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Ausgebrannte oder ausgefressene LichterEine überbelichtete Aufnahme zieht oftmals ein so benanntes Ausbrennen
bzw. Ausfressen von Lichtern nach sich. Nicht immer muss es sich jedoch um eine
Überbelichtung der ganzen Aufnahme handeln, um Lichter ausbrennen zu lassen. So kann es
zum Beispiel der Fall sein, dass nur einige wenige Bildpartien helle Spitzlichter
enthalten, die überbelichtet wurden, während die restlichen Bildpartien durchaus im
Toleranzbereich des Sensorchips oder des Films lagen.
Im Ausschnitt C von der Aufnahme C, welche um eine volle Blendenstufe
überbelichtet wurde, ist deutlich zu erkennen, dass ein Teil der Blütenblätter weiß
wurde und somit sind diese Blütenblätter ausgefressen. Ausgefressene Lichter lassen sich
nicht mehr rückgängig machen, auch nicht dann, wenn die Aufnahmen im RAW Format
abgespeichert wurden. Das RAW Format bietet zwar bei der Bildbearbeitung einen höheren
Spielraum als das JPG Format, doch bezieht sich dieser Spielraum bei Lichtern nur auf
Überstrahlungen, nicht aber auf richtig ausgebrannte Bilddetails.
Anmerkung: Die analoge Fotografie und Digitalfotografie unterscheiden sich vor allem im Bereich heller Motive erheblich. Der S/W Negativfilm, ebenso der Farbnegativfilm, hat eine andere Absorptionskurve bzw. Gradationskurve als der Sensorchip einer Digitalkamera. Bei einem Negativfilm läuft die Absorption des Lichtes nach Erreichung eines hohen Wertes flach aus. Ein Sensorchip absorbiert hingegen nur Licht bis zu einem gewissen Maximalwert und streikt bei einer Überbelichtung. Bekannt wurde dieses Verhalten von Sensorchips unter dem Begriff
Clipping und steht für ein plötzliches Abschneiden bzw. ein plötzliches Kappen der
weiteren Lichtaufnahme durch den Sensor. Das hat zur Folge, dass bei überbelichteten
Negativfilmen immer noch etwas Zeichnung in den Lichtern vorhanden ist, die sich bei der
Nachbearbeitung noch herauskitzeln lassen. In den Negativen sind die Lichter bekanntlich
Schwarz und hier arbeitet der Negativfilm mit dichten und weniger dichten
Schwarzfärbungen. Bei überbelichten Digitalaufnahmen kommt aber nach Weiß kein noch
helleres Weiß mehr, sondern nur noch eine durchgehend weiße Fläche im Bild.
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