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Stillleben als künstlerische Sachfotografie

Das Wort Stillleben wird nicht von Stil und Leben, sondern von Stilles Leben abgeleitet und zusammen gefügt, so das es nach der letzten Rechtschreibreform eigentlich mit drei L geschrieben wird. Da dies jedoch weder die Künstler in einstigen Hochkulturen wussten, noch die Maler zu Zeiten des Barock, so ist es zumindest kein Fehler, bei der künstlerischen Sachfotografie alt hergebrachte Schreibweisen zu benutzen. Da die Fotografie gegenüber der Malerei neue Wege in der Ausdrucksweise erschloss, so kann der heutige Fotoamateur zwar an den alten Meistern und ihren Werken anknüpfen, ist jedoch nicht zwangsläufig an alten Vorstellungen bei der künstlerischen Sachfotografie und bei Stillleben gebunden.

So war es gerade im Barock ein Anliegen der Maler, mit einem Stillleben dem Betrachter eine verschlüsselte Botschaft zu vermittelten. Verschiedenste Utensilien hatten dabei verschiedenste sinnbildliche Bedeutungen. Doch obwohl der Fotograf in der heutigen Zeit nicht mehr daran gebunden ist, so wird auch er oftmals dem Betrachter etwas mit seinem Stillleben vermitteln wollen und sich hierfür der Techniken der Sachfotografie bedienen müssen. Nicht unbedingt eine verschlüsselte Botschaft, doch vielleicht einfach nur die Schönheit des Anblicks der entstand, als morgendliche Sonnenstrahlen einen Gegenstand auf einer Kommode verzauberten.

Sachfotografie und Stillleben - Rundfunkröhre und Rollfilmkamera

Ein Foto lebt von Licht und Schatten, erst durch das Zusammenspiel von Licht und Schatten kommt räumliche Tiefenwirkung ins Bild. Dies ist auch in der Sachfotografie und beim künst­lerischen Stillleben nicht anders. Bei letzteren gibt es jedoch noch sehr viel mehr zu beachten. Ohne einen kleinen Lampenpark, bestehend aus drei bis vier Fotoleuchten, wird es nur selten abgehen. Dabei kommt es nicht nur auf die Ausleuchtung, sondern insbesondere auf die Lichtführung an. Oftmals ist eine schattenfreie Ausleuchtung erwünscht. Dies scheint im scheinbaren Wider­spruch mit dem einige Zeilen zuvor Geschriebenen zu stehen, ist jedoch kein Widerspruch.

Bei den abzulichtenden Objekten sind mitunter Schatten störend, die diese in den umgebenden Raum werfen, was jedoch nicht zwangsläufig bedeutet, dasd nicht Schatten erwünscht wären, welche die Struktur eines Objektes betonen, bzw. ein Objekt erst in sich strukturieren. Dieses dürfte mit einem Blitzlicht kaum erreichbar sein.

Ein frontales Blitzlicht sollte in der Sachfotografie ohnehin nur für ganz wenige Aus­nahmesituationen eingesetzt werden. Dann auch nur mit entsprechenden Vorsätzen versehen, um das harte Blitzlicht zu mildern und softig weich zu machen. Ein schwenkbares Blitzlicht, welches den Blitz gegen die Raumdecke sendet und so den Raum allgemein ausleuchtet, ist da schon für viele fotografische Einsatzbereiche wesentlich besser geeignet, doch kann diese Praxis in der Sachfotografie, sowie beim künstlerischen Stillleben maximal als Notbehelf angesehen werden. Mehr zum Thema Ausleuchtung und Lichtführung auf der nachfolgenden Seite.


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