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Seismograph und Seismogramm

Ein Seismograph ist ein technisches Messgerät, mit dem seismische Wellen zur Auswertung als Seismogramm aufgezeichnet werden. Seismische Wellen werden durch die unterschiedlichsten Ursachen in festen oder flüssigen Körpern verursacht. Ein Seismograph registriert diese Schwingungen und zeichnet diese Schwingungen als Seismogramm auf.

Eigentlich stellen seismische Wellen ein natürliches Äquivalent von den uns allseitig umgebenen Schallwellen in der Luft dar. Im Unterschied zur allgemeinen Akustik werden seismische Wellen jedoch durch Erderschütterungen der unterschiedlichsten Art und Weise, wie zum Beispiel Erdbeben, Seebeben, unterirdischen Atomwaffentests oder Vulkanausbrüche verursacht. Ein weiterer Unterschied ist, dass unsere natürliche Umgebung die Mehrheit aller akustischen Wellen nicht bzw. nur über sehr kurze Entfernungen weiterleiten würde, statt dessen eher absorbieren. Eine Ausnahme bilden hier lediglich Wellen im Infraschallbereich, beziehungsweise Wellen, die sich in gutleitenden, oftmals vom Menschen gefertigten Materialien fortpflanzen.

In der Wissenschaft und Forschung dient ein Seismograph in erster Linie dazu, die von Erdverschiebungen, Erdbeben und Vulkanausbrüchen verursachten Erschütterungen und seismischen Wellen als Seismogramm aufzuzeichnen, um diese Naturgewalten zu erforschen und besser vorausberechnen zu können.
Neben der Nutzung von Seismographen als Frühwarnsystem und Registriergeräte, dienen Seismographen Forschern und Wissenschaftlern dazu, durch die Auswertungen von Seismogrammen weitere Einblicke in den Aufbau unserer Erde zu erhalten. Zu Gute kommt den Wissenschaftlern dabei, dass seismische Wellen in Abhängigkeit von ihrer Ausgangsstärke, auch nach vielen tausend Kilometern noch registriert werden können. Je nachdem welche Erdschichten und Gesteinsformationen die seismischen Wellen dabei durchlaufen, können zum Beispiel Rückschlüsse auf die Dicke der Erdkruste, die Driftung von Kontinentalplatten, die Stärke von Explosionen usw. gezogen werden.

Ein Seismograph ist technisch so aufgebaut, dass hier ein Gesetz aus dem Bereich der Physik eine Schlüsselrolle spielt und zwar das Gesetz der Trägheit der Masse. Eine träge Masse verharrt dabei gegenüber den Schwingungen der durch seismische Wellen hervorgerufenen Erschütterungen in einer Ruheposition, während ein Teil des Messsystems bei den feinsten Erschütterungen bereits mit Bewegungen reagiert. Dieser Teil vom Messsystem ist dann entweder mit einem analogen Aufzeichnungsgerät verbunden, bestehend aus einem Schreiber und einer Papierrolle, oder mit einem digitalen Aufzeichnungsgerät, welches ein digitales Seismogramm ausgibt und abspeichert.



Übersicht - Seismogramm:

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  1. Eis, Gletscher, Eruptionen und Vulkanausbrüche - 29.08.2006
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