Terra Human - Magazin und Portal
Home
Umwelt & Natur
Kunst & Kultur
Soziales
Wissenschaft
Photographie
Navigation
Impressum

Rund um den Vogelzug


Vogelzug in Deutschland erreicht Höhepunkt

NABU: Vogelzug in Deutschland erreicht Höhepunkt
10. Birdwatch findet am 7. und 8. Oktober statt

Berlin, 15.09.2006 - Trotz der noch sommerlichen Temperaturen verlassen in diesen Tagen und Wochen mehr als 50 Millionen Zugvögel ihre Brutgebiete in Deutschland, um wie in jedem Jahr geeignete Winterquartiere anzusteuern. "Der Vogelzug bietet all denen, die ein Auge dafür haben, ein faszinierendes Naturschauspiel", sagte NABU-Vogelschutzexperte Markus Nipkow. Naturfreunde und Vogelfans können sich beim Birdwatch - dem 10. internationalen Zugvogel-Beobachtungswochenende am 7. und 8. Oktober - einer der zahlreichen Veranstaltungen anschließen, die der NABU bundesweit anbietet.

Der Birdwatch wurde von BirdLife International, dem Dachverband aller Vogelschutzverbände, ins Leben gerufen. Ziel ist es, die eindrucksvollen Formationsflüge und rastenden Vogelschwärme am ersten Oktoberwochenende jeden Jahres zu beobachten und festzuhalten. Das diesjährige Motto lautet "Important Bird Areas", womit 542 Vogelschutzgebiete zwischen Garmisch und Flensburg gemeint sind. Viele der angebotenen Exkursionen werden in diese Gebiete führen. Sie bilden auch ein Netzwerk wichtiger Rast- und Überwinterungsgebiete, deren Schutz die EU-Vogelschutzrichtlinie seit 1979 vorschreibt.

Beim NABU werden alle Beobachtungen vom 7. und 8. Oktober gesammelt und ausgewertet. Am einfachsten und schnellsten können die Zugvogeldaten per Internet übermittelt werden. Der NABU bietet hierzu auf seiner Internetseite unter www.NABU.de die Möglichkeit zur direkten Online-Eingabe. Neben aktuellen Infos rund um den Birdwatch gibt es dort auch eine bundesweite Terminübersicht der angebotenen Exkursionen.

Etwa die Hälfte aller Vogelarten zählt zu den Zugvögeln. Ihre "innere Uhr" lässt sie auf die nun abnehmenden Tageslängen reagieren und veranlasst die Vögel zum Aufbruch in wärmere Gefilde. Manchen Zugvögeln wie dem Hausrotschwanz oder dem Rotmilan genügt ein Trip in mediterrane Regionen, andere wie Rauch- und Mehlschwalben fliegen bis ins südliche Afrika. Die meisten der in langen Ketten vorüber ziehenden Kraniche sind dagegen Durchzügler aus nördlich gelegenen Brutgebieten. Die majestätischen Großvögel überqueren Deutschland auf ihrer Reiseroute innerhalb eines recht schmalen Korridors zwischen Rügen und Eifel. Ihre Überwinterungsgebiete liegen vor allem in Spanien und Portugal.

Für Rückfragen: Dr. Markus Nipkow, NABU-Vogelschutzexperte, Tel. 0228-4036-155, mobil 0172-9108275

Im Internet zu finden unter: www.NABU.de und www.birdwatch.de

-------- Mehr zum Thema Vogelzug ----------
 

Führungen zu Kranich-Rastplätzen

Kraniche sammeln sich nach Ende der Brutsaison in der Niederlausitz zum Vogelzug

Führungen zu Kranich-Rastplätzen von September bis November am Naturparkzentrum Wanninchen

Wanninchen, 16. August 2006 - Die Flachgewässer in Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen dienen seit einigen Tagen Hunderten von Kranichen als Rastplatz für ihre Nahrungssuche und als Sammelpunkt für den Vogelzug. Etwa 4.000 Tiere, die bald aus Skandinavien, dem Baltikum und Osteuropa eintreffen, werden im September und Oktober ständig am Schlabendorfer See vor Ort sein, bevor sie nach Spanien weiterziehen.

