Terra Human - Magazin und Portal
Home
Umwelt & Natur
Kunst & Kultur
Soziales
Wissenschaft
Photographie
Navigation
Impressum

Deutsche Theatertage in Havanna


Von der szenischen Lesung zur Inszenierung

Kubanische Theatergruppen inszenieren im Rahmen
der "Deutschen Theatertage" aktuelle Stücke

14. September 2006 - Vom 25. September bis 8. Oktober 2006 wird Havanna durch die Unterstützung des Goethe-Instituts zur Bühne für zeitgenössische deutsche Dramatik: Kubanische Theatergruppen inszenieren im Rahmen der "Deutschen Theatertage" aktuelle Stücke von Dea Loher, Roland Schimmelpfennig, Christoph Hein und Johannes Schrettle. Seit Jahren stellt das Theater einen Schwerpunkt in der Programmarbeit des Goethe-Institut-Büros in Havanna dar: An den internationalen Theaterfestivals in Havanna 2001, 2003 und 2005 nahmen deutsche Ensembles mit Inszenierungen teil, 2002 fand ein 10-tägiger Workshop zum Thema "Körpersprache" mit dem Schauspieler und Regisseur Alvaro Solar statt. Seit 2001 beteiligen sich außerdem kubanische Übersetzer an Übersetzungen aktueller deutscher Dramatik für die digitale Theaterbibliothek des Goethe-Instituts. Bisher wurden insgesamt 14 Stücke übersetzt. Um das zeitgenössische deutsche Theater, das in Kuba noch wenig bekannt ist, einem größerem Publikum zu erschließen, hat das Goethe-Institut-Büro in Havanna 2004 und 2005 dreimal szenischen Lesungen organisiert.

Bei den "Deutschen Theatertagen", die nun vom 25. September bis 8. Oktober 2006 in Havanna stattfinden, wird der Schritt von der szenischen Lesung zur Inszenierung gegangen: Drei kubanische Theatergruppen bringen Theaterstü-cke von Dea Loher, die bereits 2005 bei einer der szenischen Lesungen in Kuba war, und Roland Schimmelpfennig auf die Bühne. Das Teatro Escambray unter Leitung von Carlos Pérez Peña präsentiert Dea Lohers "Das Leben auf der Praca Roosevelt". Carlos Díaz inszeniert mit dem Teatro El Público Lohers Stück "Klaras Verhältnisse". Die Autorin, die 2006 mit dem Bertolt-Brecht-Preis ausgezeichnet wurde, wird während der "Deutschen Theatertage" in Havanna anwesend sein und nach den Aufführungen mit dem kubanischen Publikum diskutieren. Roland Schimmelpfennigs Stück "Die ara-bische Nacht" inszeniert Julio César Ramírez mit dem Teatro D?Dos. Außerdem sind zwei szenische Lesungen geplant: Das Argos Teatro unter Leitung von Carlos Celdrán wird Christoph Heins "Die wahre Geschichte des Ah Q", das Teatro de La Luna unter der Regie von Raúl Martín Johannes Schrettles "fliegen / gehen / schwimmen" vortragen.

Einen Höhepunkt der "Deutschen Theatertage" bilden zwei Gesprächsrunden mit Frank Castorf: Der Intendant der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz spricht mit kubanischen Theaterfachleuten über verschiedene Aspekte seiner Theaterästhetik.

Das Goethe-Institut plant außerdem in Zusammenarbeit mit dem Theaterverlag die Veröffentlichung eines Bandes zeitgenössischer deutscher Theaterstücke im Rahmen der "Deutschen Theatertage" 2006. Ein Dossier zu den teilnehmenden kubanischen Theatergruppen und Regisseuren erhalten Sie gerne auf Anfrage.

