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Besser essen - Mehr bewegen


Zunahme von Übergewicht ist eine globale Entwicklung

Vorbeugung von Übergewicht eine der größten gesundheitspolitischen Herausforderungen der nächsten Jahre

Projektstart für die Gewinner des Wettbewerbs "Besser essen. Mehr bewegen"

8. September 2006 - Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und die Plattform Ernährung und Bewegung gaben heute in Berlin den Startschuss für die Erprobungsphase der 24 Gewinnerprojekte des Wettbewerbs "Besser essen. Mehr bewegen."
"Die Vorbeugung von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen wird eine der größten gesundheitspolitischen Herausforderung der nächsten Jahre sein", sagte der Staatssekretär beim Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Gert Lindemann, anlässlich der Eröffnung der Fachtagung "Prävention von Übergewicht bei Kindern". Lindemann wies darauf hin, dass die Zunahme von Übergewicht mittlerweile eine globale Entwicklung sei, die gestoppt werden müsse. "Übergewicht ist längst kein Problem aus der Privatecke mehr, sondern eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung", betonte Lindemann.

Der Staatssekretär verwies darauf, dass das Ernährungswissen in den vergangenen Jahren für bestimmte Bevölkerungsschichten zwar nachweislich verbessert wurde, gleichzeitig aber die seit den 70er Jahren steigende Verbreitung von Übergewicht dadurch nicht gestoppt werden konnte. Deshalb sei es wichtig neue Wege zu gehen und vielschichtige, integrierte Ansätze zu verfolgen, wie es auch die WTO einfordert. Der Wettbewerb "Besser essen. Mehr bewegen" sei in diesem Sinne eine große Chance.
Denn: "Wir verfolgen hier einen neuen methodischen Ansatz, ein Ansatz, der in Europa einzigartig ist." so Lindemann.

Übergewicht ist in nahezu allen Industrienationen ein immer ernster werdendes Problem. Krankheiten, die durch Übergewicht entstehen, beeinträchtigen die Betroffenen in ihrer persönlichen Entwicklung und belasten das Gesundheitssystem mit hohen Kosten. Wegen der oft nur mäßigen therapeutischen Erfolge von Übergewicht wird besonderes Augenmerk auf die Verbesserung der Prävention gelegt.

Der Vorstandsvorsitzende der Plattform Ernährung und Bewegung e.V., Professor Erik Harms, wies in seiner Rede darauf hin, dass die Entwicklung zu Übergewicht und Fettleibigkeit bereits in früher Kindheit einsetzt: "Alle Untersuchungen zeigen, dass aus dicken Kindern mit größter Wahrscheinlichkeit auch dicke Erwachsene werden. Aus diesem Regelkreis kann man im späteren Leben kaum noch ausbrechen." Deshalb müssten Präventionsmaßnahmen so früh wie möglich ansetzen, nämlich bei den Kindern und Jugendlichen.

Der Wettbewerb "Besser essen. Mehr bewegen." ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie der Plattform Ernährung und Bewegung e.V.. Zu den Mitgliedern der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. zählen heute Politik, gesellschaftliche Initiativen, Unternehmen, Institutionen und Verbände. Ein Expertenbeirat aus namhaften Wissenschaftlern begleitet die Arbeit der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. mit wissenschaftlicher Expertise.

Weitere Informationen finden Sie unter www.besseressenmehrbewegen.de und unter www.bmelv.de.

----------- Mehr zum Thema Gesundheit ----------
 

Sexualaufklärung für Jugendliche

Sexualaufklärung für Jugendliche in einem multikulturellen Europa" - Konferenz der BZgA und WHO im November in Köln

08.09.2006 - Vom 14. bis 16. November 2006 richten die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und das europäische Regionalbüro der WHO in Kopenhagen unter dem Titel "Youth Sex Education in a Multicultural Europe" eine internationale Konferenz aus, die sich mit der Sexualaufklärung für Jugendliche in Europa befasst. Die Konferenz findet in Köln statt. Die BZgA ist seit 1983 Kooperationszentrum der WHO, seit 2003 ist sie vor allem für das Thema "Sexuelle und Reproduktive Gesundheit" verantwortlich.

Das europäische Regionalbüro der WHO in Kopenhagen setzt sich für eine Verbesserung der Gesundheitssituation seiner 52 Mitgliedsländer ein und ist für eine Region zuständig, die von Portugal bis zur Russischen Föderation reicht. In diesem gesamten Gebiet ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das einzige WHO-Kooperationszentrum mit dem fachlichen Schwerpunkt der Sexualaufklärung. Entsprechend groß ist die strategische Bedeutung der geplanten Konferenz, zu der etwa 80 Expertinnen und Experten aus rund 20 Ländern erwartet werden. Die Mehrzahl von ihnen ist in Ministerien, Schul- und Gesundheitsbehörden, in nationalen und lokalen Nichtregierungsorganisationen sowie in Wissenschaft und Forschung tätig.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung erwartet von der Konferenz fachliche Impulse, eine bessere Vernetzung mit Experten in ganz Europa sowie eine Stärkung der Kooperation mit der WHO. Den thematischen Schwerpunkt bilden die besonderen Herausforderungen multikultureller Gesellschaften für die Konzeption und Umsetzung der Sexualaufklärung Jugendlicher. Sprachkompetenzen, kulturell bedingte unterschiedliche Wahrnehmungen, Probleme und Lebensstile, aber auch migrationsbedingte Bedürfnisse nach Beratung und Aufklärung stehen dabei besonders im Mittelpunkt. Hierzu sollen auf der Konferenz konkrete Ergebnisse erarbeitet werden.

Die Eröffnung der Konferenz "Youth Sex Education in a Multicultural Europe" am 14. November um 9.30 Uhr im Senats-Hotel in Köln, Unter Goldschmied 9-17 erfolgt durch Gerd Hoofe, Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Gunta Lazdane, WHO-Regionalbüro Europa in Kopenhagen und Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Sie werden auch als Gesprächspartner auf der Pressekonferenz um 11.00 Uhr zur Verfügung stehen.

Quelle im Internet und weitere Informationen unter: www.bzga.de


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Weitere Themen: 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46

Sie haben eine Frage zum Thema "Essen und Ernährung" oder zum Thema "Sexualaufklärung" oder Sie möchten wissen, was sind eigentlich Hormone, was sind Synapsen oder was versteht man unter einer Transfusion? Einige Antworten auf häufig gestellte Fragen aus dem Bereich Medizin und Gesundheit finden Sie unter dem Stichpunkt Glossar, an dessen Vervollkommung wir arbeiten.