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Lage in Uganda und Sudan


Weltkindertag in Uganda

Weltkindertag: In Uganda suchen 7 500 Ex-Kindersoldaten ein Zuhause

Forderung: UN-Zusatzprotokoll einhalten

(Duisburg/ Wien, 18. September) Anlässlich des Weltkindertages am 20. September fordert die Kindernothilfe die strikte Einhaltung des 2002 in Kraft getretenen Zusatzprotokolls zu Artikel 38 der UN-Kinderrechtskonvention (Jedes Kind hat ein Recht auf Schutz vor kriegerischer Gewalt). Das Zusatzprotokoll verbietet Kriegsparteien den Einsatz von unter 18-Jährigen. In den Bürgerkriegen in Sri Lanka und im Norden Ugandas werden Kinder und Jugendliche aber immer noch als Kindersoldaten missbraucht. Die seelischen und körperlichen Verletzungen dieser Mädchen und Jungen machen die Rückkehr in ein normales Leben extrem schwierig.

Uganda: 7.500 Ex-Kindersoldaten suchen ein neues Zuhause

In Uganda stehen die Friedensgespräche zwischen der ugandischen Regierung und den Rebellen der Lord's Resistance Army (LRA) kurz vor einem Abschluss. Die Kindernothilfe erwartet in den nächsten Tagen die Rückkehr von 1.500 ehemaligen Kindersoldaten in ihre Heimatdörfer. In den kommenden Monaten wird diese Zahl auf etwa 7.500 anwachsen. Derzeit ist aber noch völlig unklar, wo diese Kinder untergebracht werden. In ihre Familien können sie häufig nicht zurückkehren, da die Eltern als Vertriebene in Lagern leben oder tot sind. Häufig ist ihnen aber auch die Rückkehr versperrt, weil sie für die Rebellenarmee im eigenen Familienkreis oder im Heimatdorf morden mussten. Noch gibt es keine Programme für diese traumatisierten und extrem gewaltbereiten Mädchen und Jungen. Die Kindernothilfe wird die Programmarbeit in dieser Region ausbauen, um ehemalige Kindersoldaten und Kriegswaisen aufzufangen. Mit beruflicher Ausbildung und psychologischer Betreuung wird sie bei einem kleinen Teil dieser Rückkehrer zu einer neuen Lebensperspektive beitragen.

Sri Lanka: Flüchtlingsschicksale begünstigen Zwangsrekrutierungen

In Sri Lanka sind 150.000 Menschen auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg im Norden und Osten des Landes. Vor allem für Kleinkinder ist die Situation lebensbedrohlich, da viele Familien völlig abgeschnitten zwischen den tamilischen Rebellen der Tamil Tigers of Eelam (LTTE) und der Regierungsarmee auf Hilfe hoffen. Aufgrund der unüberschaubaren Sicherheitslage im Nordosten Sri Lankas dringen derzeit nur wenige Hilfsorganisationen in die Dörfer vor. Die Kindernothilfe versorgt die Menschen mit Nahrungsmitteln und frischem Wasser. Erschwert wird die Belieferung der Dörfer durch Fahrzeugkontrollen, die die Regierungstruppen aus Sorge vor Waffenschmuggel durchgeführt. Die Entwurzelung tausender Familien führt zu einer vermehrten Zwangsrekrutierungspraxis von Kindern und Jugendlichen auf allen Seiten, fürchtet die Kindernothilfe. Die Organisation ist seit über 30 Jahren mit Hilfsprogrammen im tamilischen Nordosten präsent.

Monika Eisenhauer, Referat Presse- und Öffentlichkeitarbeit

Mehr zur Soforthilfe in Sri Lanka unter: www.kindernothilfe.de/Soforthilfe

------------- Weitere Mitteilungen ------------
 

Cholera-Epidemie ausgebrochen

Sudan: Malteser befürchten neue Katastrophe in Darfur
Cholera-Epidemie ausgebrochen

Köln/El Fasher, 14.09.2006 - Die Malteser warnen nach den jüngsten Gefechten vor einer neuen Katastrophe in der sudanesischen Kriegsprovinz Darfur. "Schon jetzt sind Hunderttausende Menschen von humanitärer Hilfe abgeschnitten - und die Kämpfe könnten sich ausweiten", erklärt Dr. Georg Nothelle, Leiter des Afrika-Referats bei Malteser International, der vor kurzem Darfur besucht hat: "Zudem ist direkt im Kampfgebiet die Cholera ausgebrochen. Wir befürchten, dass Krieg und Krankheiten die medizinische Minimalversorgung, die wir aufgebaut haben, wieder zerstören."

Die Malteser haben ihre Gesundheitszentren mit Antibiotika und Infusionsflüssigkeit zur Behandlung der schweren Durchfallerkrankung ausgestattet und das Personal in der Diagnose und Behandlung der Cholera geschult. Die Krankheit ist im April im Sudan aufgetreten und breitet sich seitdem im Norden des Landes aus.

Ende August sind nördlich von El Fasher, der Hauptstadt von Nord-Darfur, wieder Gefechte zwischen der sudanesischen Armee und Rebellengruppen aufgeflammt. In den vergangenen Tagen haben sie sich ausgeweitet. "In unserem Projektgebiet hat es bislang keine Kämpfe gegeben, aber die Lage kann sich jederzeit ändern", erklärt Nothelle. Die Malteser haben ihre Sicherheitsvorkehrungen nochmals verschärft.

Die Malteser stellen südlich von El Fasher die Gesundheitsversorgung für etwa 115.000 Menschen sicher. Sie untersuchen vor allem Schwangere, behandeln Kleinkinder und deren Mütter und bekämpfen Cholera und Malaria.

Die Malteser bitten um Spenden für ihre Hilfe in Darfur:

Spendenkonto 120 120 120
Bank für Sozialwirtschaft Köln, BLZ 370 205 00
Stichwort: "Sudan"

Quelle im Internet und weitere Informationen unter: www.malteser.de


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Sie haben eine Frage zum Thema "Weltkindertag, Uganda und Sudan" oder Sie möchten wissen, was ist oder was bedeutet das Wort Souveränität, was das Wort Soziologie oder Konvention? Einige Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie unter dem Stichpunkt Glossar und einige weiterführende Erläuterungen unter Brennpunkte I und II.