Die hohen sommerlichen Temperaturen schmälerten in diesem Jahr den Bruterfolg der Kraniche. Der Grund: Manche lokale Feuchtgebiete, in denen die Vögel ihre üblicherweise geschützten Nistplätze bebrüten, waren vom Trockenstand betroffen. Fressfeinde konnten so die Gelege erreichen und plündern.

Ganz in der Nähe des Naturparkzentrums Wanninchen lassen sich die Kraniche am Schlabendorfer See nun sehr gut beobachten, da sie in den Flachwasserbereichen geschützt sind und sich für den Weiterzug Richtung Süden sammeln können. Vermutlich werden einige Vögel schon bald nach Spanien aufbrechen, um in den Korkeichenwäldern nach Futter zu suchen. Gleichzeitig ist seit einigen Jahren zu beobachten, dass Kraniche in Deutschland überwintern, weil die Temperaturen insgesamt milder ausfielen.

Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen ist ein eindrucksvolles Rastgebiet für Zugvögel. In den Herbstmonaten sind hier Tausende Kraniche und Zehntausende nordische Gänse zu beobachten. Aus der ehemals durch den Braunkohletagebau zerstörten Landschaft sind dank der Heinz Sielmann Stiftung neue Naturparadiese mit einem spezifischen Artenreichtum entstanden. Seit dem Jahr 2000 erwarb die Heinz Sielmann Stiftung sukzessive Flächenteile für die Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen, die inzwischen eine Größe von 3.099,52 Hektar umfasst, und sicherte sie damit für den Natur- und Artenschutz. Rad- und Wanderwege ermöglichen interessante Exkursionen in das Gebiet.

Ab September bis Anfang November bieten Mitarbeiter der Heinz Sielmann Stiftung an jedem Donnerstag, Samstag und Sonntag Exkursionen zu den Schlafplätzen der Zugvögel an. Der Treffpunkt ist jeweils eine Stunde vor Sonnenuntergang am Heinz Sielmann Naturparkzentrum Wanninchen in Luckau/Ortsteil Görlsdorf. In der Ausstellung "Kraniche - Vögel des Glücks" ist im Naturparkzentrum vieles über das Leben der interessanten Zugvögel zu erfahren. Weitere Ausstellungsbereiche informieren über den regionalen Naturschutz und das Wirken von Prof. Heinz Sielmann.

Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen
Naturparkzentrum Wanninchen, 15926 Luckau, Ortsteil Görlsdorf

Führungen zu den Rastplätzen der Kraniche und nordischen Gänse:
Jeden Donnerstag, Samstag und Sonntag

02.-16. September: Start um 18.00 Uhr
17.-30. September: Start um 17.30 Uhr
01.-15. Oktober: Start um 17.00 Uhr
19.-29. Oktober: Start um 16.30 Uhr
02.-05. November: Start um 15.30 Uhr

Dauer etwa 2 Stunden.
Kosten der Führung: Euro 2,00 pro Person
Anmeldung an: Frau Sybille Hartnick
Telefon: 03544-557755

Ausstellung "Kraniche - Vögel des Glücks"
täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr; Eintritt Euro 2,00/ 1,00 (ermäßigt)

Die Anreise erfolgt aus Richtung Berlin und Dresden über die A13 bei der Ausfahrt Calau und anschließend über Zinnitz, Schlabendorf und Görlsdorf nach Wanninchen. Von Westen her geht es über die B 87 oder 102 zunächst nach Luckau und weiter über Freesdorf, Frankendorf nach Görlsdorf zum Naturparkzentrum.

Quelle im Internet und weitere Informationen unter: www.sielmann-stiftung.de


--------------------------------------------------------

Weitere Themen: 54, 55, 56, 57, 58, 59, 60, 61

Sie haben eine Frage zum Thema "Vogelzug in Deutschland" oder Sie möchten wissen, was ist ein Biotop oder was bedeutet das Wort Habitat, was ist eine Metamorphose? Einige Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie unter dem Stichpunkt Glossar und einige weiterführende Erläuterungen unter Brennpunkte I und II.