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Musikalischer Ausflug in die Goldenen 20er


Schlager der Weimarer Jahre

Sonntag, 22. Oktober 2006, 18 Uhr: Max Raabe und das Palastorchester

Musikalischer Ausflug in die "Goldenen 20er"
Mit Rückreisegarantie!

Baden-Baden, 20.09.2006 - Wenn er die eine Augenbraue hebt, tobt das Publikum, sein Frack sitzt immer wie angegossen und der schmachtende Blick ist sein Markenzeichen: Max Raabe singt gemeinsam mit dem Palast Orchester im Festspielhaus Baden-Baden die Ohrwürmer der zwanziger und frühen dreißiger Jahre - mit der für ihn typischen Professionalität und Präzision, welche von jeher seine Zuhörer begeistern. Konzertbeginn ist am Sonntag, den 22. Oktober 2006, um 18 Uhr.
Eintrittskarten und weitere Informationen zu diesem Konzert gibt es unter Tel. 07221 / 30 13 101 oder im Internet unter www.festspielhaus.de

Und dabei fing alles so harmlos an, denn als sich 1987 zahlreiche Berliner Studenten verschiedenster Fakultäten zusammenfanden, um die Schlager der Weimarer Jahre wieder neu aufleben zu lassen, dachte niemand daran, dass sie einmal ein Konzert vor 17.000 begeisterten Fans in der Berliner Waldbühne geben würden. Ihren ersten größeren Auftritt hatten Raabe und sein Orchester im Foyer der Hochschule der Künste (heute Universität der Künste) in Berlin anlässlich des dort stattfindenden Theaterballs. Doch die Reanimierung der Evergreens aus der Zwischenkriegszeit kam so gut an, dass man sich entschloss, weiterzumachen - und das professioneller als bisher: "Mein Ziel war es", so Raabe, "genau diesen unverwechselbaren Klang hinzubekommen, wie man ihn von den alten Schellack-Platten kennt. Nur so lebt diese Musik, und nur so ist es möglich, den Charme jener Zeit herüberzubringen."
Raabe begann, eigene "Schlager" zu produzieren und schon 1992 schaffte er den Durchbruch mit dem Song "Kein Schwein ruft mich an", der ein regelrechter Hit wurde (es folgte u. a. "Rinderwahn" oder "Schieß den Ball ins Tor"). Der Sängerkomponist und seine vielseitigen Musiker erreichten einen Bekanntheitsgrad, von dem sie zuvor nicht zu träumen gewagt hatten. Der Kurzauftritt in Sönke Wortmanns "Der Bewegte Mann" (1994) führte dazu, dass Max Raabe bald darauf eine Schauspielrolle im Film "Charlys Tante" bekam, was die Popularität des Ensembles weiter steigerte. Es folgte ein Engagement Raabes für Werner Herzogs Film "Invincible - Unbesiegbar" (mit Tim Roth, Juko Ahola und Anna Gourari), der im Berlin der 30er Jahre spielt.

Das 13-köpfige Palast Orchester besteht in seiner jetzigen Besetzung seit 1998. Dass seine Mitglieder, die mehrere Instrumente beherrschen, auch hervorragende Solisten sind, beweisen sie immer wieder durch brillante Soloeinlagen bei ihren Konzerten. Mit dieser eingespielten Formation ging Max Raabe auf etliche Tourneen durch Deutschland, die Schweiz, Österreich und Holland sowie nach Amerika und China, wo die Musiker trotz der Sprachbarriere stets - auch durch ihre gekonnten Varietévorstellungen - überzeugen konnten.

Doch trotz seiner großen Liebe zur Musik der 20er und frühen 30er Jahre will Max Raabe keinesfalls zu jener Zeit geboren worden sein: "Wenn man sich einmal vorstellt, wie die Wohnungen damals aussahen und vor allem, wer schon mal mit Ofenheizung und Briketts einige Winter in Berlin mitgemacht hat, der freut sich einfach an fließendem, warmem Wasser. All diese unangenehmen Geschichten lässt man ja außen vor. Man denkt auch oft, dass jeder, der in den zwanziger Jahren gelebt hat, automatisch mit einem großen Auto durch die Gegend gefahren ist. Und ganz selbstverständlich am Wochenende mit Frack und Zylinder tanzen gegangen ist, um die großen Orchester zu hören. Aber das waren, wie wir wissen, nur die wenigsten Menschen, die diese Privilegien hatten. All dies und das Wissen um das was nach 1933 hier passiert ist in Deutschland, lässt mich also in der Zeit, in der ich jetzt lebe, in Frieden und in relativem Wohlstand sehr glücklich sein." Und an anderer Stelle sagt er: "Wenn ich in eine Zeitmaschine steigen könnte, um für ein Wochenende in den 20er Jahren nach Berlin, Paris oder New York zu fliegen, würde ich bestimmt nicht ablehnen - jedoch nur mit Rückreisegarantie!"

