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Erneuerbare Energien sichern Arbeitsplätze


Beschäftigtenzahlen kontinuierlich gestiegen

Erneuerbare Energien sichern langfristig Arbeitsplätze in Deutschland

Michael Müller: Nachhaltige Impulse für Export, Wachstum und Beschäftigung

Berlin, 12.09.2006 - Die Beschäftigtenzahlen im Bereich der erneuerbaren Energien sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und werden auch in Zukunft deutlich weiter zulegen. Bis zum Jahr 2020 ist damit zu rechnen, dass die Zahl der Beschäftigten in dieser Branche von derzeit rund 170.000 auf mindestens 300.000 ansteigen wird. Diese Zahlen sind Ergebnis eines jetzt abgeschlossenen Forschungsvorhabens, das Michael Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium, heute im Rahmen einer Fachtagung in Berlin vorstellte. "Erneuerbare Energien sind auch wirtschafts- und beschäftigungspolitisch ein Aktivposten für Deutschland", sagte Müller.

Selbst unter Berücksichtigung aller denkbaren negativen Beschäftigungseffekte fällt die Bilanz der Erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2020 mit mindestens 70.000 zusätzlichen Dauerarbeitsplätzen eindeutig positiv aus. "Die Studie belegt, erneuerbare Energien geben nachhaltige Impulse für Export, Wachstum und Beschäftigung. Die positiven Arbeitsmarktimpulse des Ausbaus der erneuerbaren Energien sind demnach deutlich stärker als mögliche gegenläufige Effekte", so Müller.

Voraussetzung für die ermittelten positiven Beschäftigungswirkungen ist, so die Studie, dass der deutsche Markt bei stabilen politischen Rahmenbedingungen weiterhin anhaltende Absatzchancen und Innovationsimpulse für die erneuerbaren Energien bietet. Hierfür ist neben der Fortführung des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) rasch ein ähnlich wirkungsvolles Instrument auch im Bereich der regenerativen Wärmeerzeugung erforderlich, um die dort vorhandenen Potentiale zu mobilisieren. Daneben hängen die Arbeitsplatzwirkungen in Deutschland stark davon ab, in welchem Umfang die deutschen Unternehmen ihre derzeit sehr guten Chancen im stark wachsenden Weltmarkt für erneuerbare Energien nutzen. Bis 2020, so schätzt die Studie, können die weltweiten Investitionen in Erneuerbare-Energien-Anlagen von derzeit etwa 40 Milliarden Euro auf rund 250 Milliarden Euro ansteigen und im Jahr 2030 sogar 460 Milliarden Euro pro Jahr erreichen.

Die Studie geht bei ihren Berechnungen allerdings davon aus, dass von dem Export-Kuchen des Jahres 2030 lediglich rund 6 Prozent, knapp 30 Milliarden Euro, auf deutsche Hersteller entfallen. Dieses Exportszenario wurde aus Sicht der Forscher bewusst zurückhaltend gewählt, genauso wie die Annahmen zur Entwicklung der Preise erneuerbarer Energieträger im Verhältnis zu denen konventionell erzeugter Energie. Denn beide Größen üben einen erheblichen Einfluss auf die Beschäftigungswirkung aus. In Sensitivitätsanalysen wurden daher auch alternative Export- sowie Energiepreisszenarien modelltheoretisch geprüft. Hierbei ergaben bereits geringfügig optimistischere Annahmen zum Exportanteil deutscher Unternehmen sowie zur Kostenentwicklung der erneuerbaren Energien deutlich höhere Beschäftigungseffekte, die 2030 eine Größenordnung von bis zu 415.000 Brutto- beziehungsweise 180.000 Netto-Arbeitsplätzen erreichen. Das sind jeweils rund 100.000 Arbeitplätze mehr als in der Basis-Variante. Schwierig war es für die Forscher dagegen, negative Beschäftigungseffekte zu errechnen: Hierfür müsste - völlig unrealistischer Weise angenommen werden, dass sämtliche Exporte der erneuerbaren Energien-Branche praktisch zum Erliegen kommen und dass die Energiepreise konventioneller Energien auf das Niveau der Jahre 2000 - 2002 zurückfallen und auch langfristig dort verbleiben.

Das Forschungsvorhaben "Auswirkungen des Ausbaus der erneuerbaren Energien auf den deutschen Arbeitsmarkt unter besonderer Berücksichtigung des Außenhandels" war in den letzten beiden Jahren vom Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW, Stuttgart; Projektleitung), dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW, Berlin), dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR, Stuttgart) und der Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS, Osnabrück) bearbeitet worden. Es stützt sich unter anderem auf eine Befragung von mehr als 1.100 Unternehmen der Erneuerbare-Energien-Branche sowie differenzierte Szenarien zur Entwicklung des deutschen sowie weltweiten Marktes für erneuerbare Energien in den Bereichen Strom, Wärme und Kraftstoff bis zum Jahr 2030.

