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Weltkindertag - Kindern eine Stimme geben


Benefizaktion "Frieden miteinander teilen"

Weltkindertag in Hannover: Mehr als 4000 Schüler erwartet
Ministerin Mechthild Ross-Luttmann eröffnet Benefizaktion

Hinweis: Die Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen,

am Mittwoch, 20. September, um 9 Uhr, in Hannover, Maschsee-Nordufer (Fackelträger, gegenüber Sprengel Museum), an der Eröffnung des Weltkindertages 2006 durch die Niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit teilzunehmen.

Hannover, 19.09.2006 - Familienministerin Mechthild Ross-Luttmann kann beim Weltkindertag in Hannover voraussichtlich mehr als 4000 Schüler und Lehrer aus der gesamten Region Hannover begrüßen. Diese starten gemeinsam um den Maschsee zu einer Benefizwanderung. Unter dem diesjährigen Motto "Frieden miteinander teilen" überreichen die Teilnehmer aus 40 Schulen am Mittwoch ihre Spenden, die sie in den vergangenen Wochen für zwei Hilfsprojekte im Nahen Osten gesammelt haben. Schirmherr der diesjährigen Aktion ist Ministerpräsident Christian Wulff.

"Den Erlös der Benefizaktion erhalten zwei Projekte, die die Verständigung zwischen Menschen muslimischen und jüdischen Glaubens zum Ziel haben. Dies fördert im Sinne des Mottos des Weltkindertages den zwischenmenschlichen Frieden", sagt Ross-Luttmann. Die Organisatoren wollen mit den Spenden ein israelisches Zentrum unterstützen, das traumatisierten jüdischen und muslimischen Familien einen Therapie- und Kuraufenthalt ermöglicht. Zudem kommt der andere Teil italienischen Ordensfrauen zugute, die in Jerusalem jüdische und muslimische Kinder gemeinsam unterrichten.

Wenn bereits Kinder unterschiedlicher religiöser Herkunft ganz selbstverständlich beim gemeinsamen Unterricht erführen, dass die "scheinbar Anderen" gar nicht so anders seien, sei dies ein vorbildlicher Ansatz, so die Ministerin. Das gemeinsame Erleben zeige sich auch beim Weltkindertag am Maschsee. An diesem nähmen unter anderem seh- und hörgeschädigte sowie geistig behinderte Kinder gemeinsam mit ihren Altersgenossen aus den verschiedensten Schulen an der Wanderung und den Angeboten rund um dem See teil, hebt Ross-Luttmann hervor.

Der besondere Dank der Familienministerin gilt der langjährigen Organisatorin des inzwischen 12. Weltkindertages an Hannovers Maschsee, Elisabeth Lücking-Salim. Sie habe auch in diesem Jahr mit zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, Verbänden und Sponsoren an dem See, den es zu umrunden gilt, ein vielfältiges Programm mit mehr als 20 Informations- und Mitmachstationen organisiert. Von der Aidsberatung bis zum Rollstuhlbasketball erwarten die Schülerinnen und Schüler zahlreiche Angebote.

Weitere Informationen zum Weltkindertag gibt es bei Organisationsleiterin Elisabeth Lücking-Salim unter der Rufnummer (0511) 62 14 11.

Quelle im Internet: www.ms.niedersachsen.de

-------------- Weitere Mitteilungen zum Weltkindertag --------------
 

Kindern eine Stimme geben

UNICEF sucht JuniorBotschafter - Wettbewerb startet zum Weltkindertag

19.09.06 - Zum Weltkindertag am 20. September ruft die UNICEF-Schirmherrin Eva Luise Köhler dazu auf, mehr Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder in Deutschland zu schaffen. "In einer Gesellschaft, in der es immer weniger Kinder gibt, wird es immer wichtiger, die Meinung der Kinder zu hören", erklärte Eva Luise Köhler. "Kinder müssen auf allen Ebenen ermutigt und unterstützt werden, sich selbst für ihre Rechte einzusetzen und an der Gestaltung der Gesellschaft mitzuwirken."

Um Kindern eine Stimme zu geben, startet UNICEF am Weltkindertag zum vierten Mal den Wettbewerb um den UNICEF-JuniorBotschafter des Jahres. Schulklassen, Gruppen, aber auch einzelne Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sind aufgerufen, selbst Aktionen zu entwickeln, die sich mit Themen wie Kinderarmut, Benachteiligung, Mädchen, Bildung oder Kinder und Krieg auseinander setzen.

