vorhersehbar.
Nicht erst heute sieht man jedoch die latenten Verbindungen ihrer Arbeiten mit den virulenten Strömungen von Performance, Arte Povera, Fluxus und Conceptual Art, so dass man Rebecca Horn für den europäischen Kontext in einem Atemzug mit Joseph Beuys, Jannis Kounellis und Mario Merz zu nennen hat, während für die amerikanische Szene auf Bruce Nauman und Vito Acconci zu verweisen wäre.

Die Basis der Ausstellung im Martin-Gropius-Bau bildet die Ausstellung "Bodylandscapes", die Ende des vorletzten Jahres in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen (K20) in Düsseldorf zu sehen war und die für Berlin um viele neue Arbeiten erheblich erweitert wurde. Ins Zentrum der Präsentation werden die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Werkgruppen und künstlerischen Ausdrucksformen gestellt. Eine besondere Rolle spielt dabei die Einbeziehung von circa 90 Arbeiten auf Papier, die im Dialog mit dem skulpturalen Werk präsentiert werden. "Zu zeichnen war für mich immer von größter Bedeutung", sagte Rebecca Horn vor einigen Jahren in einem Interview. Dass mag überraschen, denn renommiert ist die Künstlerin vor allem dadurch, dass sich ihr Schaffen auf ganz unterschiedliche Medien gründet.

Die Ausstellung versammelt einen größeren Komplex von frühen Zeichnungen, die in Zusammenhang mit ihren Performances der Jahre 1970 bis 1975 entstanden sind. Neben den entsprechenden Objekten, die von den damaligen Akteuren und teilweise auch von ihr selbst verwandt wurden, machen die Blätter die große Intensität der psycho-physischen Arbeit evident, die in die ästhetische Form der Performances eingegangen ist. Ausgewählte diagrammartige Darstellungen machen weiterhin anschaulich, welchen Überlegungen die Künstlerin folgte, als die kinetischen Skulpturen, die in ihrem ersten großen Film Der Eintänzer (1978) eine wichtige Rolle spielen, in den Kontext von Ausstellungen gelangten und dort ein Eigenleben gewannen. Seit 2003 entstehen lebensgroße, von den Körpermaßen der Künstlerin bestimmte Zeichnungen, die den Titel Bodylandscapes tragen.

Dem in der Ausstellung in Zyklen gegliederten zeichnerischen Werk werden Arbeiten wie Paradieswitwe (1975), Spiralbad (1982), die Malmaschine Les Amants (1991) und die raumgreifenden Installationen Circle of Broken Landscape (1997) und Book of Ashes (2002) gegenübergestellt. In der Licht-Ton-Installation Licht gefangen im

Bauch des Wales (2002) hat Rebecca Horn erstmals eigene Gedichte und Musik als gestalterische Elemente einbezogen. Der neuseeländische Komponist Hayden Chisholm gab diesem Bildraum einen Klang, indem er die poetische Erzählung vertonte. In einem Filmraum in der Ausstellung wie auch im Kinosaal des Martin-Gropius-Bau werden die Filme Rebecca Horns gezeigt. So wird deutlich, wie die poetische und dichte Bildsprache im ?uvre Rebecca Horns in ganz unterschiedlichen Medien entwickelt wird.

Die Ausstellung wird vom 5. Oktober 2006 bis 15. Januar 2007 im Erdgeschoss und im Lichthof des Martin-Gropius-Baus zu sehen sein. Weitere bisherige Stationen waren neben Düsseldorf, London und Lissabon. Zur Ausstellung erscheint im Katalog mit 151 Farb- und 54 s/w - Abbildungen von 320 Seiten.

Weitere Informationen unter: Martin Gropius Bau - www.gropiusbau.de

Quelle im Internet: www.kulturkurier.de

--------- Weitere Mitteilungen aus dem Bereich Kunst und Kultur ---------
 

Künstler engagieren sich für die UNO-Flüchtlingshilfe

"1000 und 1 Nacht" - Kunstausstellung für den guten Zweck

´"1001 und 1 Nacht" heißt die Ausstellung der Künstler Rolf Eichelmann und Petra A. Wende, die am 15. September um 20 Uhr im Bonner Hilton Hotel eröffnet wurde.

Die Vernissage steht ganz im Zeichen des Morgenlandes. Ein orientalisches Rahmenprogramm mit Musik, Bauchtanz der Bonner Tänzerinnen Alev Seidenberg und Sitaara aus dem Studio Saray sowie eine Lesung der Sängerin Rebecca Rashid aus den Erzählungen der Scheherazade lassen den Abend zu einem einmaligen Erlebnis werden.

Gezeigt werden Goldcollagen und Radierungen von Rolf Eichelmann sowie Skulpturen von Petra A. Wende. Beide Künstler, deren Werke bereits bei vielen internationalen Ausstellungen bewundert wurden, haben in ihren Arbeiten die Erzählungen der Scheherazade aufgegriffen und auf ihre Weise interpretiert.

