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Tony Cragg - Das Potential der Dinge


"Sehen und Denken" oder "Thinking Models"

Einladung zum Presserundgang durch die Ausstellung
am Donnerstag, 14. September, 11.30 Uhr,
Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, Berlin-Tiergarten
Tony Cragg wird anwesend sein.

08. September 2006 - Auf Einladung der Akademie der Künste ordnet der international geschätzte Bildhauer Tony Cragg unter dem Titel "Das Potential der Dinge" seine Werke neu. Er reflektiert innere Entstehungs-zusammenhänge zwischen Skulptur und Zeichnung in neuen und älteren Plastiken, zahlreichen Zeichnungen, Druckgraphiken und Fotografien als "Sehen und Denken" oder "Thinking Models" im Raum. Den sinnlich-geistig anregenden 'Formulierungen' der großteils noch nie gezeigten Arbeiten entsprechend läßt sich die eigens vom Künstler konzipierte Präsentation als Kraftfeld nutzen. Die Ausstellung regt an, wirksamere Formen des ?Austausches? zu erproben, sowohl über Wahr-nehmung als auch zu bestimmten Forschungsthemen der Natur- und Geisteswissenschaft und zu aktuellen Tendenzen neuer gesellschaftlicher "Kreativbündnisse". Entsprechend umfangreich ist das Begleitprogramm interdisziplinärer Gespräche und Vortrags-Rundgänge durch die Ausstellung.

Tony Cragg, 1949 geboren in Liverpool, Mitglied der Royal Academy of Arts in London und seit 2001 der Akademie der Künste, lebt und arbeitet seit 1977 in Wuppertal. Lehrtätigkeit 1976 an der Ecole des Beaux-Arts in Metz, ab 1979 an der Kunstakademie in Düsseldorf, seit 2001 an der Universität der Künste in Berlin. Seine international geschätzten Arbeiten sind im öffentlichen Raum und weltweit in Ausstellungen zu sehen, wiederholt auch in namhaften Überblicksveranstaltungen zur Entwicklung der zeitgenössischen Kunst, wie z.B. auf der Kasseler documenta 7 (1982) und 8 (1987) und auf Biennalen, wie der in Venedig (1980, 1986, 1988 Britischer Pavillon), in Sao Paulo (1983) und in Sydney (1984). Preise u.a. 1988 Turner-Preis (London) und 2002 Piepenbrock-Preis für Skulptur (Berlin).

Quelle der Mitteilung im Internet unter: www.adk.de

--------- Weitere Mitteilungen aus dem Bereich Kunst und Kultur ---------
 

Vivaldis Venedig und Andromeda Liberata

"Vivaldis Venedig": Die Opern-Serenade "Andromeda Liberata"
Festspielhaus und Festspiele Baden-Baden gGmbH

Baden-Baden, 01.09.2006 - Vivaldi "groovt und swingt" zum Auftakt der Herbstfestspiele 2006 im Festspielhaus Baden-Baden: Das Venice Baroque Orchestra und Dirigent Andrea Marcon sind bekannt für ihre beschwingten Interpretationen mit Ohrwurmgarantie. Am Dienstag, den 3. Oktober 2006, um 18 Uhr präsentieren sie im Festspielhaus die Opern-Serenade "Andromeda Liberata" von Antonio Vivaldi. Neben dem Experten für Alte Musik Italiens und dem von ihm gegründeten Orchester sorgen die Sopranistin Simone Kermes, der Countertenor Max Emanuel Cenic sowie Ruth Rosique, Sara Mingardo und Mark Tucker dafür, dass die konzertante Aufführung auf höchstem Niveau erklingen wird. Eintrittskarten und weitere Informationen zum Programm der Herbstfestspiele 2006 gibt es unter Tel. 07221 / 30 13 101 oder im Internet unter www.festspielhaus.de

Langfassung:

