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Magdeburg - Europaratsausstellung und Weltkulturerbe


Von Otto dem Großen bis zum Ausgang des Mittelalters

Europaratsausstellung "Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation 962-1806.

Von Otto dem Großen bis zum Ausgang des Mittelalters" offiziell in Magdeburg eröffnet/Ministerpräsident Böhmer: Das Heilige Römische Reich gehört zum europäischen Erbe

Magdeburg, den 26. August 2006 - Das moderne Europa ist ohne die Geschichte des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation nicht denkbar. Es stand an seiner Wiege und gehört zum gemeinsamen europäischen Erbe. Das sagte Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer heute im Magdeburger Dom. Dort eröffnete der Regierungschef vor mehreren hundert geladenen Gästen offiziell die Europaratsausstellung "Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation 962-1806. Von Otto dem Großen bis zum Ausgang des Mittelalters".

Wir brauchen historische Koordinaten und Orientierungspunkte. Europa ist nicht nur ein geographischer Begriff und ein Zweckverband. Es ist viel mehr. In Europa haben sich über Jahrhunderte Gemeinsamkeiten herausgebildet, die stärker waren als die Grenzen der Nationalstaaten und der Eiserne Vorhang, betonte Böhmer.

Die Ausstellung sei ein wichtiger Beitrag zum zusammenwachsenden Europa. Sie mache nicht nur die Vergangenheit sichtbar. Ebenso bedeutsam sei sie für unsere Gegenwart und unsere gemeinsame europäische Zukunft. Eine Vertiefung des jetzt stattfindenden europäischen Integrationsprozesses werde letztlich nur gelingen, wenn Europa wisse, an was es anknüpfen und wovon es sich lösen müsse. Es gebe gemeinsame Erfahrungen und Prägungen, die viel weiter in die Geschichte zurückreichten, als vielen Europäern bewusst sei, so Böhmer.

Die Ausstellung ist ab dem 28. August bis einschließlich 10. Dezember 2006 im Kulturhistorischen Museum Magdeburg zu sehen. Am Rahmenprogramm der Ausstellung beteiligen sich elf Korrespondenzorte in Sachsen-Anhalt. Unter dem Titel "Reich und Region - Glanz des Mittelalters in Sachsen-Anhalt" laden Magdeburg, Tangermünde, Wittenberg, Halle, Merseburg, Naumburg, Memleben, Tilleda, Falkenstein, Quedlinburg und Halberstadt zum Besuch historischer Stätten ein.

Getragen wird die Ausstellung von der Landeshauptstadt Magdeburg und dem Land Sachsen-Anhalt. Ihr wurde der Ehrentitel "29. Ausstellung des Europarats" verliehen. Zum zweiten Mal nach 2001 ist Magdeburg Gastgeber einer Europaratsausstellung. 2001 wurde im Kulturhistorischen Museum die Ausstellung "Otto der Große, Magdeburg und Europa" präsentiert.

Parallel zur Magdeburger Ausstellung thematisiert das Deutsche Historische Museum Berlin in einer Exposition unter dem Titel "Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation 962 bis 1806. Altes Reich und Neue Staaten" die Epoche von 1495 bis 1806. Beide kulturhistorischen Ausstellungen bilden eine konzeptionelle Einheit.

Quelle im Internet: www.sachsen-anhalt.de

------ Weitere Mitteilungen aus Sachsen-Anhalt --------
 

Richtfest Luther-Geburtshausensemble

Richtfest für neu gestaltetes Luther-Geburtshausensemble "Adresse Weltkulturerbe" in der Lutherstadt Eisleben

Magdeburg, den 29. August 2006 - Seit Herbst 2005 wird Luthers Geburtshaus in der Lutherstadt Eisleben mit hohem Aufwand restauriert. Neben der denkmalgerechten Sanierung des Geburtshauses und der Lutherarmenschule erfolgt gleichzeitig eine bauliche Erweiterung. Der ungewöhnliche Architektenentwurf trägt den Arbeitstitel "Adresse Weltkulturerbe". Die Rohbauten sind nach fast einjähriger Bauzeit nun fertig. Deshalb lädt die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt am 29. August 2006 um 16.00 Uhr zum Richtfest ein. Hierzu wird auch der Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung, Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz, erwartet.

Mit dem Umbau wird u.a. die Dauerausstellung neu konzipiert. Im Dezember 2006 beginnt ihr Aufbau mit dem Titel: "Von daher bin ich - Martin Luther und Eisleben".

Kultusminister Olbertz dankte dem Architekten und den ausführenden Gewerken für die Umsetzung der nicht einfachen Aufgabe, exakte Denkmalpflege und zeitgenössisches Bauern angemessen zu verbinden. "Mit den Mitteln der modernen Architektur reiht sich der Neubau würdig in die Geschichte zur Bewahrung und zeitgenössischen Öffnung des Ortes von Luthers Geburt an", sagte der Minister. "So wie die Bürger der Stadt nach dem großen Brand im 17. Jahrhundert die Geschicke in die Hand nahmen, so wie der preußische König Friedrich Wilhelm III, 1817 mit der Stiftung der Armenschule seinen Beitrag leistete, so wie schließlich Friedrich August Stüler in der Mitte des 19. Jahrhunderts die äußere Gestalt des Lutherhauses prägte, genau so finden wir nun zu Beginn des 21. Jahrhunderts Beständigkeit und Neuentwicklung auf engem Raum versammelt." Für das Land und die Lutherstadt Eisleben sei der Neu- bzw. Umbau des Geburtshausensembles zugleich Auftakt der Vorbereitungen zum Lutherjubiläum 2017, erklärte der Minister.

Quelle im Internet: www.sachsen-anhalt.de


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