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Kindeswohl und Bildung


Umsetzung von EU-Asylrichtlinien in Deutschland

Kindeswohl muss stärker beachtet werden

Das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) vermisst bei der geplanten Umsetzung von EU-Asylrichtlinien in Deutschland ein klares Bekenntnis zum Kindeswohl.

20. September 2006 - Zum heutigen Weltkindertag weist die UN-Organisation auf entsprechende europäische Vorgaben hin. Diese sehen im Umgang mit asylsuchenden Kindern und Jugendlichen ausdrücklich das Wohl des Kindes als oberste Priorität vor. In dem bislang vorgelegten Gesetzentwurf zu deren Umsetzung findet sich jedoch diese Maßgabe nicht wieder. Weder im Asylbewerberleistungsgesetz noch im Asylverfahrens- und Aufenthaltsgesetz gibt es Bestimmungen, die das Prinzip des Kindeswohls gesetzlich berücksichtigen und verankern.

Vor dem Hintergrund der EU-Richtlinien fordert UNHCR auch die bundesweite Einführung der Schulpflicht für asylsuchende Kinder sowie die gesetzliche Verankerung der Gewährleistung von Rehabilitationsleistungen für minderjährige Opfer von Gewalt. Spezielle kindergerechte Maßnahmen müssen auch bei der Verteilung und Asylanhörung von minderjährigen Asylsuchenden bis 18 Jahre ergriffen werden.

Angesichts der Komplexität der individuellen Fälle spricht sich UNHCR dafür aus, das Wohl des Kindes durch ein eigenständiges formales Verfahren für asylsuchende Kinder und Jugendliche zu ermitteln. Dessen Ziel ist es, die einzelnen Entscheidungsschritte transparent zu machen und die Ansichten des Kindes miteinzubeziehen. Wichtig ist es zudem, die verschiedenen Interessen und Informationen vollständig zu erfassen, um dem Wohl des Kindes tatsächlich entsprechen zu können.

UNHCR hat vor diesem Hintergrund spezielle Richtlinien zur individuellen Bestimmung des Kindeswohls erarbeitet, die in Kürze der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Quelle im Internet und weitere Informationen unter: www.unhcr.de

----------- Mehr zum Thema Kindeswohl und Bildung ----------
 

Schüler in Nordrhein-Westfalen erlaufen 440.000 Euro
für mehr Bildung

Abschluss der Aktion "Laufen für UNICEF 2006" mit Joey Kelly

20.09.06 - Beim großen Finale der Aktion "Laufen für UNICEF 2006" am Weltkindertag liefen in Düsseldorf Kinder und Jugendliche gemeinsam mit Extremsportler und UNICEF-Pate Joey Kelly für bessere Bildungschancen in Afrika. Stolz verkündeten sie zum Abschluss den Betrag, den in diesem Jahr rund 30.000 Läuferinnen und Läufer aus Nordrhein-Westfalen erzielt haben: 440.000 Euro. 220.000 Euro gehen an die UNICEF-Bildungskampagne "Schulen für Afrika" und tragen so dazu bei, Kinder in Afrika in die Schule zu bringen. Die andere Hälfte der Spendengelder bleibt bei den teilnehmenden Schulen, um damit beispielsweise neue Bücher oder Sportgeräte anzuschaffen. "Ich freue mich, dass so viele Kinder und Jugendliche aus Nordrhein-Westfalen bei der Aktion ,Laufen für UNICEF? mitgemacht haben", sagte Barbara Sommer, Schulministerin von Nordrhein-Westfalen. "Durch ihren Einsatz für benachteiligte Kinder in Afrika zeigen sie ein bemerkenswertes soziales Engagement." Die Schülerinnen und Schüler hatten sich im Vorfeld Sponsoren gesucht, die pro gelaufenen Kilometer einen bestimmten Betrag spendeten.

Der Abschlusslauf fand im Rahmen des Sportfestes des Städtischen Gymnasiums Koblenzer Straße statt. Damit ist das Gymnasium eine von 115 Schulen in Nordrhein-Westfalen, die sich 2006 an der Aktion "Laufen für UNICEF" beteiligt haben. Begeistert von der Aktion ist auch UNICEF-Pate Joey Kelly: "Die Idee hinter ?Laufen für UNICEF? ist großartig. Wenn man weiß, dass jeder gelaufene Kilometer Kinder in Afrika in die Schule bringt, macht es noch mehr Spaß, sich richtig anzustrengen." Ein gemeinsames Ziel zu haben, stärke außerdem den Zusammenhalt untereinander, fügte der Extremsportler hinzu.

Bundesweit nahmen in diesem Jahr fast 150.000 Schülerinnen und Schüler an der Aktion "Laufen für UNICEF" teil. Rund eine Million Euro haben sie in vielen Läufen für UNICEF gesammelt. Mit dem Geld kann UNICEF in Afrika viele Schulen bauen und Hunderten von Mädchen und Jungen den Besuch des Unterrichts ermöglichen. In Afrika geht fast jedes zweite Kind nicht in die Schule. Ein Grund dafür ist, dass die nächste Schule oftmals zu weit weg ist. In vielen Dörfern baut UNICEF zusammen mit den Dorfbewohnern daher einfache Schulen, damit die Kinder Lesen und Schreiben lernen können.

Quelle im Internet und weitere Informationen unter: www.unicef.de


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