Festspielhaus Baden-Baden
SO., 22. Oktober 2006, 18 UHR

Max Raabe und das Palastorchester
Songs aus den 20er und 30er Jahren

Eintrittskarten: EUR 80 bis 24; ermäßigt: EUR 62 bis 20
Informationen und Reservierung: 07221 / 30 13 101
www.festspielhaus.de

------- Weitere Mitteilungen aus dem Bereich Kunst und Kultur -------
 

Folgen der Spur - Durch den Raum - Wahn!

Sie stehen auf der Liste
UdK-Studierende zeigen ihre Videokunst

Was: Ausstellung der Klasse von Prof. Maria Vedder in der Berliner Liste
Wann: 30. September bis 4. Oktober 2006, täglich 13 bis 21 Uhr, Vernissage: 29. September, 18 Uhr
Wo: Altes Umspannwerk, Kopenhagener Str. 58-63, Berlin-Prenzlauer Berg
Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 5 Euro
Fotos unter: www.udk-berlin.de/presse/pressefotos.html

Folgen der Spur - Durch den Raum - Wahn! Dies sind einige Titel von Videoarbeiten, die aus der Klasse von Prof. Maria Vedder innerhalb der Ausstellung der Berliner Liste zu sehen sind. Insgesamt 16 Medienkunstwerke zeigen die UdK-Studierenden in den Projekträumen des Alten Umspannwerks.

Der Arbeitsbereich der Klasse Medienkunst ist die künstlerische Erforschung der Gestaltung von Zeit in und mit technischen Medien, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Videokunst liegt. Im Vordergrund steht der schöpferische Umgang und die kritische Auseinandersetzung mit Video, Installation und Multimedia mit dem Ziel eines künstlerisch autonomen Projektes. Dies kann die Produktion eines individuellen Kunstwerkes ebenso meinen wie die künstlerische Gestaltung von Alltagskultur.


In der Ausstellung sind Arbeiten folgender Studierenden zu sehen:

Till Beckmann "Durch den Raum"
Javier Benítez Pinzon "Lichtung"
Sebastian Bodirsky "Ohne Titel"
Chan Sook Choi "Folgen der Spur"
Niklas Goldbach "NIGHT SHIFT"
Simone Häckel "Passage"
Sylbee Kim "abwesend"
Kolja B. Kunt "HEIMAT - Sandwichkonstruktionen" 2005
Lilli Kuschel in Zusammenarbeit mit Lola Göller "Weiche Spalten Hart Gebumst"
Amy Patton "Priester, Dichter, Seemann, Dieb"
Ariane Pauls "$430 A SQUARE FOOT OF AIR"
Daniel Urria "Getting it (over with)"
Maria Vedder "beieinander"
Elmar Vestner "The Mountaineers"
Juliane Zelwies "Die Ausstellung"
Effie Wu "Wahn"

Quelle im Internet: Universität der Künste Berlin - www.udk-berlin.de

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Weitere Themen: 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85

Hinweise zur Ausstellung:

» Kartographie und Kunst als bunte Klimazeugen (bis 6. Oktober 2006)
» Walter Benjamins Archive - Bilder, Texte und Zeichen (bis 19. November 2006)
» "Lichtschächte" in Zollerns Maschinenhalle (bis 4. März 2007)

Sie haben eine Frage zum Thema "Die Goldenen 20er" oder zum Thema "Videokunst" oder Sie möchten wissen, was ist eine Collage, was ist eine Vernissage, oder was bedeutet das Wort Impressionismus? Einige Antworten auf Fragen aus dem Bereich Kunst und Kultur finden Sie unter dem Stichpunkt Glossar, an dessen Erweiterung wir stetig arbeiten.