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Integration von Migrantinnen in den Arbeitsmarkt


Qualifizierungen zur Integration

Holter startet Projekt zur Integration
von Migrantinnen in den Arbeitsmarkt

Rostock, 1. September 2006. Qualifizierungen zur Integration von 650 Frauen mit Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt beginnen jetzt an neun Standorten in Mecklenburg-Vorpommern: Wolgast, Bergen, Ribnitz-Damgarten, Bad Doberan, Güstrow, Parchim, Heidhof (Kreis Ludwigslust), Hagenow und Rostock. Das Ministerium für Arbeit, Bau und Landesentwicklung unterstützt fünf Bildungsträger mit insgesamt 1.370.000 Euro bis Ende 2007 aus Mitteln des Landes und des Europäischen Sozialfonds. Das teilte Minister Helmut Holter beim Besuch der Akademie für Technik heute in der Hansestadt Rostock mit.

Die Bildungsträger gehen davon aus, 40 Prozent der einbezogenen Migrantinnen in eine Beschäftigung vermitteln zu können. In erster Linie sehen sie Vermittlungserfolge durch die enge Kooperation mit einem Netzwerk von weiteren Bildungsanbietern, relevanten Unternehmensverbänden, den Arbeitsgemeinschaften (ARGE) von Kommune und der Agentur für Arbeit, der Sozialagentur Ostvorpommern, Arbeitsagenturen, Zeitarbeitsfirmen und den Industrie- und Handelskammern. In Zusammenarbeit mit den Integrationsfachdiensten Diên Hồng und der Caritas werden geeignete Teilnehmerinnen von den ARGEn, der Agentur für Arbeit für die Qualifizierung vorgeschlagen.

Vorrangig sollen am Arbeitsmarkt nachgefragte Fach- und Sozialkompetenzen entwickelt und vertieft werden. Jeder der Bildungsanbieter übernimmt dabei ein Teilprojekt mit eigenen Zielvorgaben. Teilnehmerinnen werden zum Beispiel nach einer Stärken-Schwächen-Analyse auf individuelle Kompetenzen wie Berufsabschlüsse und praktische Erfahrungen geprüft und ergänzend qualifiziert. Daran schließen sich Praktika in Projektwerkstätten an. Unterrichtet werden sie in Gesellschaftskunde und berufsbezogenem Deutsch. Für Bewerbungsvorbereitungen stehen den Teilnehmerinnen Ansprechpartner zur Verfügung.

"Viele Migranntinnen haben Potenziale, die Mecklenburg-Vorpommerns Ausrichtung als Tourismus- und Gesundheitsland unterstützen können", so Holter. "Die Wiedereingliederung von Frauen mit Migrationshintergrund ist ein regionaler Wirtschaftsfaktor mit Auswirkungen auf die Kaufkraft im Lande, die Unternehmensentwicklung und den sozialen Frieden."

Quelle im Internet unter: www.mvnet.de

----- Weitere Mitteilungen zum Thema Berufseinstig in den Arbeitsmarkt -----
 

Berufseinstieg für behinderte Jugendliche

Integrationsämter von LWL und LVR starten neue Lehrerfortbildung

Berufseinstieg für behinderte Jugendliche in Schule besser fördern

Münster/Köln (lwl/lvr), 30.08.2006 - Damit sie den Einstieg ihrer Schüler ins Arbeitsleben noch besser fördern können, drücken 42 Lehrer von Förderschulen für körperlich und sehbehinderte Kinder jetzt selbst noch einmal die Schulbank: Sie nehmen teil an einem am 1. September startenden Modellprojekt der beiden Landschaftsverbände Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL) zur besseren beruflichen Integration von Jugendlichen mit Behinderungen. Dabei vermitteln ihnen Fachleute aus Betrieben, Unternehmensberatungen, von Hochschulen, Arbeitsagenturen und von LWL und LVR Erfahrungen aus der Praxis, mit denen sie die Jugendlichen beim Übergang von der Schule in den Beruf unterstützen können.

"Wenn nicht in den Abgangsklassen der Förderschulen aktiv auf einen Einstieg in Ausbildung und Beruf hin gearbeitet wird, führt der Weg der Jugendlichen mit Handicap meist automatisch in die Werkstatt für behinderte Menschen, auch wenn ein Teil von ihnen sich durchaus auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt behaupten könnte", beschreibt Dr. Helga Seel, Leiterin des Integrationsamtes beim LVR, die Ausgangslage: "Den Lehrern und Lehrerinnen kommt daher eine große Bedeutung zu und hier setzen wir mit gezielter Fortbildung an."

Ulrich Adlhoch, Leiter des LWL-Integrationsamtes, ergänzt: "Ziel des Pilotprojektes ist es, den Lehrern die aktuellen Anforderungen der Arbeitswelt nahe zu bringen und sie über die Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten für behinderte Menschen zu informieren. Mit Einheiten zu Bewerbungstrainings und Selbstbehauptungsstrategien für Menschen mit Handicap wollen wir sie in die Lage versetzen, ihre Schüler aktiv beim Übergang in den Beruf zu unterstützen. Dazu gehören auch Techniken, mit denen sie herausfinden können, welche Fähigkeiten die Schüler haben."

Dazu werden Referenten aus Betrieben, Personal- und Unternehmensberatungen und Hochschulen, aber auch von Arbeitsagentur oder Integrationsamt die insgesamt 42 Lehrer in acht Fortbildungsblocks über eine Laufzeit von neun Monaten trainieren. Ob die Fortbildung die selbst gesteckten Ziele erreicht und den Bedürfnissen der Praxis entspricht, wird in einer Begleitstudie vom infas-Institut untersucht.

Die Kosten der Fortbildungsreihe von rund 100.000 Euro werden von den beiden Integrationsämtern finanziert aus Mitteln des Sonderprogramms "Aktion Integration IV", das einen Schwerpunkt legt auf die verbesserte Förderung von Berufseinstieg und Ausbildung behinderter Jugendlicher.

Quelle im Internet und weitere Informationen: www.lvr.de


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Weitere Themen: 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25

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