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Erste Solar Lakes-Konferenz am Bodensee


Solar Lake Konferenz in Friedrichshafen

Erste Klimaschutzkonferenz der europäischen Seenregionen beginnt
in Friedrichshafen.

Umweltministerin Tanja Gönner: "Klimawandel beeinflusst in Seenregionen den Wasserhaushalt und die biologische Vielfalt."

24.09.2006 In Friedrichshafen begann heute (24. September 2006) eine erste viertägige Konferenz zu erneuerbaren Energien und Klimaschutz in europäischen Seenregionen (Solar Lake Konferenz). Umweltministerin Tanja Gönner forderte eine enge Zusammenarbeit der in vielfach vergleichbarer Weise vom Klimawandel betroffenen Regionen. Die Konferenz biete eine gute Plattform, sich auszutauschen und Strategien zur Verbesserung des Klimaschutzes wie auch zur An-passung an die klimatischen Veränderungen zu entwickeln. "Der Klimawandel stellt die Seenregionen vor besondere Herausforderungen. Die klimatischen Veränderungen werden den Wasserhaushalt wie auch die Ökosysteme und die biologische Vielfalt in den Seenregionen und in den Gewässern beeinflussen. Der Austausch von Erfahrungen kann dabei helfen, wirksame Konzepte zu entwickeln und weitere engagierte Mitstreiter zu gewinnen", erklärte Umweltministe-rin Gönner.

Die Anstrengungen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen müssten wei-ter vorangetrieben werden, so Tanja Gönner. "Ein Erfolg versprechender Weg ist der weitere Ausbau erneuerbarer Energien. Ihr Stellenwert bei der Stromerzeugung, der Wärmegewinnung und der Mobilität muss weiter wachsen." Die Bodenseeregion nehme dabei eine Vorreiterrolle ein mit einem Anteil in der Stromerzeugung von mehr als 20 Prozent. "Für Baden-Württemberg wollen wir diesen Wert bis zum Jahr 2020 erreichen." Derzeit liege landesweit der aus er-neuerbaren Energien erzeugte Strom bei 8,5 Prozent. Neben dem Ausbau erneuerbarer Energien müsse die Energieeffizienz weiter gesteigert und unnötig verbrauchte Energie eingespart werden. "Es gibt große Potenziale, die bislang nicht ausgeschöpft werden."

Quelle: Umweltministerium Baden-Württemberg - www.baden-wuerttemberg.de

-- Weitere Mitteilungen zur Solar Lakes-Konferenz am Bodensee in Friedrichshafen --
 

Erste Solar Lakes-Konferenz am Bodensee

Erneuerbare Energien im Einklang mit der Natur

Radolfzell, 25. September 2006: Tanja Gönner, Umweltministerin des Landes Baden-Württemberg, eröffnete am Sonntag, den 24. September 2006, die erste Solar Lakes-Konferenz auf der INTERBOOT in Friedrichshafen. Vier Tage lang tauschen sich Experten aus Deutschland und europäischen Nachbarstaaten darüber aus, wie der Ausbau erneuerbarer Energien und der Naturschutz in Einklang gebracht werden können.

Erneuerbare Energien liegen im Trend. Udo Gattenlöhner, Geschäftsführer der internationalen Umweltstiftung Global Nature Fund (GNF) in Radolfzell, sieht im schnellen Ausbau der erneuerbaren Energien die einzige risikolose Möglichkeit, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und Atomenergie deutlich zu reduzieren und die Probleme des Klimawandels zu lösen. Doch wie verträgt sich diese rasante fortschrittliche Entwicklung mit effektivem Naturschutz: Biogasanlagen kontra Maismonokulturen, frei fließende Flüsse oder Stauseenketten, Windmühlen in Einklang mit Zugvogelschutz? Diese und andere Fragen diskutieren europäischen Experten auf der ersten Solar Lakes-Konferenz des GNF am Bodensee.

