Terra Human - Magazin und Portal
Home
Umwelt & Natur
Kunst & Kultur
Soziales
Wissenschaft
Photographie
Navigation
Impressum

Eine Stunde für die Natur - Bundesweiter Aktionstag


Mit-Mach-Angebote

Einladung zum bundesweiten Aktionstag Naturschutz-Ehrenamt
am Samstag, 23.9.06 im Biosphärenreservat Schorfheide Chorin

Ehrenamtliches Engagement ist das Rückgrat der Natur- und Umweltschutzbewegung
Eine Stunde für die Natur - bundesweit Mit-Mach-Angebote

19.09.2006 - Mit einem bundesweiten Aktionstag wollen Spitzenvertreter der deutschen Natur- und Umweltschutzorganisationen am Samstag, den 23.09.2006 von 10 bis 14 Uhr im Informationszentrum des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin "Blumberger Mühle" bei Angermünde in Brandenburg die große Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit betonen.
Prominenter Gast ist der brandenburgische Minister für ländliche Entwicklung, Umwelt- und Verbraucherschutz Dr. Dietmar Woidke. Ehrenamtlich Engagierte pflegen am Aktionstag gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Stiftungswesen sowie den Präsidenten des NABU, Olaf Tschimpke, Europarc Deutschland, Dr. Eberhard Henne und DNR-Generalsekretär Dr. Helmut Röscheisen, eine Streuobstwiese sowie die Sumpfschildkröten-Anlage des Infozentrums. Während des anschließenden moderierten Gesprächs werden die Bedeutung des Naturschutz-Engagements für die Gesellschaft sowie Möglichkeiten zur Förderung des Ehrenamtes diskutiert.

Für die Vertreter der Medien besteht die seltene Gelegenheit, die Prominenten neben zahlreichen anderen aktiven Naturschützern nicht am Schreibtisch, sondern bei praktischer Arbeit in schöner landschaftlicher Umgebung zu erleben.

In ganz Deutschland bieten Umweltorganisationen am gleichen Tag ähnliche Aktionen an, so auch Nationalparks, Naturparks und Biosphärenreservate im Rahmen ihres Freiwilligenprogramms.
Der Aktionstag ist ein Beitrag der Natur- und Umweltschutzorganisationen zur bundesweiten Aktionswoche des bürgerschaftlichen Engagements, die dieses Jahr vom 15. bis 24. September unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler stattfindet. Dem Dachverband DNR gehören über 90 Natur- und Umweltschutzorganisationen mit 5,5 Millionen Bundesbürgern an Unterstützt wird der Aktionstag von der "Aktion Mensch" sowie der Gregor Louisoder Umweltstiftung.

Quelle im Internet und weitere Informationen: www.dnr.de

----------- Weitere Mitteilungen -------------
 

Negative Folgen für Mensch und Natur!

NABU lehnt weitere Elbvertiefung ab und fordert Umdenken in Hafenwirtschaft und Küstenschutz

Hannover, 12. September 2006 - Die Landesverbände des Naturschutzbund NABU in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen lehnen die geplante Elbvertiefung entschieden ab und fordern ein Umdenken in der Hafenwirtschaft und im Küstenschutz.

Für die drei Landesverbände stellt sich die Frage, welche politischen Absprachen zwischen den Elbanliegerländern getroffen wurden, sodass schon heute der Verfahrensbeginn bekannt gegeben werden konnte.

Nach den jetzt vorliegenden Elbeausbauplänen bleiben die Erkenntnisse der Klimaforschung und der steigende Nordsee-Meeresspiegel unberücksichtigt, kritisiert der NABU. Darüber hinaus bezweifelt der NABU die ökonomische Notwendigkeit.

"Jede weitere Elbvertiefung gefährdet die Natur und die Menschen", erklärt Rolf Bonkwald, Vorsitzender des NABU Hamburg. "Infolge der letzten Vertiefung von 1999 tritt nun alljährlich im Sommer ein für Fische tödliches Sauerstoffloch in der Elbe auf. Gleichzeitig verschlicken die ökologisch wertvollen Flachwasserbereiche und die Yacht- und Überseehäfen. Wir erwarten, dass derart negative Folgen nach der nächsten Maßnahme verstärkt auftreten. Dieser schwere Eingriff in den Naturhaushalt wird nicht auszugleichen sein." Bonkwald betont, dass das Projekt nicht überhastet vorangetrieben wird: "Wir brauchen jetzt eine gründliche Prüfung, die insbesondere die Auswirkungen auf die Ökologie und den Küstenschutz berücksichtigt." Statt die Elbe noch weiter auszubauen, fordert der NABU ein gesamtnorddeutsches Hafen- und Küstenkonzept für Mensch und Natur, das die laufend steigenden Nordseemeeresspiegel (bis zu 50 cm im 21. Jahrhundert) berücksichtigt.


Hans-Jörg Helm, Vorsitzender des NABU

Niedersachsen: "Neben dem Anstieg des Meeresspiegels ist auch mit dem Anwachsen der Sturmflutwasserstände zu rechnen. Die Ursachen hierfür liegen überwiegend in der Elbvertiefung und dem Vorziehen der Deichlinie. Gleichzeitig wird sich weiterhin der Festlandsockel durch Gas- und Wasserentnahmen sowie durch Entwässerung um weitere 15 Zentimeter senken. Die Situation ist also erheblich dramatischer als von Hamburg dargestellt." Deswegen ist unbestritten, dass die Unterelbedeiche durch eine weitere Vertiefung gefährdet sind. Zu den Kosten einer Elbvertiefung sind Folgekosten für Deichverstärkung, Vorlandsicherung und Baggermaßnahmen hinzuzurechnen. "Es ist besorgniserregend, mit welchem Druck die Elbvertiefung durchgesetzt wird", so Helm. "Hier werden erneut zig Millionen von Steuergeldern zu Gunsten der Hafenwirtschaft umgeschichtet. Denn das Ausbaggern der Fahrrinne und die dadurch notwendig werdenden Maßnahmen beim Hochwasserschutz bezahlen wir alle gemeinsam."

Das Gutachten, das die wirtschaftliche Kosten-Nutzen-Analyse beinhaltet, ist insbesondere bundespolitisch umstritten und wird weiterhin unter Verschluss gehalten. Bonkwald: "Das Gutachten muss endlich für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Ohne dessen Zahlen kann nicht abschließend geklärt werden, ob das Großprojekt volkswirtschaftlich sinnvoll ist und sich die volkswirtschaftlichen Interessen der Elbvertiefung nicht auch mit einem Ausbau anderer Häfen wie Cuxhaven oder Wilhelmshaven verwirklichen ließe."

Quelle im Internet: niedersachsen.nabu.de


--------------------------------------------------------

Weitere Themen: 63, 64, 65, 66, 67, 68, 69, 70

Hinweise zur Ausstellung:

» Kartographie und Kunst als bunte Klimazeugen (bis 6. Oktober 2006)
» Walter Benjamins Archive - Bilder, Texte und Zeichen (bis 19. November 2006)
» "Lichtschächte" in Zollerns Maschinenhalle (bis 4. März 2007)

Sie haben eine Frage zum Thema "Natur, Flora und Fauna" oder zum Thema "Elbvertiefung und Küstenschutz" oder Sie möchten wissen, was ist ein Biotop oder was bedeutet das Wort Habitat, oder was ist eine Metamorphose? Einige Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie unter dem Stichpunkt Glossar und einige weiterführende Erläuterungen unter Brennpunkte I und II.