Ein Teil des Erlöses der Kunstwerke, die während der dreiwöchigen Ausstellung verkauft werden, kommt den weltweiten Flüchtlingsprojekten der UNO-Flüchtlingshilfe zugute.

"1001 und 1 Nacht".
Schon der Titel erzeugt eine Vielfalt an Assoziationen, Träumen und Empfindungen. Nach Persien, Ägypten, ja auch Indien und China führen Namen, Mythen, Mystik und Religion. "1001 und 1 Nacht" wurde zu dem bekanntesten Buch neben der Bibel.

Den Künstlern ist es gelungen, die Vielfalt in den Bildern und Skulpturen einzubringen. Sie vereinen in Form und Inhalt die Vorstellung von Archaischem, von Luxus, Liebe und paradiesischer Freiheit, von multikulturellen Einflüssen und Barock.

Das Hilton Hotel Bonn und die UNO-Flüchtlingshilfe laden herzlich ein zur Vernissage. Die Veranstaltung ist kostenlos. Die Ausstellung "1000 und 1 Nacht" ist vom 15. September bis 8. Oktober im Hilton Hotel zu sehen.

Ort: Hilton Hotel Bonn
Berliner Freiheit 2 - 53111 Bonn

Quelle im Internet und weitere Informationen unter: www.uno-fluechtlingshilfe.de

--------- Weitere Mitteilungen aus dem Bereich Kunst und Kultur ---------
 

Streit um das Urheberrecht

5. Akademie-Gespräch: Reform gegen Urheber? Der Streit um das
Urheberrecht

Heribert Prantl im Gespräch mit Frank Michael Beyer, Hark Bohm, Gerhard Pfennig,
Klaus Staeck und Brigitte Zypries

Mittwoch, 11. Oktober 2006, 19 Uhr
Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin-Mitte, Plenarsaal
Eintritt EUR 6,- / EUR 4,- / bis 18 Jahre Eintritt frei

29. September 2006 - Von der schleichenden Aushöhlung des Urheberrechts sind Künstler aller Sparten betroffen.
Die Bundesregierung hat dem Deutschen Bundestag eine Novelle vorgeschlagen, die den Schutz von geistigem Eigentum weiter lockert. Das neue Gesetz gefährdet die Arbeitsgrundlage vieler Künstler und Verlage und unterstützt die Industrie. Vorgesehen ist unter anderem eine Reduzierung der Urheberabgaben für private Vervielfältigung, die als pauschale Vergütungen in den Kaufpreisen von elektronischen und analogen Vervielfältigungsgeräten sowie Speichermedien enthalten sind. Dadurch sinken die Preise der Geräte, gleichzeitig sollen Urheber und Rechteinhaber ihre Werke über technische Systeme schützen, die bisher nicht erprobt sind und den Zugang für Nutzer erheblich verteuern. Auch die angekündigten Verwertungsverträge über "unbekannte Nutzungsarten" und die Pläne für eine elektronische Bereitstellung von geschützten Texten in Bildungs- und Forschungseinrichtungen werfen viele Fragen auf.

Das neue Urheberrecht begünstigt Geräteindustrie und Elektronikhandel, es verschlechtert die Lebensbedingungen von Urhebern - und das in einer Zeit, in der Künstler immer häufiger in Not geraten. Das Gesetz soll im Herbst vom Bundestag beraten und zum Jahresende verabschiedet werden.

Frank Michael Beyer Komponist Hark Bohm Regisseur und Autor Gerhard Pfennig Vorstand der VG Bild-Kunst Heribert Prantl Leitung Ressort Innenpolitik der Süddeutschen Zeitung Klaus Staeck Präsident der Akademie der Künste Brigitte Zypries Bundesjustizministerin

Karten-Vorbestellung telefonisch unter 030 200 57-1000

Live-Blog am 11. Oktober 2006 im Internet unter blog.adk.de

Quelle im Internet: www.adk.de


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Weitere Themen: 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99

Hinweise zur Ausstellung:

» Kartographie und Kunst als bunte Klimazeugen (nur noch bis 6. Oktober 2006)
» Walter Benjamins Archive - Bilder, Texte und Zeichen (bis 19. November 2006)
» "Lichtschächte" in Zollerns Maschinenhalle (bis 4. März 2007)

Sie haben eine Frage zum Thema "Kunst und Kultur" oder Sie möchten wissen, was ist eine Vernissage, was ist eine Collage, was ein Fresko oder was bedeutet das Wort Surrealismus? Einige Antworten auf Fragen aus dem Bereich Kunst und Kultur finden Sie unter dem Stichpunkt Glossar, an dessen Erweiterung wir stetig arbeiten.