Gerade in den ökologisch sensiblen Seenregionen Deutschlands und Europas ist die sinnvolle Balance von Klimaschutz, erneuerbaren Energien und Naturschutz besonders wichtig. Ziel des GNF ist es, den Dialog zwischen dem Ausbau erneuerbarer Energien und dem Naturschutz so zu führen, dass viele Konflikte vermieden werden können. Hierzu bietet die erste Solar Lakes-Konferenz am Bodensee ein wichtiges Forum. Auf der Veranstaltung, die vom 24. bis 27. September 2006 im Rahmen der Bootsmesse INTERBOOT in Friedrichshafen stattfindet, präsentieren Experten aus ganz Europa erfolgreiche Projekte zum Einsatz von erneuerbaren Energien in Kommunen, in Wirtschaftsunternehmen und im Tourismus. Eine Exkursion nach Mauenheim, dem ersten Bioenergiedorf Baden-Württembergs (in Jühnde/Niedersachsen entstand das erste Bioenergiedorf Deutschlands), zu einem Eco-Campingplatz in Horn sowie eine Fahrt mit der Solarfähre Helio auf dem Bodensee runden das Programm ab.

Energiebedingte CO2-Emissionen tragen etwa zur Hälfte zu dem vom Menschen verursachten Treibhauseffekt bei. Deshalb bieten erneuerbare Energien den zentralen Ansatzpunkt für wirksamen Klimaschutz. Ziel der internationalen Politik muss es sein, einen weiteren Temperaturanstieg zu verhindern bzw. deutlich zu begrenzen. Die dafür erforderliche Änderung der heutigen Energieversorgung kann neben Energieeinsparungen durch bessere Energienutzung und Effizienzsteigerung beim Energieeinsatz durch den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energieträger erreicht werden.

Der Global Nature Fund hat im Rahmen der Konferenz ein Thesenpapier zu erneuerbaren Energien und Naturschutz in Seenregionen Europas vorgestellt. Darin werden Lösungsansätze für mögliche Konfliktfelder in den Bereichen Wasserkraft, Biomasse, Windkraft, Solarenergie und Geothermie aufgegriffen. Der GNF unterstreicht in dem Thesenpapier seine positive Haltung zum beschlossenen Ausstieg aus der Atomkraft. Der Naturschutzverband wendet sich gegen die vereinzelt geforderte Verlängerung der Laufzeiten bestehender Atomkraftwerke in Deutschland.

Der starke Zuwachs bei erneuerbaren Energien in Deutschland stärkt Wirtschaft und Umwelt. Zukunftsfähige Arbeitsplätze und exportorientierte Unternehmen entstehen. Wichtigste Voraussetzung dafür sind gesetzliche Regelungen zur festen Gestaltung von Strom-Einspeisetarifen wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Weltweit haben bereits über 25 Länder ähnliche Regelungen in Kraft gesetzt. Der GNF befürwortet die Fortschreibung des EEG in Deutschland zum weiteren Ausbau erneuerbarer Energien sowie eine Übertragung dieser Erfahrungen auf weitere Länder.

Mitveranstalter der Konferenz sind die Deutsche Umwelthilfe, die Bodensee-Stiftung, die Stadt Friedrichshafen und das Unternehmen Kärcher.

Die Konferenz wird unterstützt durch das EU-Programm Intelligent Energy Europe sowie durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und das Umweltbundesamt (UBA) aus Mitteln des 8. Sonderpostwertzeichens "Klimaschutz geht alle an".

Weitere Informationen und Rückfragen:

Global Nature Fund (GNF), Internationale Stiftung für Umwelt und Natur,
Fritz-Reichle-Ring 4, 78315 Radolfzell, Deutschland, Tel.: + 49 - (0) 7732-9995-0

Quelle im Internet und weitere Informationen unter: www.globalnature.org


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Weitere Themen: 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97

Hinweise zur Ausstellung:

» Kartographie und Kunst als bunte Klimazeugen (nur noch bis 6. Oktober 2006)

Sie haben eine Frage zum Thema "Klimawandel" oder zum Thema "Biologische Artenvielfalt" oder Sie möchten wissen, was ist ein Biosphärenreservat oder was bedeutet Energieeffizienz? Einige Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie unter dem Stichpunkt Glossar und einige weiterführende Erläuterungen unter Brennpunkte I und II.