Quelle: www.kulturkurier.de

------------ Weitere Mitteilungen aus dem Bereich Kunst und Kultur -----------
 

Der Goethe-Komplex

4. Akademie-Gespräch: Der Goethe-Komplex.
Quo vadis, auswärtige Kulturpolitik?


Nele Hertling im Gespräch mit Michel Bataillon, Wulf Herzogenrath, Michael Krüger, Klaus Mangold und Michael Naumann

"Kleine Akademie-Maschine 20092006" für Posaune gespielt von Friedrich Schenker

Mittwoch, 20. September 2006, 19 Uhr
Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin-Mitte, Plenarsaal
Eintritt EUR 6,- / EUR 4,- / bis 18 Jahre Eintritt frei

15. September 2006 - Wie soll Europa weiter zusammenfinden, wenn nicht aus einem kulturellen und historischen Selbstverständnis heraus? Warum wird trotz der immer wieder bekundeten großen Erwartungen an auswärtige Kulturarbeit gerade an diesem Etat gespart? Wenn sie die "dritte Säule" deutscher Außenpolitik ist, sollte dann nicht auch die Förderung von Kunst und Kultur und vielfältiger Austauschmöglichkeiten wesentliche Aufgabe der Politik sein? In diesem Kontext ist auch die Debatte um Aufgaben und Zukunft des Goethe-Instituts zu sehen. Weltweit wachsende Herausforderungen an den Kulturdialog bei gleichzeitigen Etatkürzungen haben zu einer kontroversen Diskussion über die Strategien der insgesamt 144 Institute in 78 Ländern geführt. In ihrem Kern geht es um die Neuorientierung auswärtiger Kulturpolitik, um ein verstärktes Engagement in Osteuropa, im Nahen Osten und in Nordafrika sowie in Asien. Die Tendenz zur Reduzierung von europäischen Einrichtungen zeichnet sich seit längerem ab (Skandinavien ist dafür ein trauriges Beispiel), auch wenn weitere Schließungen zunächst nicht geplant sind. Natürlich ist für Deutschland der kulturelle Austausch mit China und Indien wichtig, jedoch auf Kosten intensiver Beziehungen zu Nord- und Westeuropa?

Die Akademie der Künste greift diese Fragen auf, um die internationale kulturelle Zusammenarbeit als elementare Voraussetzung nicht nur für künstlerische Produktion, sondern auch für europäische und weltweite Verständigung zu diskutieren - als Möglichkeit, unterschiedliche gesellschaftliche Erfahrungen und Interessen zu artikulieren und kennen zu lernen, als Korrektiv zu den vornehmlich ökonomischen Anforderungen der Globalisierung.

In den von Klaus Staeck initiierten Akademie-Gesprächen stellen Künstler, unter ihnen viele Mitglieder der Akademie, Fragen zu aktuellen kulturpolitischen und politischen Ereignissen sowie dem öffentlichen Umgang mit ihnen und laden dazu Gäste aus Politik, Wissenschaft, Justiz, Wirtschaft ein.

Nele Hertling Vizepräsidentin Akademie der Künste, Michel Bataillon Theaterwissenschaftler aus Lyon, Wulf Herzogenrath Direktor der Kunsthalle Bremen, Michael Krüger Leiter des Carl Hanser Verlags Klaus Mangold Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Rothschild GmbH, Michael Naumann Mitherausgeber der Wochenzeitung "DIE ZEIT"

Live-Blog zur Veranstaltung am 20.09. unter: blog.adk.de


--------------------------------------------------------

Weitere Themen: 64, 65, 66, 67, 68, 69, 70, 71

Hinweise zur Ausstellung:

» Kartographie und Kunst als bunte Klimazeugen (bis 6. Oktober 2006)
» Walter Benjamins Archive - Bilder, Texte und Zeichen (bis 19. November 2006)
» "Lichtschächte" in Zollerns Maschinenhalle (bis 4. März 2007)

Sie haben eine Frage zum Thema "Theatertage" oder zum Thema "Kulturpolitik" oder Sie möchten wissen, was ist eine Vernissage, was ist eine Collage, was ein Fresko oder was bedeutet das Wort Surrealismus? Einige Antworten auf Fragen aus dem Bereich Kunst und Kultur finden Sie unter dem Stichpunkt Glossar, an dessen Erweiterung wir stetig arbeiten.