Lange Zeit erging es der Opern-Serenade "Andromeda Liberata" wie den meisten anonymen Manuskripten: Ungeachtet ihrer Originalität und erstaunlichen musikalischen Vielfalt verstaubte die Partitur (wie unzählige weitere, die noch auf ihre Entdeckung warten) in einem der vielen venezianischen Bibliotheksmagazinen, da ein Werk ohne den Namen seines Komponisten wenig Aussicht hat, das Interesse des einen oder anderen Interpreten zu wecken. Erst als im Jahr 2002 der französische Musikwissenschaftler Olivier Fourés durch Zufall feststellte, dass die Arie "Sovvente il sole" eben jener "Serenata" von Antonio Vivaldi stammt, wurde "Andromeda Liberata" mit einem Mal bekannt.

Als der Dirigent, Cembalist und Musikwissenschaftler Andrea Marcon bei seiner ständigen Suche nach unbekannten und zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Werken des italienischen Barockzeitalters von der Sache erfuhr, war er nicht nur von den lebhaften orchestralen Klangkontrasten der "Andromeda Liberata" begeistert. Und so kam es, dass Marcon, der bereits zur Wiederentdeckung u. a. von Cavallis Oper "L'Orione" und Benedetto Marcellos Oratorium "Il trionfo della poesia e della musica" entscheidend beigetragen hat, auch "Andromeda Liberata" in sein Repertoire aufnahm.

Gemeinsam mit dem von ihm 1998 gegründeten Venice Baroque Orchestra, das inzwischen in ganz Europa, Nord- und Südamerika sowie Japan zu hören ist, und einem Ensemble aus international renommierten Vokalsolisten (dem u. a. auch der Tenor Mark Tucker angehört, der sich im barocken und klassischen Repertoire einen internationalen Namen gemacht hat) spielte er die Serenade auf CD ein - eine Produktion, die von der Kritik als "eine der bisher hinreißendsten Aufnahmen innerhalb eines Genres" gefeiert wurde, "dessen besondere Qualitäten weniger in der Dramatik der Handlung als im kunstvollen Wechselspiel der Affekte liegen" (Musik & Theater).

Dass "Andromeda Liberata" zu einem der bedeutendsten Vertreter der Gattung der Serenaden gehört, ist offensichtlich, entwickelt doch jede Arie des Werkes ihre ganz eigene mitreißende Atmosphäre. Und während die kurzen Rezitative die einzelnen Handlungselemente gekonnt miteinander verbinden, entfalten die brillanten Chöre die ganze Klangpracht des italienischen Barockstils.

Die Handlung des Werkes orientiert sich sehr frei an der griechischen Mythologie, genauer an der Hochzeit von Perseus und Andromeda und verweist allegorisch auf den Aufführungsanlass (möglicherweise die Rückkehr des venezianischen Kardinals Pietro Ottoboni, der am 21. Juli 1726 aus der Verbannung in die Lagunenstadt zurückkehren konnte): Andromeda soll, um ihr Land vor der Verwüstung eines von Poseidon geschickten Meerungeheuers zu retten, geopfert werden. Sie wird jedoch von Perseus gerettet, und beide feiern - nach einigen Verwirrungen - glücklich ihre Hochzeit.


FESTSPIELHAUS BADEN-BADEN
HERBSTFESTSPIELE 2006

Di., 3. Oktober 2006 - 18 Uhr

"Vivaldis Venedig"
Die Opern-Serenade "Andromeda Liberata"

Oper in konzertanter Aufführung
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Simone Kermes (Andromeda)
Max Cencic (Perseo)
Ruth Rosique (Cassiopea)
Sara Mingardo (Melise)
Mark Tucker (Daliso)

Andrea Marcon (Dirigent)
VENICE BAROQUE ORCHESTRA

EINTRITTSKARTEN: EUR 70 BIS 21; ermässigt: EUR 57 BIS 17

INFORMATIONEN UND RESERVIERUNG: 07221 / 30 13 101
www.festspielhaus.de

Quelle der Mitteilung im Internet: www.kulturkurier.de


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Weitere Themen: 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52

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