Die Achtung vor der Meinung der Kinder und ihr Recht, Einfluss zu nehmen, ist ein zentraler Grundsatz in der UN-Konvention über die Rechte des Kindes, die Deutschland 1992 ratifiziert hat. UNICEF setzt sich deshalb für altersgemäße und authentische Formen der Beteiligung von Kindern in Schulen, Städten und Gemeinden und in der Politik ein. "Wenn Kinder wirklich ernst genommen werden, entwickeln sie die Fähigkeit, Verantwortung für sich und die Gesellschaft zu übernehmen", sagte Eva Luise Köhler.


JuniorBotschafter des Jahres gesucht

UNICEF-JuniorBotschafter informieren über die Situation von Kindern und ihre Rechte und setzen sich für benachteiligte Kinder auf der ganzen Welt ein. Die besten Aktionen werden von einer Jury aus Kindern und Erwachsenen ausgewählt und im Mai 2007 in der Frankfurter Paulskirche mit dem Preis "JuniorBotschafter des Jahres 2007" ausgezeichnet. Seit 2004 haben sich über 20.000 Kinder und Jugendliche als JuniorBotschafter für Kinderrechte engagiert. Unterstützt wird der Wettbewerb vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, dem Kinderkanal von ARD und ZDF, KI.KA, der Zeitschrift Geolino und dem Verein Makista - "Macht Kinder stark für Demokratie". Bewerbungsunterlagen und Informationen für angehende JuniorBotschafter finden sich unter www.juniorbotschafter.de. Einsendeschluss ist der 15. März 2007.


Der Weltkindertag

1954 beauftragten die Vereinten Nationen UNICEF erstmals mit der Ausrichtung eines Weltkindertages. Neben dem Einsatz für Kinderrechte und Freundschaft unter der nachwachsenden Generation sollten sich die Regierungen einmal im Jahr öffentlich verpflichten, die Arbeit des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen zu unterstützen.

Der Weltkindertag wird heute an unterschiedlichen Tagen in mehr als 145 Nationen gefeiert. In Deutschland organisieren Kinder- und Jugendorganisationen jedes Jahr am 20. September Demonstrationen, Diskussionen, Straßenfeste und andere öffentliche Veranstaltungen, um auf die Lage der Kinder aufmerksam zu machen.


Die wichtigsten Kinderrechte

Die Kinderrechte sind in der UN-Konvention über die Rechte des Kindes festgelegt. Sie wurde von der Vollversammlung der Vereinten Nationen am 20. November 1989 einstimmig verabschiedet. Sie unterstreicht das Recht auf Überleben und persönliche Entwicklung, Schutz vor Ausbeutung und Gewalt und auch das Recht auf Beteiligung. Alle Unterzeichnerstaaten verpflichten sich, das Wohlergehen der Kinder bei allen politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen zu berücksichtigen und hierüber regelmäßig Rechenschaft abzulegen. Alle Staaten der Erde, außer Somalia und den USA haben die UN-Kinderrechtskonvention ratifiziert. Die wichtigsten Kinderrechte sind:

» Alle Kinder haben die gleichen Rechte.
» Keinem Kind darf Gewalt angetan werden.
» Niemand darf Kinder ausbeuten.
» Jedes Kind hat das Recht, seine Meinung zu sagen.
» Jedes Kind hat das Recht zu erfahren, was es wissen will.
» Kinder sollen bei ihren Eltern aufwachsen dürfen.
» Kinder müssen im Krieg, bei Katastrophen und auf der Flucht geschützt werden.
» Behinderte Kinder haben das Recht, besonders betreut und gefördert zu werden.
» Kranken Kindern muss geholfen werden.
» Kinder haben das Recht eine Schule zu besuchen.
» Kinder dürfen spielen und sich erholen.

Das Kindermagazin "GEOlino", mit dem UNICEF seit seiner Gründung vor zehn Jahren eng zusammenarbeitet, ruft in seiner aktuellen Ausgabe alle jungen Leserinnen und Leser dazu auf, ihre Meinung zu den Kinderrechten aufzuschreiben: Redaktion GEOlino Stichwort: "Eure Meinung zählt", 20444 Hamburg.

Quelle im Internet und weitere Informationen unter: www.unicef.de


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Weitere Themen: 61, 62, 63, 64, 65, 66, 67, 68

Sie haben eine Frage zum Thema "Weltkindertag und Kinderrechte" oder Sie möchten wissen, was ist oder was bedeutet das Wort Souveränität, was das Wort Soziologie oder Konvention? Einige Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie unter dem Stichpunkt Glossar und einige weiterführende Erläuterungen unter Brennpunkte I und II.