Der Abschlussbericht zur Studie kann aus dem Internet unter www.bmu.de oder www.erneuerbare-energien.de herunter geladen werden. Dort finden sich auch eine 25seitige Kurzfassung der Studie sowie weitere wissenschaftliche Untersuchungen zu den langfristigen Perspektiven der erneuerbaren Energien.

Quelle: www.erneuerbare-energien.de

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Energiesparen und die Umwelt schützen!

Umweltministerium informiert beim Umwelt- und Friedenstag in Blieskastel über das Thema Energiesparen

Saarland, Ministerium für Umwelt

14.09.2006 -Am kommenden Sonntag, 17. September verwandelt sich die Blieskasteler Innenstadt zum 20. Umwelt- und Friedenstag wieder zur größten saarländischen Öko-Informationsbörse. Der Umwelt- und Friedentag ist eine Veranstaltung der Bürgerinitiative Umwelt und Frieden, des Saarpfalz Kreises und der Stadt Blieskastel. Mit über 150 Ausstellern sowie einem großen Informations- und Verbrauchermarkt ist der Umwelt- und Friedenstag, der in diesem Jahr bereits zum 20. Mal stattfindet, die wohl größte Öko-Messe im Südwesten.

Auch das Umweltministeriums ist ab zehn Uhr mit einem eigenen Infostand im Themenzelt "Ökologisch Bauen und Wohnen" in Blieskastel vertreten und bietet den Besucherinnen und Besucher ein vielfältiges Informations- und Beratungsangebot rund um das Thema Umweltschutz und Energiesparen.

Das Motto lautet hierbei: "Die Umwelt schützen und den eigenen Geldbeutel schonen!" Denn wer erneuerbare Energien nutzt, mit Energieressourcen sparsam umgeht und so seinen Energieverbrauch reduziert, spart bares Geld! Im Mittelpunkt stehen die vielfältigen Möglichkeiten der Nutzung von regenerativen Energien sowie der Umweltschutz in und um das eigene Heim. Gerade bei der Sanierung von Altbauten und beim Bau von neuen Immobilien kommt den Energieeinsparbemühungen eine zentrale Bedeutung zu. Informationen gibt es daher unter anderem zur "Grünen Hausnummer." Die Grüne Hausnummer ist ein Ökoprädikat für nachhaltiges Bauen, mit dem das Umweltministerium seit 1996 energie- und umweltbewusste Bauherren auszeichnet. Egal ob bei privaten Wohnhäusern oder bei gewerblichen Betrieben - wer beim Gebäudebau oder beim Umbau von bestehenden Altbauten etwas für die Umwelt tut und ökologische Grundsätze beachtet, wird vom Umweltministerium mit der Grünen Hausnummer belohnt.

Themen wie die Nutzung von Holz als Baustoff, die clevere und Kosten sparende Altbausanierung oder die Nutzung von regenerativen Energien für moderne Heiztechnologien stehen daher ebenfalls auf dem Programm. Denn neben dem intelligenten und sparsamen Umgang mit Energie will das Umweltministerium auch die Nutzung der erneuerbaren Energiequellen voran bringen. Wer bisher geglaubt hat, dass innovative Heiztechnologien auf der Basis von erneuerbaren Energien oder moderne Wärmedämmmethoden beim Bau oder der Sanierung des Eigenheimes für einen energieeffizienten Umweltschutz teuer und nicht bezahlbar sind, wird eines Besseren belehrt werden!

Kurzum: Das Umweltministerium informiert beim Umwelt- und Friedenstag in Blieskastel über alles, was Sie über die Möglichkeiten zur Energieeinsparung und zum Umweltschutz am Bau, über die Nutzung von Solarenergie und Holzenergie sowie über die Nutzung von Fotovoltaik wissen wollen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Umweltministeriums stehen allen interessierten Häuslebauern und allen Wohnraummodernisierern für Fragen und individuelle Lösungsvorschläge zur Verfügung! Auf Wunsch können auch Ansprechpartner für weiterreichende Informationsgespräche vermittelt werden. Kommen Sie zum Umwelt- und Friedenstag nach Blieskastel und informieren Sie sich!

Quelle und weitere Informationen: www.umwelt.saarland.de


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Weitere Themen: 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58

Sie haben Fragen betreffend des Themas "Erneuerbare Energien, regenerative Energien" oder Sie möchten wissen, was bedeutet das Wort Ökologie oder was ist ein Biotop, oder was ist eine Photosynthese? Einige Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie im Glossar und einige weiterführende Erklärungen unter dem Stichpunkt Brennpunkte I und II.