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Umgang
mit und Auswertung von Histogrammen
In der Digitalfotografie und bei der Bildbearbeitung am PC nehmen
Histogramme einen wichtigen Platz ein. Zu jeder Aufnahme und zu jedem abgespeicherten Bild
gehört ein Histogramm. So ein Histogramm kann den Fotografen einiges über die vom
Sensorchip der Kamera während der Aufnahme registrierten Lichtverhältnisse verraten. In
der Auswertung von Histogrammen geübte Fotografen können mit Hilfe des jeweiligen
Histogramms etwaige Über- und Unterbelichtungen leichter erkennen. Allerdings ist der
Umgang mit Histogrammen nicht ganz einfach und die Auswertung erfordert viel Erfahrung.
Auf dieser Seite möchten wir Ihnen einen kleinen Überblick in Form von
"Trockenübungen" bieten, in denen leicht ausgefressene Lichter als Folge von
Überbelichtungen und abgesoffene Schatten als Folge von Unterbelichtungen erkennbar
werden. Allgemein sollte der Leser wissen, dunkle Bereiche werden in einem Histogramm
linkseitig und helle Bildbereiche rechtsseitig wiedergegeben. Die Erläuterungen zum
jeweiligen Bild finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

A - Normal belichtete Grautreppe

B - Grautreppe mit ausgebrannten/ausgefressenen Lichtern

C - Grautreppe mit zugelaufenen/abgesoffenen Schatten

D - Ein Demo zum vierten Histogramm
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Anmerkung
zu Bild A) Bei Bild A handelt es sich um eine Grautreppe, wie
sie einer korrekten Belichtung entsprechen würde. Am Histogramm ist eine ausgeglichene
Verteilung über den gesamten Helligkeitsbereich erkennbar. |
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Anmerkung
zu Bild B) Bild B entspricht einer überbelichteten Aufnahme,
wobei die Tonwertabstufungen in den Lichtern der Grautreppe nicht mehr unterscheidbar sind
und somit als ausgefressen bezeichnet werden können.
Im Normalfall könnte der Fotograf hier von einem "Berg" mit steilem Anstieg auf
der rechten Seite des Histogramms ausgehen, wie im Histogramm einer überbelichteten Blume
dargestellt wird. Bei einem kontrastarmen Motiv braucht das jedoch nicht der Fall sein.
Da unsere Grautreppe nur über einen verhältnismäßig geringen Dynamikumfang verfügt,
wird im Histogramm eine Überbelichtung nicht an einem steilen Berg auf der rechten Seite
im Histogramm erkennbar, sondern an dem Fehlen von tiefen Schwärzen.
Wenn allerdings auf der linken Seite des Histogramms eine Lücke
erkennbar wird und zusätzlich auf der rechten Seite noch ein steiler Berg angeschnitten
wurde, dann kann der Fotograf auf jeden Fall von einer Überbelichtung ausgehen. |
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Anmerkung zu Bild C)
Bei Bild C handelt es sich im Gegensatz zu Bild B um eine Unterbelichtung der Grautreppe.
Wie im Bild B mit der Überlichtung, so ist diese Unterbelichtung in Bild C nicht an einem
steilen und angeschnittenen Berg auf der linken Seite im Histogramm erkennbar, sondern am
Fehlen von Spitzenlichtern auf der rechten Seite.
Das Histogramm einer unterbelichteten Aufnahme einer Blume wird darunter dargestellt.
Sowohl die überbelichtete als auch die unterbelichtete Aufnahme einer Blume wird auf der
nächsten Seite noch näher beschrieben.
Unterbelichtungen lassen sich im Gegensatz zu ausgebrannten Lichtern bei im RAW Format
abgespeicherten Aufnahmen zum Teil ohne Verluste korrigieren. |
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Anmerkung zu Bild D)
Bei Bild D handelt es sich eigentlich um das unterbelichtete Bild C, welches zu
Demonstrations- zwecken mit Hilfe des Histogramms aufgehellt wurde. Wie aus dem Bild
ersichtlich, so lassen sich Details in den zugelaufenen Schatten kaum wiederherstellen.
Allerdings verhält es sich nur bei Aufnahmen so, die im JPG Format abgespeichert wurde.
Liegen die Aufnahmen im RAW Format vor, können diese im Mittel um bis zu zwei Blendstufen
nach oben korrigiert werden. Auch dazu ein Beispiel auf der folgenden Seite. |
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