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Die Republik Sudan - Unruhen in Dafur


Die Republik Sudan ist von der Fläche her das größte Land Afrikas. Die Hauptstadt des Landes ist Khartum. Der Sudan liegt im Nordosten von Afrika und grenzt im nordöstlichen Teil des Landes an das Rote Meer. Die Republik ist umgeben von weiteren afrikanischen Staaten. Hierzu zählen Ägypten, Libyen, der Tschad, die Zentralafrikanische Republik, die Demokratische Republik Kongo, Uganda, Kenia, Äthiopien und Eritrea. Die Republik Sudan unterteilt sich in 26 Bundesstaaten, diese wiederum in 133 Distrikte.
So der Stand vor 2011, seid der Abspaltung des Südsudans verringerte sich die Anzahl der Bundesstaaten auf 18 Bundesstaaten. Zur Abspaltung und Unabhängigkeit des Südsudans kam in Folge eines Referendums, welches im Januar 2011 durchgeführt wurde.

Betreffend der Bevölkerungszahlen gibt es kaum aussagekräftige Statistiken, alle Angaben beruhen lediglich auf Schätzungen. Nach der letzten Schätzung im Jahre 2006 schwanken die Angaben zwischen 38 und 41 Millionen Einwohner. Die Anzahl verringerte sich jedoch durch die Abspaltung des Südsudans um rund 8 Millionen. Die Staatsreligion ist der Islam, da circa 70 Prozent der Bevölkerung Muslime sind. Hinzu kommen etwa 25 Prozent Animisten (Anhänger von spirituellen und traditionellen Glaubensrichtungen) und etwa 5 Prozent Christen.

Unruhen

Im Jahre 1989 kam durch einen Militärputsch die Nationale Kongress Partei an die Macht und übte bis zum Jahre 2005 die Alleinherrschaft aus. Auf der anderen Seite kämpfte die Sudanesische Volksbefreiungsbewegung für die Unabhängigkeit des Südsudans. Seit dem Jahr 2005 regierten die Nationale Kongress Partei und die Sudanesische Volksbefreiungsbewegung gemeinsam in der Regierung der Nationalen Einheit.

In Darfur fand im Jahre 2003 ein Aufstand gegen die sudanesische Regierung statt. Angeführt wurde dieser Aufstand durch die Sudanesische Befreiungsarmee (eine Rebellenbewegung) und der Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichheit. Hintergrund war, dass die Regierung beschuldigt wurde, die afrikanischen Bevölkerungsgruppen gegenüber der arabischen Bevölkerung zu unterdrücken. Die Regierung reagierte mit der Entsendung von Luft- und Bodentruppen, um den Aufstand niederzuschlagen. Durchgeführt wurden diese Gegenangriffe von arabischen Milizen, den Dschandschawid. Durch die Milizen kam es dabei zu verbrecherischen Handlungen. Nicht zuletzt auf Grund des internationalen Drucks kam es im Jahre 2004 zu einem Waffenstillstandsabkommen und im Mai 2006 wurde ein Friedensabkommen geschlossen.

Dieses Friedensabkommen wurde jedoch nicht von allen beteiligten Gruppen der sudanesischen Befreiungsarmee und der Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichheit akzeptiert. Die Teile der Rebellenarmee, die den Friedensvertrag ablehnten, schlossen sich zur Nationalen Erlösungsfront zusammen und setzten die Kampfhandlungen fort, da sie ihre Forderungen, wie der Schaffung einer Region Darfur und die Einsetzung eines Vizepräsidenten für Darfur, in wesentlichen Teilen nicht berücksichtigt sahen. Die sudanesische Regierung reagierte im August 2006 mit einer erneuten Offensive.

Die Lage im Sudan, und hier insbesondere in der Region um Dafur, bleibt auch weiterhin angespannt. So gehen neuere Schätzungen davon aus, dass von den rund 7 Millionen Einwohnern Darfurs mehr als die Hälfte auf humanitäre Hilfe angewiesen ist. (Stand: 2015)


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